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Kundgebung in Elmshorn zur Urteilsverk├╝ndung im NSU-Prozess

Am Mittwoch, dem 11. Juli 2018, ist nach f├╝nf Jahren das Urteil im ersten NSU-Verfahren vor dem Oberlandesgericht M├╝nchen gesprochen worden.
Wir sind entsetzt und w├╝tend ├╝ber das Urteil! Das Gericht stellt den NSU weiter als isoliertes Trio dar, spricht die Ermittlungsbeh├Ârden frei, die Verstrickungen des Verfassungsschutz und die strukturellen rassistischen Ermittlungen zu Lasten der Angeh├Ârigen der Opfer erw├Ąhnt es erst gar nicht.
Dieses Urteil ist ein weiterer Schlag ins Gesicht f├╝r die Angeh├Ârigen und ├ťberlebenden des NSU-Terrors!
Auch weil die Angeklagten Eminger und Wohlleben deutlich niedrigere Strafen erhalten, als von der Bundesanwaltschaft gefordert wurden. Es ist ein fatales Signal an die militante Nazi-Szene, es macht deutlich das ihnen nichts geschehen wird. Unterst├╝tzer-Netzwerke von Nazi-Terror wird es weiter beleben.

Wir haben uns der bundesweiten Kampange >> 5 Jahre NSU-Prozess Kein Schlussstrich< < angeschlossen und haben in Elmshorn eine Kundgebung gemacht. Zum Gedenken an die Ermordeten und in Solidarit├Ąt mit den Betroffenen, mit der forderung den NSU-Komplex endlich aufzukl├Ąren. ├ťber 30 Teilnehmer beteiligten sich an der Kundgebung auf dem Holstenplatz von 18 bis 19 Uhr. Provokationen am Rande von Nazis durch Hiltlergru├č und P├Âbeleien gegen die Kundgebung konnte von Antifaschisten gestoppt werden. In drei verschiedenen Redebeitr├Ągen wurde an die Opfern des NSU, an Enver ┼×im┼ček, Abdurrahim ├ľz├╝do─čru, S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝, Habil K─▒l─▒├ž, Mehmet Turgut, ─░smail Ya┼čar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kuba┼č─▒k, Halit Yozgat und Mich├Ęle Kiesewetter gedacht, es wurde nochmal auf die Verbindung von Staat und Nazis und auf die regionalen Verbindungen des NSU-Netzwerks hingewiesen. Weiter wurde die Kundgebung dazu genutzt zur Demo am Samstag in Hamburg aufzurufen.

Niemand wird vergessen! Hi├ž unutmad─▒k!

Hier unser Redebeitrag:

NSU-Komplex – Wir fordern Aufkl├Ąrung!
ÔÇĘAm 6. Mai 2013 begann vor dem Oberlandesgericht M├╝nchen der Prozess gegen Beate Zsch├Ąpe, Andr├ę Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Schultze.
Der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) ver├╝bte von 1999 bis 2010, soweit bisher bekannt, zehn Morde und drei Sprengstoffanschl├Ąge.
Heute am 11.07.2018 ist der Prozess nach 438 Verhandlungstagen zu Ende gegangen.
Unabh├Ąngig von den heute gesprochenen Urteilen: F├╝r uns bleiben mehr Fragen als Antworten!┬áÔÇĘÔÇĘEs ist beim Prozess klar geworden das auch nach dem Urteil kein Schlussstrich unter den NSU-Komplex gezogen werden kann und auch nicht darf!
Gerade die antifaschistische Recherche von vielen Aktivist*innen aus unterschiedlichen Zusammenh├Ąngen, und die Nebenklage sind noch mitten in der Arbeit und noch lange nicht an ihrem Ende.

Wir fordern Antworten:

