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Neue Organisatorin der Hamburger „Merkel muss weg“-Demonstrationen – Pegida in Hamburg? – Läuft nicht!

Am letzten Montag (12.02.) versammelten sich ca. 120 Rechte zu einer Kundgebung mit dem Motto „Merkel muss weg“ am Hamburger Jungfernstieg. Auch die Hamburger „AfD“ mobilisierte zu der Kundgebung die sich zum Großteil aus Einzelpersonen zusammensetzte. Viele Menschen die in sozialen Netzwerken ihre Teilnahme ankündigten, beschränkten sich allerdings darauf als rechte Troll-Armee Twitter und Facebook mit Hetztze und Rassismus zu flutten.
Wie erwartet wurde kamen auch organisierte Neonazis der Kameradschaft «Sektion Nordland», NPD Anhänger und altgediente rechte Hooligans der HSV Fangruppe «Hamburger Löwen», die bereits in den 80ern aktiv waren. Unter den Teilnehmenden befanden sich auch Mitglieder der faschistischen Gruppierung «Identitäre Bewegung» (IB).

Die Anmelderin der „Merkel muss weg“ Demo Uta Ogilvie hat am 14.02 ihren Rückzug bekannt gegeben. Am Freitag wurde als Nachfolgerin für Uta Ogilvie die Modelagenturchefin Jennifer Nathalie Gehse als Organisatorin der Hamburger „Merkel muss weg“-Demonstrationen benannt.

Mehr hintergrund zum 5. Februar und 12. Februar 2018 gibt es beim Recherche & Analyse-Portal Exif.

Für den nächsten Montag gibt es eine Anmeldung am Gänsemakt, sorgen wir das sich Pegida in Hamburg nicht etabliert! Achtet auf weitere Informationen zu Gegenaktivitäten! Checkt antifainfopool.blogsport.eu

Neonazis entschlossen entgegentreten! – Pegida in Hamburg? – Läuft nicht!

Todesschütze in Florida soll Mitglied in rassistischer Gruppe sein

Am Valentinstag (14.2.) sind an der Stoneman Douglas High School von Parkland im County Broward im US-Bundesstaat Florida 17 Menschen erschossen worden.
Nikolas Cruz, der 19-jährige Todesschütze an der High School, soll Mittlied der „Republic of Florida“ (ROF) einer rassistischen und nationalistischen Miliz gewesen sein. Nach Angaben des Anführers der „Republic of Florida“ (ROF) hat Nikolas Cruz am Training und an paramilitärischen Übungen (Wehrsportübungen) der Gruppe in Tallahassee teilgenommen.

„Ich versuche es nicht zu verherrlichen, aber es war ziemlich effizient, was er tat. Er hat wahrscheinlich das Training benutzt, um zu tun, was er gestern getan hat. Niemand, den ich kenne, sagte ihm, er soll das tun, er ist einfach ausgeflippt. „

So äußerte sich Jordan Jereb, der Anführer der „Republic of Florida“ gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press. Aus Justizkreisen hört man, diese Verbindung soll nicht bekannt sein. Die Mitgliedschaft der Gruppe soll überwacht worden sein, mindestens seit 2014 wurde Jordan Jereb vier Mal verhaftet.

Vor fünf Tagen soll ein ROF-Mitglied mit einem Video dazu ermutigten haben einen Rassenkrieg zu beginnen. (Video)

Laut Schülern der High School soll Nikolas Cruz schon lange mit Waffen prahlen und ein Rassist sein. So machte er antimuslimische Witze, bezeichnete Muslime als „Terroristen und Bombenleger“ und wurde mit einem Donald Trump Fan-Mütze gesehen (MAGA = Make America Great Again). Auch sein Instagram-Account wrude ein Fotot als Avatar mit einer Trump-Supporter-Cap genutzt. Laut CNN, gibt es bei Youtube einen Nutzer namens Nikolas Cruz der unter Videos Kommentare wie z.B. „f * ck Antifa ich möchte töten so viele wie ich kann“ schreibt. (heavy.com)

Die „Republic of Florida“ ist eine Gruppe weißer Rassisten, die im Jahr 2014 begann mit paramilitärischen Trainings, Uniformen und einer militärischen Struktur, ähnlich wie bei Rockern, bekannt zu werden. Die Gruppe hat Mitglieder in ganz Florida. Die Gruppe hat zu weiteren rassistischen Gruppen gute Verbindungen und setzt sich für die Vorherrschaft der weißen Rasse ein und möchte aus Florida einen „weißen Ethnostaten“ machen. Auch am Naziaufmarsch in Charlottesville im August 2017 sollen Mitglieder der Gruppe teilgenommen haben.

Neben der offiziellen Struktur wirbt der Anfüher der Gruppe auch für eine Parallelstruktur für das rechte Terror-Konzepten mit der sog. „Lone Wolf“-Strategie.

Vor kurzem lobte Jordan Jereb den Massenmörder Anders Breivik als „Held“.

Kurz nach dem Angriff gab es eine nicht gezählte Welle an gefälschten Nachrichten bei Twitter, Facebook usw. durch rechte Trolle mit Fake-Accounts die falsche Infos zum Attentat verbreitet haben. Mehr Infos, es hatte ähnlichkeiten wie bei der rechten Troll-Attacke gegen den ARD-Film „Aufbruch ins Ungewisse“.