  • Wer ist f├╝r die Mordserie und die Anschl├Ąge verantwortlich?
  • Wer ist das Unterst├╝tzerkommando im NSU?
  • Wie und vom wem wurden die Mordopfer und Anschlagsziele ausgew├Ąhlt?
  • Was wusste der Verfassungsschutz exakt?
  • ÔÇĘÔÇĘSchon im Vorfeld des Prozesses in M├╝nchen wurde klar dass das Gericht nicht der gesellschaftlichen Bedeutung und der politischen Dimension solch eines Verfahrens gewachsen ist!
    Das Gericht und somit der Staat h├Ątten zeigen k├Ânnen, das ein Rechtsstaat auch bei eigener Beteiligung in der Lage ist entschlossen und umfassend aufzukl├Ąren.ÔÇĘÔÇĘDer NSU beschr├Ąnkt sich nicht nur auf das Trio B├Âhnhardt, Mundlos und Zsch├Ąpe.
    Ignoriert von der Bundesanwaltschaft wird das Netzwerk des ÔÇ×Nationalsozialistischen UntergrundÔÇť.
    Der NSU war keine isolierte Zelle von nur drei Personen, der NSU war auch mehr als die f├╝nf AngeklagtenÔÇĘvor dem Oberlandesgericht in M├╝nchen.
    Wer waren die lokalen Unterst├╝tzer_innen?ÔÇĘÔÇĘOhne Hilfe┬áaus der militanten Nazi-Struktur w├Ąre der NSU nicht m├Âglich gewesen.ÔÇĘÔÇĘHilfe von Kameradschaften – wie dem Th├╝ringer Heimatschutz – der vom Verfassungsschutz-Mann Tino Brandt aufgebaut wurde.
    Vom internationalen Nazi-Netzwerk ÔÇ×Blood and HonourÔÇť, welches bis zum Verbot und dar├╝ber hinaus durchsetzt von V-Leuten war.
    Beim Prozess stellte sich heraus das im NSU-Netzwerk ├╝ber 30 V-Personen aktiv waren, die nicht willens waren offene Fragen vor Gericht und den parlamentarischen Untersuchungsaussch├╝ssenÔÇĘaufzukl├Ąren. Auch hier wurden Unterst├╝tzer*innen einer aktiv-mordenden Nazibande von Beh├Ârden vor Strafverfolgung gesch├╝tzt!
    An Zynismus kaum zu ├╝berbieten, der Verfassungsschutz wurde gest├Ąrkt, anstatt den Haufen komplett auseinander zu nehmen und aufzukl├Ąren! Es ist V-Leuten explizit m├Âglich Straftaten zu begehen!ÔÇĘÔÇĘAlle versprechen┬áeine ÔÇ×r├╝ckhaltlose Aufkl├ĄrungÔÇť ÔÇô diese wurde von niemandenÔÇĘeingehalten!
    Es wird wohl weiter an antifaschistischen Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen liegen, den NSU-Komplex komplett aufzukl├Ąren. – Wir werden nicht lockerlassen!ÔÇĘ
    ÔÇĘAuch in den Kreis Pinneberg gibt es personelle und ideelle Verbindungen zum NSU-Netzwerk.ÔÇĘÔÇĘSchon seit den 70er Jahren gibt es eine uns bekannte Naziszene im Kreis Pinneberg.
    Von Wehrsport├╝bungen ├╝ber den Sitz der Bundesgesch├Ąftsstelle der 1995 verbotenen FAP.
    Weiter mit Ende der 90er bis Mitte 2000 eine sehr aktive und militante Kameradschafts-Szene mit bundesweiter Vernetzung und internationalen Kontakten.
    Bis zur NPD und ihren heutigen geistigen Erben von Identit├Ąrer Bewegung und AfD.

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    ÔÇĘAm 27. Juni 2001 wurde nicht weit von hier, in Hamburg-BahrenfeldÔÇĘS├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝ vom NSU ermordet.ÔÇĘÔÇĘZu dieser Zeit war der Kreis Pinneberg ein Schwerpunkt der militanten Naziszene mit starken personellen ├ťberschneidungen nach Hamburg zum ÔÇ×Aktionsb├╝ro NorddeutschlandÔÇť um Torben Klebe, Tobias Thiessen, Thomas Wulff, Christian Worch und Thorsten de Vries und guten Kontakten dar├╝ber hinaus.
    Wie gut die Szene vernetzt war zeigt auch ein Leserbrief von 2001 an die ÔÇ×Hilfsorganisation Nationaler ÔÇĘGefangenerÔÇť, wo sich ÔÇ×Nationale Sozialisten aus PinnebergÔÇť bei ihren Unterst├╝tzer*innen bedankten.
    So gingen Gr├╝├če und Dank u.a. an Nazis in Hannover, L├╝beck, Kiel, Segeberg, Neum├╝nster, Hamburg, ÔÇ×die 28er Jungs aus Niedersachsen und der NordmarkÔÇť, womit das ÔÇ×Blood and HonourÔÇť-Netzwerk gemeint ist. Der terroristische Arm der Nationalsozialistischen Bewegung.ÔÇĘÔÇĘMehrere Naziaufm├Ąrsche wurden u.a. in Elmshorn von lokalen Nazis und von Nazikadern aus Hamburg angemeldet, u.a. von Benjamin Skourup und Christian Worch.
    Auch Konzerte von internationalen Nazibands fanden ihren Raum im Kreis Pinneberg. So z.B. 2001 als in B├Ânningstedt, eine US-amerikanische Nazi-Band aufgetreten ist.
    Aus der seit Ende der 90er Jahre immer aktiver auftretenden Naziszene mit gleich zwei Kameradschafts-Gruppen kam es zu zahlreichen ├ťbergriffen und Anschl├Ągen im Kreis. Gewerkschafter wurden mit dem Tod bedroht.
    Die bekennenden Antifaschistin und ehemaligen B├╝rgermeisterin von Elmshorn Brigitte Fronzek wurde von Nazis angegriffen.
    Rechte Jugendliche ver├╝bten einen Brandanschlag auf die Moschee in Uetersen.
    Es gab einen versuchten Messerangriff auf den damaligen Vorsitzenden der IG-Metall-Elmshorn, durch Christoph Otto.
    Otto wurde im Jahr 2018 nach jahrelanger Abstinenz von ├Âffentlichen rechten Veranstaltungen am Hamburger Dammtor gesichtet. Dort beteiligte er sich an den Protesten des sogenannten B├╝ndnis ÔÇ×Merkel muss wegÔÇť.
    Im Sommer 2001 steigerten sich die Bedrohungen und ├ťbergriffe nochmals. Es gabÔÇĘFarbanschl├Ąge auf das Verlagshaus A. Beig┬á in Pinneberg und die Elmshorner Nachrichten.
    Antifaschist*innen aus Elmshorn und Uetersen befanden sich vermehrt in k├Ârperlichen Auseinandersetzungen mit Nazis aus dem Kreis und Hamburg, da diese gezielt angegriffen wurden.
    ÔÇĘParolen wie┬á ÔÇ×Trotz Verbot nicht TotÔÇť was sich auf das verbotene ÔÇ×BloodÔÇĘand HonourÔÇť-Netzwerk bezog und ÔÇ×Befreite Zone C 18 PIÔÇť ( der bewaffnete Arm von ÔÇ×Blood and HonourÔÇť ) und ÔÇ×Jetzt gibt es ToteÔÇť wurden vermehrt im Kreis Pinneberg gespr├╝ht.

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    Als am 26. Januar 1998 in Jena Zsch├Ąpe, Mundlos und B├ÂhnhardtÔÇĘuntertauchten wurde u.a. eine Namens-Liste gefunden mit mehr als 35ÔÇĘKontakten zu Neonazis und mehreren Fluchthelfern.
    Auf dieser Liste befindet sich ein Kontakt nach Quickborn im Kreis Pinneberg.
    Am 66. Verhandlungstag beim NSU- Prozess in M├╝nchen war dieÔÇĘNSU-Unterst├╝tzerin Janine Steinhoff aus Rellingen vorgeladen.
    Bei ihrer Aussage ging es um den Erwerb einer Prepaid-Telefonkarte, am 2.Juli 2003ÔÇĘin Zwickau f├╝r Beate Zsch├Ąpe. Hierf├╝r soll sie 50 Euro erhalten haben.
    Mit dieser Karte mietete der NSU sp├Ąter Wohnmobile an.
    Von der Nebenklage befragt zu Verbindungen in die rechte Szene in der Vergangenheit oderÔÇĘheute, wurden solche Verbindungen verneint.
    Direkte Fragen, ob sie die Neonazis Jan Steinh├Âffel, Alexander Schlichting, Markus Naujock oder Marko H├Ânke kenne, verneinte sie ebenfalls.
    Auch ihr Mann Sascha habe keinen Kontakt zur rechten Szene, sagte Janine.
    Bei erneuter Nachfrage r├Ąumte sie ein, dass sie Jan Steinh├Âffel kenne. Von Verbindungen zur rechten Szene wisse sie aber nichts.
    Die o.g. Personen zu denen sie befragt wurde waren alle beteiligt am Verfahren gegen die bewaffnete Gruppe ÔÇ×Combat 18 -PinnebergÔÇť, um Klemens Otto.
    In der regionalen Presse konnte Klemens Otto sich 2016 als ehemaliger Neonazi darstellen, der nur zwischen 2001-2003 in der rechten Szene aktiv war.
    Wir wissen und die Presse kann, wenn sie es denn m├Âchte, in ihren eigenen Archiven nachschlagen. Klemens Otto war schon 1997 bei einem rassistischen Angriff am Pinneberger Bahnhof beteiligt, wo es nur mit Gl├╝ck keinen Toten gab!ÔÇĘ