Mehr Infos zur extreme Rechte in den USA gibt es im Antifa-Magazin Der Rechte Rand auch im AIB gibt es Berichte zumThema USA u.a. >>Gewalttätige Allianz zwischen Neonazis, rechten Paramilitärs und Trumpanhängern, Die extreme Rechte der USA nach Trumps Wahlsieg und Schwerverletzte bei Neonazikundgebung in Sacramento (USA)

17-03-2018 Hamburg: United we stand! Gemeinsam gegen Repression und autoritäre Formierung!

Im Sommer 2017 sind wir zu Tausenden international in Hamburg zusammengekommen und haben gegen den G20 Gipfel demonstriert. Nicht die offizielle Gipfelinszenierung, sondern die Proteste dagegen haben die Bilder bestimmt. Unsere Vielfältigkeit und Entschlossenheit haben es im Juli geschafft, die Propagandaveranstaltung nachhaltig zu behindern. Das ist auch gelungen, weil unterschiedlichste Gruppen und Zusammenhänge spektrenübergreifend ein gemeinsames Ziel verfolgt haben.

Wir wollen rund um den „Tag der politischen Gefangenen“ ein solidarisches Zeichen gegen Repression setzen. Mit der Demonstration werden wir zeigen, dass das staatliche Kalkül von Kriminalisierung, Einschüchterung und Spaltung scheitern wird.

Die Gipfeltage waren für uns nicht nur Momente des Kennenlernens und des erfolgreichen Widerstands, sondern auch eine konsequente Zuspitzung staatlicher Repression. Vor und während des Gipfel agierte die Polizei völlig losgelöst mit großflächigen Demonstrationsverbotszonen, Campverboten und gewalttätigen Angriffen. Doch die Repression wird weiterhin fortgesetzt: lange Untersuchungshaft, Hausdurchsuchungen und öffentliche Denunziationsaufrufe.
Autoritäre Formierung

Vor dem Hintergrund der derzeitigen weltweiten autoritären Formierung von Staat und Gesellschaft findet auch in Deutschland ein Rechtsruck und eine weitere Militarisierung der Polizei statt. In diesem Kontext ist auch die im Mai 2017 vom Bundestag beschlossene Verschärfung des sogenannten Widerstands- und Landfriedensbruch-Paragrafen zu betrachten. Im Hinblick auf den wenige Monate später stattfindenden G20 Gipfel in Hamburg sollte das Signal ausgesendet werden: Wer den staatlich legitimierten Protestrahmen verlässt, hat mit drastischen Strafen zu rechnen.

Doch die nach dem Gipfel verhängten hohen Haftstrafen lassen sich nicht allein auf die Verschärfung zurückführen. In einer Vielzahl der Urteile mit hohem Strafmaß zielt die Justiz vor allem auf die Abschreckung widerständigen Verhaltens anderer ab.

Die verschiedenen Repressionsmaßnahmen der vergangenen Monate haben offenbart, dass für Politik und Repressionsorgane das Feindbild „links“ steht. Es wird versucht, uns als antagonistische Bewegung in Angst zu versetzen. In eine Angst, die uns daran hindern soll, sich zu organisieren und widerständig gegen die herrschenden Verhältnisse zu agieren. Die Repression gegen linke Bewegungen hat in Deutschland Tradition. Zum Beispiel jährt sich dieses Jahr zum 25. Mal das PKK-Verbot, das auf Grundlage des §129b immer wieder Aktivist*innen hinter Gittern bringt.

Der Ausbau des modernen Sicherheitsstaates ist auch eine Reaktion auf die weltweite Zuspitzung sozialer Konflikte. Angefacht durch die erzwungene Öffnung von weniger entwickelten Märkten durch und für die führenden Industrienationen, treiben eskalierende Verteilungskonflikte und Kriege immer mehr Menschen in die, oft tödliche, Flucht.

Aber auch im Inneren spitzt sich die Ungleichheit zu. Der Kapitalismus ist nicht mehr gewillt, eine minimale Gewinnbeteiligung der Lohnabhängigen aufrecht zu erhalten. Menschen, die für das ökonomische System nicht zu gebrauchen sind, werden, wenn überhaupt, mit Almosen abgespeist. Die sozialen Komponenten des bürgerlichen Staates werden vielmehr gegen die Leitgedanken einer offensichtlichen autoritären Formierung ausgetauscht, deren Inhalte von großen Teilen der Gesellschaft weitreichend bereitwillig akzeptiert und verinnerlicht werden.
Lassen wir uns nicht einschüchtern

Wir kommen nicht um uns zu beschweren. Denn wo immer die herrschenden Verhältnisse in Frage gestellt werden, wird staatliche Repression die Antwort sein. Wir werden dennoch weiter auf vielfältige Weise dafür kämpfen, dass alle unsere Genoss*innen wieder mit uns auf der Straße sein werden.

Unser Ziel ist die einer solidarischen, selbstbestimmten, staats- und geschlechterbefreiten Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Lokal und global, solidarisch und kollektiv wollen wir den schrecklichen Verhältnissen unseren Widerstand entgegensetzen.

Das Streben nach einem anderen Leben, hat uns als Bewegung in all ihrer Breite gegen die G20 aktiv werden lassen. Wir haben uns dabei die Protestformen nicht vorschreiben lassen, sondern selbst gewählt. Lassen wir die in diesem Zusammenhang einsetzende Repression seitens des Staates ins Leere laufen, indem wir uns weder spalten noch isolieren lassen.

Lasst uns ein Zeichen für eine solidarische Perspektive setzen, organisieren wir uns und setzen der Repression gemeinsam etwas entgegen: ob im Gerichtssaal, im Kontakt mit den Gefangenen und Verurteilten, im Organisieren von (Soli-)Veranstaltungen oder auf der Straße.