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    Dass Nazis morden ist bekannt und dass Rassismus t├Âdlich ist auch!
    Auch wir als Antifaschist_innen und als offene Gesellschaft haben versagt!
    Wir h├Ątten sch├Ân viel fr├╝her wissen k├Ânnen welche M├Ârder-Bande im Land unterwegs ist. H├Ątten wir nur den Betroffen von rechten Terror zu geh├Ârt! Sie haben schon lange gesagt, dass es nur Nazis sein k├Ânnen!
    Der NSU muss in eine Politik des rechten Terrors eingeordnet werden, die keine Geschichte, sondern Gegenwart ist. Wie auf erschreckende Weise der Sprengstoffanschlag in Hamburg letztes Jahr auf dem Bahnhof Veddel gezeigt hat.
    Die Gesellschaft muss sich insgesamt mit dem vorhandenen Rassismus auseinandersetzen. Denn es war ein Klima rassistischer, menschenverachtender Hetze in dem der NSU entstehen konnte.
    Die Ermittlungen zum Bundeswehrsoldaten Franco A., zur ÔÇ×Terrorgruppe FreitalÔÇť oder die als Amoklauf verschleierten rassistischen Morde in M├╝nchen 2016, die rassistische Hetze der AfD und das menschenverachtende Handeln von Seehofer und anderen Beteiligten in der Regierung zeigen die erschreckenden Parallelen zur heutigen Zeit.ÔÇĘÔÇĘ┬á

    Wir fordern:ÔÇĘÔÇĘ

  • Vollst├Ąndige Aufkl├Ąrung ├╝ber das NSU-Netzwerk sowie seine staatliche Verstrickung und Beteiligung!
  • ÔÇĘÔÇĘInstitutionalisierten Rassismus entgegentreten und beseitigen!
  • Die AfD und ihr v├Âlkisches Umfeld als N├Ąhrboden f├╝r rechte Gewalt entschlossen bek├Ąmpfen!
  • Kommt am Samstag zur Demo nach Hamburg zum Hansaplatz um 14 UhrÔÇĘÔÇĘ

    Kein Schlussstrich – Das Problem ist Rassismus!

    Unsere absolute Solidarit├Ąt mit den Opfern des NSU und deren Angeh├Ârigen – Entsch├ĄdigungÔÇĘund Entschuldigung – sofort!

    Enver ┼×im┼ček, Abdurrahim ├ľz├╝do─čru, S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝, Habil K─▒l─▒├ž, Mehmet Turgut, ─░smail Ya┼čar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kuba┼č─▒k, Halit Yozgat, Mich├Ęle Kiesewetter

    Wir sind bei euch!

    Antifaschistische Initiative Kreis Pinneberg / Elmshorn 2018

    Pressemitteilung von NSU-Watch zum Urteil und die Presseerkl├Ąrung der Nebenklagevertreter*innen zum Ende des NSU-Prozess. Infos und Forderungen von der Initiative f├╝r die Aufkl├Ąrung des Mordes an S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝


    Dieses Bild wurde nach der Gedenkveranstaltung am 27. Juni 2018 an S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝ in der Sch├╝tzenstra├če

    Kreis Pinneberg / Elmshorn: Kundgebung am Tag der Urteilsverk├╝ndung im NSU-Prozess

    KEIN SCHLUSSSTRICH UNTER DEN NSU-KOMPLEX – WIR FORDERN AUFKL├äRUNG

    Kundgebung am 11.07.2018 – 18 Uhr – Holstenplatz -Elmshorn

    In Gedenken an:
    Enver ┼×im┼ček, Abdurrahim ├ľz├╝do─čru, S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝, Habil K─▒l─▒├ž, Mehmet Turgut, ─░smail Ya┼čar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kuba┼č─▒k, Halit Yozgat, Mich├Ęle Kiesewetter

    Am 6. Mai 2013 begann vor dem Oberlandesgericht M├╝nchen der Prozess gegen Beate Zsch├Ąpe, Andr├ę Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Sch.
    Dieser wird vermudlich Anfang Juli 2018 f├╝r die Beh├Ârden zu Ende sein.

    Wir haben weiterhin Fragen und auf diese wollen wir Antworten erhalten!

    Am tag der Urteilsverk├╝ndung wollen wir mit euch auf die Stra├čegehen. Denn f├╝r uns bedeutet das Ende des Prozesses nicht das Ende der Auseinandersetzung mit dem NSU und der Gesellschaft, die ihn m├Âglich machte!

  • Kein Schlussstrich – NSU-Komplex aufkl├Ąren und aufl├Âsen!
  • Dem aktuellen rassistischen Terror gegen Fl├╝chtlinge und Migant*innen entgegentreten!
  • Rassismus in Beh├Ârden und Gesellschaft bek├Ąmpfen!
  • Kommt auf die Stra├če – Solidarisch gegen Faschismus & Rassismus!

    11.07.2018 – 18 Uhr – Holstenplatz -Elmshorn

    B├╝ndnis gegen Rechts Kreis Pinneberg

    Mehr Infos: NSU-Watch, NSU-Prozess, Ini f├╝r die Aufkl├Ąrung des Mordes an S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝

    5 Y─▒ll─▒k NSU Davas─▒
    ├ťst├╝ ├ľrt├╝lemeyecek!
    NSU Davas─▒ h├╝km├╝n├╝n bildirilmesiyle ilgili eylem ├ža─čr─▒s─▒ ÔÇô Elmshorn (Kreis Pinneberg)

    6 May─▒s 2013′ de M├╝nih Y├╝ksek Eyalet Mahkemesi‘ nde Beate Zsch├Ąpe, Andr├ę Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben ve Carsten Schultze‘ nin yarg─▒land─▒─č─▒ dava ba┼člad─▒. 2018 k─▒┼č─▒nda s├Âz konusu davan─▒n nihayete ermesi beklenmektedir. Mahkemenin h├╝km├╝ ne olursa olsun, bu dava bizler i├žinard─▒nda, cevaplananlardan daha fazla, yeni sorular b─▒rak─▒yor. Bu sebeple, dava h├╝km├╝n├╝ takiben hep birlikte sokaklara ├ž─▒k─▒yoruz. Zira NSU‘ nun raflarda yerini alm─▒┼č, sadece bir ba┼čka dava dosyas─▒olmas─▒na izin vermeyece─čiz.

    Seri ┼čekilde devam etmi┼čkatliamlar─▒n, suikastlerin, ve ter├Âr├╝n sorumlular─▒n─▒ bilmek istiyoruz.

    Federal Savc─▒l─▒─č─▒n ilgisini B├Âhnhardt, Mundlos ve Zsch├Ąpe ile onlar─▒nyak─▒n├ževresi ├žer├ževesindes─▒n─▒rland─▒rmas─▒ ÔÇ×Nasyonel Sosyalist Yeralti ├ľrg├╝t├╝ÔÇťn├╝n gizli yap─▒lanmas─▒ ve a─člar─▒n─▒umursamad─▒─č─▒na delalettir. NSU denilen ├Ârg├╝t, ne 3 ki┼čidenolu┼čmu┼čyal─▒t─▒lm─▒┼č bir h├╝cre, ne de Y├╝ksek Eyalet Mahkemesince yarg─▒lanan 5 ki┼čiden ibarettir. Davan─▒n m├╝dahillerinin cal─▒┼čmalar─▒ mahkemenin s├Âz konusu ├Ânkabul├╝n├╝ ├žoktan ├ž├╝r├╝tm├╝┼čt├╝r. ÔÇ×Blood&HonourÔÇť gibi militan nazi yap─▒lanmalar─▒, yerel fa┼čistgruplar veya Th├╝ringen Heimatschutz‘ dan muhbir Timo Brandt ve Ralf Wohlleben gibi ki┼čiler/yap─▒lanmalar olmasayd─▒, NSU‘ nun var olmas─▒ pek de m├╝mk├╝n olmazd─▒. Ne var ki s├Âz konusu yap─▒lanman─▒nayd─▒nlat─▒lmas─▒ dava boyunca kararl─▒l─▒kla engellendi. ├ľyle ki, savc─▒l─▒k├žak─▒sa ve s─▒n─▒rl─▒ tutulmu┼č iddaname ile, m├╝dahillerin dava dosyas─▒n─▒n t├╝m├╝ne ili┼čkin yeterince incelemede bulunmalar─▒na izin vermekten imtina edilmi┼č olmas─▒ s├Âz konusu engellemelerin a├ž─▒k bir g├Âstergesidir.