Getroffen hat es einige, gemeint sind wir alle! Freiheit für alle G20-Gefangenen! Freiheit für alle Gefangenen!

Kommt nach Hamburg zur Antirepressionsdemo am 17.03.2018 um 14.00 Uhr, Gänsemarkt.

United we stand!

Call for the demonstration against NoG20 repression & the formation of Authoritarianism on March 17, 2018 in Hamburg

In the summer of 2017 we came together by the thousands in Hamburg and protested against the G20 summit. Not the official orchestration of the summit, but the protests against the summit dominated the images. Our diversity and determination managed to cumber the propaganda eventin July. That was also successful because differing groups and initiatives worked together on a common goal.

We want to set a solidary sign against repression around the “day for political prisoners”. With the demonstration we will show that the calculations of criminalization, intimidation and division by the state will fail.

For us the summit days were not just moments to learn to know each other and succesful resistance. but also a consequent aggravation of state repression. Before and during the summit the police acted completely detached with large-scale ban zones for demonstrations, bans for camps and violent attacks. Still the repression continues: long pre-trial imprisonment, raids and public calls for denunciation.

Formation of Authoritarianism

In the setting of the current worldwide authoritarian formation by states and societies, a a shift to the right and a further militarization of the police also takes place in Germany. In this context we have to regard the decided aggravation of the so-called “resistance” and “breach of public peace” paragraph by German parliament in May 2017. With the G20 summit that took place a few months later, they wanted to send the message; Who leaves the protest framework which is authorized by the state, can count on drastic punishment.

But the convictions to high prison sentences are not only the result of the aggravation of these paragraphs. In many verdicts with a high penalty the goal of the judiciary is to deterrent refractory behaviour of others.

The various repressive measures in the past months showed that the enemy image of politicians and the institutions of repression is on the left side. They try to stagger us in fear as an antagonistic movement. In a fear that should prevent us to organize ourselves and to resist against the ruling conditions. Repression against leftwing movements has a tradition in Germany. For example the ban against the PKK has it’s 25th anniversary this year. Because of this ban activists are being imprisoned again and again on the basis of §129b.

The upgrade of the modern security state is also a reaction on the worldwide culmination of social conflicts. Fanned because of the forced opening of less developed markets by the leading industrial states more and more people are forced to flee, which often ends deadly, because of escalating distribution conflicts and wars.

But inside the industrial nations the inequality also is getting worse. Capitalism is no longer willing to hold up a minimal share in profits for people depending on wages. People who are not useful for the economical system are, when they get anything at all, getting fobbed with alms. The social components of the civil state are rather more replaced by the guiding idea of an obviously authoritarian formation. The content of this authoritarian formation are willingly accepted and internalized by large parts of society

Let us not be intimidated

We are not coming to complain. Because wherever the ruling conditons are questioned, the answer will be state repression. However we will continue to fight in many different ways until our comrades will be with us on the streets again.

Our goal is a solidary, self-determined, stateless and gender liberated society without exploitation and oppression. Locally and globally, solidary and collectivly we want to resist against the horrible conditions.

The aspiration for another life has activated us against the G20 as a movement in all its breadth. We didn’t let them to dictate us the forms of protests but chosen ourselves. In this context; Let us thwart state repression by neither letting them to divide us, nor let them isolate us.

Let us set a sign for a solidary perspective, let’s organize ourselves and set a mark against repression together; wether in the courtroom, in contact with the prisoners and convicted, by organizing (solidarity) events or on the streets.

It struck some of us, but they meant us all! Freedom for all G20 prisoners! Freedom for all prisoners!

Come to Hamburg to the anti-repression demo at March 17, 2018 at 02:00pm (14:00), Gänsemarkt (Gaensemarkt).

United we stand!

Pegida in Hamburg? – Läuft nicht!

Am Montag den 05.02. demonstierte eine Gruppe von etwa 40-50 Pegida-Sympathisanten*inn, AfD-Anhänger*innen Neonazis und Nazihools am Hamburger-Jungfernstieg.

Für den 12.02. ist die nächste Demo/Kundgebung aus diesem Umfeld angemeldet. Die Demo soll unter dem Motto „Merkel muß weg“ laufen, schon 21. 09. 2017 beim Merkel-Besuch am Fischmarkt sammelte sich eine Gruppe unter dem Motto „Merkel-muss-weg“ in Hamburg. Im September wurde zu Anfang die Aktion von einer Flyeraktion der Identitären begleitet.
Auf einschälgigen Interne-Seiten wird die Demo vom letzen Montag begrüßt und die neue Demo beworben, u.a. von PI-News, Pegida und Lutz Bachmann, die Zahl der Teilnehmenden könnte dadurch steigen.

Angemeldet wurden die rechten Aufmärsche von Uta Ogilivie, Autorin für den rechten Hetzblog „Tichys Einblick“, die nach außen harlos auftritt, um damit anschlussfähig zu erscheinen, aber keine Nähe zu Neo-Nazis scheut.

Auch wenn sie sich nach außen gemäßigt geben sind Teile dieser Demo durchaus gewaltbereit und eine direkte Gefahr für Menschen die nicht in ihr rassistisches Weltbild passen. Erst am 5. Januar kam es am Jungfernstieg zu einem bisher unaufgeklärten Messerangriff aus einer Gruppe weißer Deutscher auf einen Geflüchteten.