    Bizler i├žin ├Ânemli olan, NSU sald─▒r─▒lar─▒nda hayat─▒n─▒ kaybetmi┼č olanlar, onlar─▒n yak─▒nlar─▒ ve hayatta kalanlar─▒n u─črad─▒klar─▒ t├╝m zararlar─▒n tazmini oldu─ču kadar; t├╝m bu tart─▒┼čmaya onlar─▒n durduklar─▒ noktadan bakmak ve onlar─▒n perspektiflerinin savunulmas─▒d─▒r da. Ger├žekten de, s├Âz konusu cinayetlerin ─▒rk├ž─▒ bir saikle yap─▒lm─▒┼č olabilece─čini hesaba katmak gerekti─čine y├Ânelik tespit, ├Âzellikle kurbanlar─▒n yak─▒n ├ževreleri taraf─▒ndan olaylar─▒n hemen arkas─▒ndan dile getirilmi┼č, ve yarg─▒lamada bu hususun dikkate al─▒nmas─▒ gerekti─či vurgulanm─▒┼čt─▒r. ├ľyle ki, bu noktadan hareketle, Kassel ve Dortmund‘ da ÔÇ×10. Kurban Olmayacak!ÔÇť parolas─▒yla sessiz y├╝r├╝y├╝┼čler d├╝zenlenmi┼č ve s├Âz konusu seri cinayetlerin ayd─▒nlat─▒lmas─▒ talep edilmi┼čtir. Bu s├╝re├žte, mevcut Antifa yap─▒lanmalar─▒ da ma─čdurlara ihtiyac─▒ duyulan deste─či verememi┼č; onlar─▒n sesini ciddiye alma ve bu sesi t├╝m toplumca fark─▒na var─▒l─▒r k─▒lma g├Ârevini ihmal etmi┼čtir. Halbuki cinayetlerin ─▒rk├ž─▒ motivasyonlar bar─▒nd─▒rd─▒─č─▒n─▒ hayk─▒rarak i┼čaret etmek ├Âzellikle antifa┼čist gruplar─▒n ├Âdevi idi.

    Bu arada, savc─▒l─▒─č─▒n soru┼čturmas─▒ ise bilhassa kurbanlar─▒n ve ma─čdurlar─▒n yak─▒n ├ževrelerine y├Ânelmi┼č olup, kurbanlar─▒n ard─▒nda b─▒rakt─▒klar─▒, resmi makamlarca tekrar ve tekrar hedef al─▒nmakta idi. Beri yandan, Alman toplumundan genel bir kat─▒l─▒m beklemeleri de imkans─▒zd─▒. Zira Almanya‘ daki ├žo─čunlu─čun temel inanc─▒na g├Âre g├Â├žmen arka plan─▒ olan bir kimsenin ta┼č─▒yabilece─či yegane s─▒fat ÔÇ×potansiyel su├žluÔÇť, ÔÇ×bir ┼čekilde tehlikeli kimseÔÇť olman─▒n ├Âtesine ge├žmez; bu kimselerin ma─čdur/makt├╝l/kurban olabilmeleri ise s├Âz konusu bile de─čildir. Hem ÔÇ×─îesk├í-CinayetleriÔÇť hem de K├Âln Keupstra├če suikastlerinde ortak olan tek konu ├Âld├╝r├╝len, yaralanan ve sald─▒r─▒ya u─črayanlar─▒n hepsinin g├Â├žmen kimlikleri sebebiyle ─▒rk├ž─▒ sald─▒r─▒lar─▒n hedefi olmalar─▒d─▒r; buna kar┼č─▒n bahsi ge├žen olaylara ili┼čkin y├╝r├╝t├╝len soru┼čturmalar tam da yukarda ifade edilen ┼čekilde ele al─▒nm─▒┼čt─▒r. Polis ve di─čer g├╝venlik g├╝├žlerinin ─▒rk├ž─▒ ├Ân yarg─▒lar─▒ ve kin duygusu, s├Âz konusu soru┼čturmalar─▒n izledikleri ak─▒l almaz yolun sebebidir. ├ľyle ki, bahse konu olaylara ili┼čkin haber kaynaklar─▒n─▒n yay─▒nlar─▒, polis raporlar─▒nda ge├žen ─▒rk├ž─▒ kli┼čelerin sorgulanmaks─▒z─▒n tekrar─▒ndan ibaretti. B├Âylelikle ma─čdurlara ili┼čkin yarat─▒lan ÔÇ×su├ža bula┼čm─▒┼čÔÇť , ÔÇ×mafyatikÔÇť ki┼čiler imaj─▒ sa─člamla┼čt─▒r─▒ld─▒ ve herhangi bir empati yapma gere─či duyulmad─▒. Unutmay─▒n; t├╝m bas─▒n─▒n bu s├╝re boyunca verdi─či haberlerin konusu ÔÇ×D├Âner CinayetleriÔÇť, ÔÇ×T├╝rklerin a├ž─▒─ča ├ž─▒kar─▒lmas─▒ g├╝├ž paralel evreniÔÇť veya ÔÇ×Anadolu‘ nun da─člar─▒ndan buraya operasyon ├žeken ├žetelerÔÇť gibi sa├žmal─▒klardan ibaretti.

    Konu┼čmam─▒z gereken konu ─▒rk├ž─▒l─▒kt─▒r. Irk├ž─▒l─▒k toplumsal bir sorundur. Kelimesi kelimesine s├Âylemek gerekirse, i├žinde ya┼čad─▒─č─▒m─▒z Almanya toplumunun ciddi bir ─▒rk├ž─▒l─▒k problemi var ve bu problem ┼čiddet i├žeriyor. Irk├ž─▒l─▒k denilince akla gelen tek ┼čey neonaziler; oysa bu do─čru bir ├Ânerme de─čil. Irk├ž─▒l─▒k her yerde; yeni sa─č denilenlerin i├žinde, AFD ambleminin ard─▒nda, Pegida ve benzeri toplanmalarda, resmi makamlar─▒n-devlet dairelerinin uygulamalar─▒nda, polislik mesle─činde, ve nihayet toplumsal kaynaklar─▒n ve kat─▒l─▒m─▒n da─č─▒t─▒m prensiplerinde. Irk├ž─▒l─▒k hem g├╝r├╝lt├╝l├╝ se├žim ├žal─▒┼čmalar─▒nda hem de ince ve elegant form├╝le edilmi┼č makalelerde. Irk├ž─▒l─▒k toplumun ├╝yelerince pompalan─▒yor: ├ž├╝nk├╝ i├žinde ya┼čad─▒─č─▒m─▒z bi├žimiyle organize edilmi┼č bir toplum hiyerar┼či, s├Âm├╝r├╝ ve ├Âtekile┼čtirme ├╝zerine kurulmu┼č olup, t├╝m bunlar─▒n me┼črula┼čt─▒r─▒lmas─▒n─▒ da zorunlu k─▒lar. Zira kaynaklar─▒n ve pozisyonlar─▒n adilce da─č─▒t─▒lmad─▒─č─▒ ve dolay─▒s─▒yla bunlar─▒ ele ge├žirme u─čruna amans─▒z m├╝cadelelerin var oldu─ču, ÔÇ×EfendilerinÔÇť h├╝kmetti─či bir toplumda, toplumsal birliktelik s├Âzde bir ortak k├╝lt├╝r arac─▒l─▒─č─▒yla sa─članamaz; buna mukabil ÔÇ×di─čerÔÇť k├╝lt├╝rlerin hedef al─▒nmas─▒ ve de─čersizle┼čtirilmesi ihtiyac─▒ ortaya ├ž─▒kar; ├ž├╝nk├╝ kendi kimli─činin sa─člamla┼čt─▒r─▒lmas─▒, ancak sahip oldu─ču t├╝m negatif unsurlar─▒n ÔÇ×di─čerlerininÔÇť ├╝zerine at─▒lmas─▒yla m├╝mk├╝n k─▒l─▒nacakt─▒r.