Nach aktuellem Stand findet die nächste Demo am Montag, den 12.02.um 19 Uhr am Jungfernstieg statt. Treffpunkt ist Jungfernstieg höhe 36, es wird eien Stationäre Kundgebung sein.

Reist nicht alleine an und achtet auf weitere Informationen zu Gegenaktivitäten! Checkt antifainfopool.blogsport.eu

Neonazis entschlossen entgegentreten! – Pegida in Hamburg? – Läuft nicht!

ANTIFA KONGRESS HAMBURG 2018

Antifa Kongress Hamburg 2018 vom 6. – 8. April Rote Flora

Mit der AfD sitzt erstmals seit 1945 eine faschistische Partei im Bundestag, Neonazis versammeln sich auf den Straßen und schaffen Bedrohungsszenarien, Unterkünfte brennen, Menschen werden aufgrund rechter Motive attackiert und die sogenannten Wutbürger*innen klatschen im Netz und auf der Straße Beifall. Dabei sind sie alles andere als alleine: Einige Medien und viele Politiker*innen stimmen in die Hetze mit ein, verschärfen das Asylrecht, verstärken die Grenzen, verhindern sichere Fluchtrouten, verharmlosen rechte Angriffe und besiegeln die „Festung Europa“. Rechte Ideologien werden gesellschaftlich wieder zunehmend tragfähig, Grenzen des „Sag-“ und „Machbaren“ rücken gefährlich weit nach rechts. Und wieder ist der Fokus staatlicher Repressionsorgane auf der Innenminister-Konferenz 2017: Linke Strukturen „bis zum Kern bekämpfen“.

Das alles und noch viel mehr sind Zustände, die eine starke antifaschistische Gegenbewegung erfordern, die ihre solidarischen und emanzipatorischen Ideen als Gegenentwürfe teilt. Antifaschismus setzt sich dabei aus vielen Aspekten zusammen. Wie funktioniert das System Kapitalismus in dem wir leben und warum sind faschistische Denkweisen in diesem so erfolgreich? Weshalb sind völkische Standpunkte der AfD derart anschlussfähig in dieser Gesellschaft? Wieso konnte ein rechtsterroristisches Netzwerk, wie der „Nationalsozialistische Untergrund“ jahrelang unaufhaltsam Menschen in Deutschland ermorden und welche Neonazistrukturen sind im Norden heute relevant? Was bedeutet autonome Antifa Politik und wie kann ich selbst aktiv werden?

Anmeldung und mehr Infos

Pinneberg: 30.01.2018: Nein zum Krieg! – Kein Licht für Kriegsverherrlichung!

Anlässlich des Jahrestages der Machtübertragung an die Hitler-Faschisten findet am 30. Januar um 18 Uhr eine Protestkundgebung vor dem Kriegerdenkmal in Pinneberg der Initiative »Mahnmal statt Kriegerdenkmal am Pinneberger Bahnhof« statt. Auch wir als Antifaschistische Initiative Kreis Pinneberg/Antifa Pinneberg rufen zur Teilnahme an der Protestkundgebung auf.

Der Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Pinneberg sagt zur Protestaktion „Wir wollen mit einem eigenen großen Transparent die Kriegsverherrlichung des Denkmals verhüllen und zur Beteiligung an weiteren Aktionen für eine mahnende Umgestaltung aufrufen“.

Die Initiative »Mahnmal statt Kriegerdenkmal am Pinneberger Bahnhof« fordert damit eine Ergänzung des Kriegerdenkmals, um es zu einem Mahnmal zu machen. Diese Ergänzung soll verhindern, dass das Denkmal je wieder – wie ursprünglich – Krieg verherrlicht und für militaristisches und nationalistisches Denken und Handeln in Anspruch genommen werden kann.
Das von den Nationalsozialisten eingeweihte Denkmal auf dem Bahnhofsvorplatz soll den Tod fürs Vaterland im ersten Weltkrieg verherrlichen. Vom ersten Tag an ist das steinerne Monument mit dem Schwert ein Symbol für den deutschen Militarismus. Am 20. April 1934, am Geburtstag von Adolf Hitler wurde der Grundstein gelegt und mit großen Brimborium am 1. Juli 1934 vom Bürgermeister Heinrich Backhaus (NSDAP Mitglied) Eingeweiht. Nach dem zweiten Weltkrieg steht das Schwertmonstrum für einen Militarismus der für zwei Weltkriege die Verantwortung trägt. Das Denkmal wurde nicht abgerissen, lediglich das Hakenkreuz wurde aus den Klauen des Adlers entfernt und durch ein eisernes Kreuz ersetzt; ansonsten ist das Denkmal unverändert und unkommentiert.
Von der Initiative wird auch die jetzt erfolgte Sanierung des Denkmals, so wie die neue Beleuchtung in Frage gestellt.

Kommt zur Kundgebung: Nein zum Krieg! – Kein Licht für Kriegsverherrlichung!

Dienstag, 30.01.2018 – 18 Uhr – Pinneberg – Bahnhof

Wir sagen: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Solidarität nach Thessaloniki!


Das angegriffene antifaschistische Projekt Libertatia

Schon seit Jahrzehnten (nach Zerfall von Jugoslawien) gibt es Streit um den Namen von Mazedonien, nationalistische Griechen möchten nicht, dass ihr Nachbarstaat seinen in der Verfassung verankerten Namen „Republik Mazedonien“ behält. Griechenland beansprucht den Namen für sich als Teil seines Geschichte und befürchtet Gebietsansprüche auf seine gleichnamige Provinz im Norden.Wegen des Namensstreits mit Griechenland wird Mazedonien u.a. bei der UNO mit dem Namen Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien (EJRM/FYROM) geführt.
Sammelten sich 1991 gegen die Gründung des Nachbarstaats nach Ende des Jugoslawienkriegs noch über eine Million Menschen auf den Straßen, werden die Teilnehmer*innen vom Aufmarsch am Sonntag (21.01.2018) auf 50-90.000 geschätzt. Darunter auch ein Block von etwa 200 organisierten Mitgliedern der faschistischen Partei Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte/ GoldenDawn), gegen die Partei läuft seit dem 28. September 2013 ein Verfahren mit dem Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Weitere Teilnehmer*innen der Großkundgebung waren konservative und christliche Gruppen, rechte Partein z.B. Parlamentarier der Partei Anexartiti Ellines (Unabhängige Griechen), Fußballfanclubs und Hooligans.

Antifaschistische Gruppen warnten Tage vorher eindringlich vor Angriffen auf Gegendemonstrant*innen und linke Projekte.
Als sich Mittags die Teilnehmer*innen auf dem Weg zur nationalistischen Großkundgebung befanden wurde das besetzte Projekt Sxoleio (Scholeia) angegriffen, wobei MAT-Einheiten (Riotpolizei) mitwirkten und die Angreifer schützten (Video). Der Angriff konnte erfolgreich von den Anwesenden abgwehrt werden und es gab keine gößeren Schäden. Ein weiteres antifaschistisches besetzes Projekt was angegriffen wurde war Libertatia, bei dem Angriff wurde das Haus angezündet. In sozialen Medien wird der Angriff dem nationalistischen Fanclub „Makedones“ (PAOK) und „Ideapolis“ zugeordnet. „Ideapolis“ ist das nördliche Gegenstück zu Pro Patria, einer faschistischen Gruppe die europaweit vernetzt ist. Auch mit der NPD/JN in Deutschland arbeitet die Gruppe zusammen, so möchten Verträter*innen von Pro Patria vom 11-12.Mai 2018 beim JN-Europakongress teilnehmen.

Das wovor antifaschistische Gruppen gewarnt hatten ist geschehen, im Zuge der nationalistischen Großkundgebung gehörte die Straße in Thessaloniki den Faschist*innen. Neben den zwei Projeten die angegriffen wurden, gab es auch einen Angriff auf eine antifaschistische Gegekundgebung am zentralen Platz Kamara und das Holocaust-Mahnmal in Thessaloniki wurde von Nazis beschmiert.

Heute wird zu einer Demo gegen den Naziterror um 18 Uhr aufgerufen!
Stellungnahme der Besetzung Libertatia

Heute, am Sonntag, dem 21.1.2018, um circa 13.30, kurz bevor die nationalistische Demonstration für den Namen Mazedonien anfing, haben faschistische Gruppen, welche an dieser Demo teilnahmen, eine Serie von Angriffen auf verschiedene Besetzungen in Thessaloniki begonnen. Nachdem sie das freie, soziales Zentrum und Besetzung „Scholio“ angriffen, wo sie mit Erfolg zurückgeschlagen werden konnten, griffen sie unsere Besetzung an und verursachten Schäden am Zaun und an der Fassade. Diese Schäden wurden von Mitgliedern unserer Gruppe sofort wieder repariert. Unsere Gruppe entschied sich danach, an der anti-nationalistischen Versammlung am Kamara teilzunehmen. Nach etwa zwei Stunden wurde unsere Besetzung von einer Gruppe von 60–70 Faschisten erneut angegriffen. Dieses Mal mit Molotowcocktails und Bengalen, wodurch das ganze Haus in Brand gesteckt wurde. Zu diesem Zeitpunkt befand sich niemand im Gebäude, wegen der Versammlung am Kamara. Während der ganzen Attacke auf die Besetzung waren Zivilpolizisten und ein Bus der Spezialeinheit MAT vor der Besetzung parkiert. Sie schützten den Angriff und zeigten keine weitere Reaktion. Die Reaktionen der Nachbarschaft müssen erwähnt werden. Die Leute standen auf den Balkonen und schrieen die Faschisten an. Diese schimpften Beleidigungen zurück und warfen auch auf die Nachbarn Bengalen. Als die Faschisten danach erneut die Besetzung „Scholio“ angriffen, legte die Poliziei dieselbe Parteilichkeit an den Tag: die Angreifer wurden beschützt und die GenossInnen des „Scholio“ wurden in ihrem Gebäude eingeschlossen.

Wir sollten uns nicht täuschen: Ohne der Mazedonien-Demo wären diese Angriffe der Faschisten nicht möglich gewesen, denn diese Demo war ein Schutzraum für die faschistischen Angriffe. Die Angreifer gingen zu dieser Demo und kamen von ihr wieder zurück.
Alle rechtsextremen und Neonazi-Gruppen riefen zu dieser Demo auf, aber niemand kümmerte dieses Faktum. Ihnen wurde dadurch soziale Legitimität und öffentlicher Raum geboten, um sich auszudrücken und zu handeln. Wir sind uns ganz genau bewußt, dass diese Dinge unter anderen Umständen nicht möglich gewesen wären, und deswegen muss jeder und jede darüber nachdenken, wie er sich gegen Faschismus stellen kann. Diese Aktionen paramilitärischer Gruppen funktionieren als Unterstützung der staatlichen Repression gegen alle Menschen, die kämpfen, und für etwas Besseres einstehen. Denken wir alle darüber nach, wer von der Brandstiftung an einem Gebäude mit einer mehr als hundertjährigen Geschichte profitiert, welches für mehrere Jahrzehnte leergestanden ist. Ein Gebäude, das wir als Anarchisten, libertäre Kommunisten und Revolutionäre entschieden, zu besetzen und zu renovieren, einerseits um den Bedarf an Wohnraum von Proletariern, Immigranten und Leuten, die von Staat und Kapital angegriffen werden zu decken, anderereits um einen freien Raum radikaler politischer Auseinandersetzungen von Individuen zu schaffen und eine neue, libertäre Kultur zu fördern. Es muss deutlich festgestellt werden, dass es sich um eine kriminelle Aktion handelt, die auch ein weit tragischeres Ergebnis zur Folge gehabt haben könnte, das heißt Tote.

Diese Angriffe werden uns auf keinen Fall aufhalten. Wir werden den Faschisten keinen solchen Gefallen tun, sondern weiterhin mit stählernem Bewusstsein und Trotz für eine Gesellschaft von Gleichheit und Freiheit und unsere Ideale kämpfen! Gegen Staat, Kapital und Faschismus!
Kein Angriff kann uns terrorisieren!

FASCHISTISCHE ANGRIFFE WERDEN NICHT OHNE ANTWORT BLEIBEN!
ERRICHTEN WIR BARRIKADEN GEGEN DIE FASCHISTISCHE BEDROHUNG!
FÜR DIE ANARCHIE UND DEN LIBERTÄREN KOMMUNISMUS!

Demo: 22.1., 18.00 Uhr, vor der Besetzung Libertatia.

Libertatia/Gruppe für den libertären Kommunismus

von https://barrikade.info/Stellungnahme-der-Besetzung-Libertatia-Thessaloniki-745

Solidarity with all antifa in Thessaloniki! – Statement and Call for a Demo by Libertatia

Today, Sunday, 21st of January, around 13:30 at noon and before the nationalist rally for Macedonia, partaking fascist groups began a series of attacks against squatted spaces. Since they were successfully driven away from the free social space ”School”, which they attacked first, they approached our squat causing damages at the front of the building and the fence. Those damages were restored immediately by members of our collective, which later went to the anti-nationalist demo in Kamara. Approximately two hours later, a group comprised by 60-70 fascists attacked our squat again using molotovs and flares which set the building on fire. At that time, there was nobody inside. During the attack, there were members of the state security present, which did not interfere and offered to cover the fascists, while a riot police van was parked nearby. The reaction of the neighbourhood was notable, since people came out shouting at the fascists who were swore back and threw flares at them. When the fascists attempted to re-approach ”School”, the police maintained the same stance toward them: they offered cover and isolated the comrades inside.

People must not be fooled: the attacks and the arson would not have been possible without the ”cover” of the rally for Macedonia. This is where they went to and where they returned from. All the far-right neonazi groups were calling for participation to the rally but since nobody cared for that fact, fascists were legitimized socially and given public space to express themselves and act. We are well aware that these would not be made possible under different circumstances, so each and everyone must reflect on their stance toward fascism. These actions by parastate groups enhance state repression against those who fight and resist for the betterment of this world. Let each and everyone consider who benefits from the arson of a building that has a history that goes back over 100 years and was derelict for decades. A building which we, as anarchists, libertarian communists and revolutionaries, decided to occupy and preserve, on one hand with the aim to cover the housing needs of proletarians, immigrants and people mistreated by the state and capitalism and on the other hand to create a space of radical political processes and promotion of a new libertarian culture. It must be made clear that these attacks constitute criminal acts which could have brought a tragic outcome, had there been any victims.

These attacks won’t terminate our struggle against state, capital and fascism. No attack is going to terrorize us and we will not do fascists any favours, but we will armor our conscience and keep on fighting with tenacity for our values, for a society of equality and freedom.

FASCIST ATTACKS WON’T REMAIN UNANSWERED LET’S RAISE WALLS AGAINST THE FASCIST THREAT FOR ANARCHY AND LIBERTATIAN COMMUNISM

DEMO ON MONDAY 22/1 AT 18:00 AT THE SQUAT

Libertatia Collective for Libertarian Communism, January 21, 2018

from https://enoughisenough14.org/2018/01/21/thessaloniki-statement-and-call-for-a-demo-by-libertatia-collective-after-todays-fascist-attack/

ΑΝΑΚΟΙΝΩΣΗ ΤΗΣ ΚΑΤΑΛΗΨΗΣ LIBERTATIA ΣΧΕΤΙΚΑ ΜΕ ΤΟΝ ΣΗΜΕΡΙΝΟ ΕΜΠΡΗΣΜΟ

Σήμερα, Κυριακή 21/1, γύρω στις 13.30 το μεσημέρι και λίγο πριν το εθνικιστικό συλλαλητήριο για τη Μακεδονία, φασιστικές ομάδες που συμμετείχαν σ’ αυτό ξεκίνησαν μια σειρά επιθέσεων σε κατειλημμένους χώρους. Αφού πρώτα επιτέθηκαν στον ελεύθερο κοινωνικό χώρο “Σχολείο” και απωθήθηκαν με επιτυχία, στη συνέχεια προσέγγισαν την κατάληψή μας, προκαλώντας ζημιές στην πρόσοψη και τον φράκτη. Οι ζημιές αυτές αποκαταστάθηκαν άμεσα από μέλη της συλλογικότητάς μας, τα οποία στη συνέχεια επέλεξαν να στηρίξουν την αντιεθνικιστική συγκέντρωση στην Καμάρα. Γύρω στις δυο ώρες αργότερα, ομάδα 60-70 φασιστών επιτέθηκε στην κατάληψή μας με μολότοφ και φωτοβολίδες, προκαλώντας τον εμπρησμό της. Εκείνη την ώρα δεν υπήρχε κόσμος στο κτίριο, καθώς βρισκόταν στην συγκέντρωση της Καμάρας. Καθόλη τη διάρκεια της επίθεσης έξω από την κατάληψη βρίσκονταν τόσο ασφαλίτες όσο και κλούβα των ΜΑΤ σταθμευμένη παραδίπλα, οι οποίοι και κάλυπταν την επίθεση χωρίς να παρέμβουν. Η αντίδραση της γειτονιάς πρέπει να αναφερθεί, καθώς κόσμος βγήκε στα μπαλκόνια φωνάζοντας προς τους φασίστες, οι οποίοι απάντησαν σε βρισιές και ρίψη φωτοβολίδων. Όταν οι φασίστες προσπάθησαν να προσεγγίσουν ξανά το Σχολείο, η αστυνομία κράτησε την ίδια στάση, καλύπτοντας τους φασίστες και αποκλείοντας τους συντρόφους μέσα στο κτίριο.

Ας μην ξεγελιέται ο κόσμος: οι επιθέσεις αυτές και ο εμπρησμός του κτιρίου δεν θα μπορούσαν να γίνουν χωρίς την “κάλυψη” του συλλαλητηρίου για τη Μακεδονία. Εκεί πήγαιναν και από εκεί γυρνούσαν. Όλες οι ακροδεξιές και νεοναζιστικές ομάδες καλούσαν εκεί, αλλά κανείς δεν νοιάστηκε για το γεγονός αυτό, προσφέροντάς τους κοινωνική νομιμοποίηση και δημόσιο χώρο για να εκφραστούν και να δράσουν. Γνωρίζουμε πολύ καλά ότι όλα αυτά δεν θα μπορούσαν να γίνουν υπό άλλες συνθήκες και γι’ αυτό ας αναλογιστεί ο καθένας τη στάση του απέναντι στο φασισμό. Αυτές οι ενέργειες από τέτοιες παρακρατικές ομάδες λειτουργούν ως συμπλήρωμα της κρατικής καταστολής απέναντι σ’όσους αγωνίζονται και αντιστέκονται για κάτι καλύτερο. Ας αναλογιστεί ο καθένας ποιους ωφελεί ο εμπρησμός ενός κτιρίου με πάνω από έναν αιώνα ιστορίας, το οποίο και βρισκόταν σε καθεστώς εγκατάλειψης για δεκαετίες. Ενός κτιρίου που εμείς ως αναρχικοί, ελευθεριακοί κομμουνιστές και επαναστάτες αποφασίσαμε να καταλάβουμε και να συντηρήσουμε, αφενός για να καλυφθούν στεγαστικές ανάγκες προλετάριων, μεταναστών και ανθρώπων που βάλλονται από το κράτος και τον καπιταλισμό και αφετέρου για να δημιουργηθεί ένας χώρος ριζοσπαστικής πολιτικής ζύμωσης ατόμων και προώθησης μιας νέας ελευθεριακής κουλτούρας. Πρέπει να γίνει ξεκάθαρο ότι πρόκειται για μια εγκληματική ενέργεια, που θα μπορούσε να έχει και τραγικό απολογισμό, δηλαδή νεκρούς.

Οι επιθέσεις αυτές δεν πρόκειται να μας σταματήσουν στον αγώνα ενάντια σε κράτος, κεφάλαιο και φασισμό. Καμία επίθεση δεν πρόκειται να μας τρομοκρατήσει ούτε και πρόκειται να κάνουμε το χατίρι σε κανένα φασίστα, αλλά με ατσαλωμένη τη συνείδησή μας και με πείσμα για μια κοινωνία ισότητας και ελευθερίας, θα συνεχίσουμε να μαχόμαστε για τα ιδανικά μας.

ΟΙ ΦΑΣΙΣΤΙΚΕΣ ΕΠΙΘΕΣΕΙΣ ΔΕΝ ΘΑ ΜΕΙΝΟΥΝ ΑΝΑΠΑΝΤΗΤΕΣ
ΝΑ ΥΨΩΣΟΥΜΕ ΑΝΑΧΩΜΑΤΑ ΣΤΗ ΦΑΣΙΣΤΙΚΗ ΑΠΕΙΛΗ
ΓΙΑ ΤΗΝ ΑΝΑΡΧΙΑ ΚΑΙ ΤΟΝ ΕΛΕΥΘΕΡΙΑΚΟ ΚΟΜΜΟΥΝΙΣΜΟ

ΠΟΡΕΙΑ ΔΕΥΤΕΡΑ 22/1 ΣΤΙΣ 18.00 ΕΞΩ ΑΠΟ ΤΗΝ ΚΑΤΑΛΗΨΗ

Libertatia, συλλογικότητα για τον ελευθεριακό κομμουνισμό

Hafenstraße’96 – Gedenken & Anklagen

Aufruf zur Demo Gedenken und Anklagen am 20.01. 2018 in Lübeck, über Hamburg gibt es eine Gemeinsame Anreise.

In der Nacht zum 18. Januar 1996 starben zehn Menschen. 38 wurden teils schwer verletzt und überlebten nur durch Glück. Es war kein Zufall, dass es diese Menschen traf. Sie kamen aus Zaire, Togo, Angola und dem Libanon und es waren Neonazis, die in jenem Haus ein Feuer entfachten, das Geflüchteten eine Unterkunft bot.

Heute, 22 Jahre später, sind die Täter noch immer nicht verurteilt. Dieser Brandanschlag, eingebettet in ein Klima, in dem die Angst vor „zu vielen“ Geflüchteten geschürt wurde, gilt heute bundesweit als Symbol für rassistische Gewalt. Doch der Brand in der Hafenstraße reiht sich ein in eine lange Liste von Gewalttaten: Seit den frühen 90er Jahren brannten in Stuttgart, Hoyerswerder, Schwerin, Rostock, Greifswald, Cottbus, Wismar, Boizenburg, Anklam, Hamburg, Aschaffenburg, Garbsen, Zielitz, Immenhausen, Duisburg, München, Mölln, Grimmen und Ludwigshafen Asylunterkünfte. Diese Liste lässt sich fortführen und sie endet nicht mit dem Jahr 2000. So wurden vor knapp einem Jahr Lübecker Neonazis verurteilt, weil sie hier eine Geflüchtetenunterkunft angegriffen haben.

Noch immer schüren und nutzen politische Kräfte diese Angst und ziehen daraus ihren Erfolg. Die AfD, eine offen rassistische, antisemitische und sexistische Partei sitzt in den Parlamenten, die sog. „Identitäre Bewegung“ zeigt sich öffentlich völkisch und gewalttätig. Stammtischparolen, die sie vor wenigen Jahren nur im engsten Kreis geäußert haben, sind salonfähig geworden. International sieht es nicht anders aus: Trump hat seine Anhänger*innen im Ku-Klux-Klan wie in der „Mitte“ der amerikanischen Gesellschaft. Erdogan macht in der Türkei Jagd auf Kurd*innen. Nationalistische Organisationen gewinnen an Aufschwung.

Der Hass, den sie verbreiten, tötet auch heute Menschen. Vergangenes Jahr dokumentierte die „Chronik flüchtlingsfeindlicher Anschläge“ 3.729 rassistische Gewalttaten. Rassismus ist seit langem Alltag in Deutschland. Doch auch nach 22 Jahren nehmen wir das nicht hin! Gemeinsam gehen wir gegen Rassismus auf die Straße, kämpfen laut und bunt für einen politischen Richtungswechsel und gedenken den Betroffenen des Brandanschlags in der Hafenstraße, sowie allen Betroffenen rechter Gewalt!

Mit dieser Demonstration zeigen wir:

In Lübeck gibt es keinen Platz für Rassismus und rechte Hetze!
Wir bleiben solidarisch mit allen Geflüchteten und heißen sie willkommen!
Wir fordern das bedingungslose Recht auf Asyl, sichere Fluchtwege und menschenwürdige Unterbringung von Geflüchteten!
Es ist der Rassismus, der getötet hat und heute noch tötet!

Am 20. Januar 2018 machen wir uns stark für eine antirassistische und weltoffene Gesellschaft!

Gemeinsame Anreise über Hamburg zur Hafenstrasse96 – Gedenken und Anklagen – Demo. Um 11.45 am Reisezentrum / Hamburg-HBF – kommt mit!

05.01.2018: Rote Abend – Oury Jalloh: Kein Vergeben, kein Vergessen!

Am 7. Januar 2005 verbrennt Oury Jalloh, an Händen und Füßen gefesselt, in einer Polizeizelle in Dessau-Roßlau. Nach zwölf Jahren wird das Verfahren in dem Fall eingestellt, obwohl selbst die Staatsanwaltschaft gegen namentlich bekannte Polizisten ermittelte. Doch offenbar haben die staatlichen Stellen kein Interesse an einer Aufklärung des Todes und es muss davon ausgegangen werden, dass hier ein rassistisch motivierter Mord vertuscht wird. Aufgrund der eindeutigen Beweislage erstattete am 7.12.2017 die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ Anzeige wegen Mordes bei der Generalbundesanwaltschaft.

Mit Filmbeiträgen aus den letzten Jahren und einem kurzen Input zur aktuellen Entwicklung, wollen wir die Geschehnisse einordnen. Da von deutschen Behörden ohne politischen Druck keine Aufklärung zu erwarten ist, halten wir es für umso wichtiger am 07. Januar 2018 zur Gedenkdemonstration an Oury Jalloh nach Dessau zu fahren. Daher wird es auch Infos zur Demo und der Anreise geben. Der Rote Abend

Freitag – 05. Januar 2018 – ab 19 Uhr geöffnet, 20 Uhr Beginn – Rote Flora – Achidi-John-Platz 1

Das neue Antifa Infoblatt (AIB) Nr. 117 ist da

Ti­tel­the­ma der 117. Aus­ga­be des An­ti­fa­schis­ti­schen In­f­o­blatts ist: ANGEKOMMEN! DIE EXTREME RECHTE IST IM BUNDESTAG. Wei­te­re The­men sind unter an­de­rem: Das NS-Hardcore Imperium, Schweiz: Messerangriff durch Unterstützer der „Hammerskins“, Überwachen, Kriminalisieren, Abschrecken – Staatlicher Umgang mit den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg 2017, Rechte reden lassen? – Nein,nein (!), das ist keine Frage der Meinungsfreiheit, V-Leute setzten sich für „Satansmörder“ Möbus in den USA ein, Faschisten von heute? – Interview mit Volker Weiß.

Erhältlich wie immer in den Läden eures Vertrauens ( Infoladen Schwarzmarkt, Schanzenbuchhandlung ) oder direkt beim AIB