    Bizler, Anayasay─▒ Koruma Federal Dairesinin kald─▒r─▒lmas─▒n─▒ talep ediyoruz. T├╝m ya┼čananlar hakk─▒nda, Anayasay─▒ Koruma Federal Dairesine ├žok s─▒n─▒rl─▒ bilgi ula┼čt─▒─č─▒ palavras─▒n─▒n aksine her┼čey hakk─▒nda yeterinden fazla informasyonlar─▒ oldu─ču a├ž─▒kt─▒r. Daha NSU‘ nun kendi kendini de┼čifre etti─či ilk haftalarda, s├Âz konusu ger├žek a├ž─▒─ča ├ž─▒km─▒┼čt─▒r. Bu s├╝re i├žinde ─░├ži┼čleri ─░stihbarat Te┼čkilat─▒n─▒n imaj─▒ ve me┼čruiyeti – taa burjuva ├ževrelere de─čin – ciddi soru i┼čaretleri yaratm─▒┼č ve s├Âz konusu kurumun kald─▒r─▒lmas─▒na ili┼čkin toplumun farkl─▒ kesimlerince desteklenen bir talep ortaya ├ž─▒km─▒┼čt─▒r. Ne var ki bug├╝n gelinen noktada, s├Âz konusu kurum t├╝m bu kirli ili┼čkiler a─č─▒, karanl─▒k olaylar yuma─č─▒ndan hi├žbir yara almadan s─▒yr─▒lm─▒┼č olup, eskisine nazaran ├žok daha g├╝├žl├╝ bir konumdad─▒r. Bu s├╝re zarf─▒nda kendilerinin toplum nezdindeki itibar─▒n─▒ d├╝zeltmekle kalmad─▒lar, ├╝st├╝ne ├žok daha geni┼č yetkilerle donat─▒lm─▒┼č bir durumdalar. Bizler i├žin sona eren bir ┼čey yok, aksine cevap bekleyen sorular var: planl─▒ ve d├╝zenli olarak imha edilen, s├Âz konusu olaylara ili┼čkin evrak ve dosyalarla ilgili sorular; Halit Yozgat‘ ─▒n ├Âld├╝r├╝lmesi s─▒ras─▒nda olay─▒n ger├žekle┼čtirildi─či internetkafede bulunan ve s├Âz├╝m ona hi├žbir ┼čeyden haberi olmayan Anayasay─▒ Koruma Federal Dairesi eleman─▒ Andreas Temme‘ nin rol├╝ne ili┼čkin sorular; daha 1998′ de, yer alt─▒na ├žekilen B├Âhnhardt, Mundlos ve Zsch├Ąpe ‚ye ili┼čkin ├Ânemli bilgiler aktarm─▒┼č muhbir Piatto‘ya ili┼čkin sorular; yer alt─▒ ├Ârg├╝tlenmesi s├╝resince bu kimselerle kontak kurmu┼č olmas─▒ kuvvetle muhtemel muhbir Primus(Ralf Marschner) ile ilgili sorular; ve bunlar─▒n yan─▒nda sonu gelmezcesine ortaya ├ž─▒kan ve cevap bekleyen pek ├žok yeni soru. Sa─čc─▒ yap─▒lanmalara kar┼č─▒ m├╝cadelede Anayasay─▒ Koruma Federal Dairesi bundan b├Âyle bi‘zahmet bu ya da ┼ču sa─čc─▒ organizasyonu g├Âzlemlesin ┼čeklinde tekrarlayan ├ža─čr─▒lara kat─▒lm─▒yoruz,bunlar─▒n sa─čc─▒ yap─▒lanmalara kar┼č─▒ m├╝cadelede herhangi bir ger├žekli─či bulunmamaktad─▒r. Naziler, gizli servisin ekstra para yard─▒m─▒, ├Ârg├╝tsel in┼čaaya ili┼čkin yard─▒mlar─▒ ve lojistik destekleri olmaks─▒z─▒n da zaten yeterince tehlikeliler. T├╝m bu NSU s├╝recinden en az─▒ndan bu ders ├ž─▒kar─▒lmal─▒d─▒r.

    Bizler ─▒rk├ž─▒lar─▒n ucuz propagandalar─▒na ve ┼čiddetine kar┼č─▒ koymaya devam edece─čiz. NSU ne ilk ne de son nazi rer├Âr ├Ârg├╝t├╝d├╝r. Ge├žti─čimiz aylarda ÔÇ×Oldschool SocietyÔÇť veya ÔÇ×Gruppe FreitalÔÇť gibi pek ├žok yap─▒lanmaya y├Ânelik davalar y├╝r├╝t├╝ld├╝ ve y├╝r├╝t├╝l├╝yor. ├ľte yandan her ge├žen g├╝n sa─čc─▒ yap─▒lar─▒n silahland─▒klar─▒na ve pek ├žok yeni, ┼čiddete meyilli sa─čc─▒ organizasyonun filizlendi─čine ili┼čkin ard─▒ ard─▒na bildirimler geliyor. Ge├žti─čimiz birka├ž y─▒l i├žinde kundaklamalar─▒n ve ─▒rk├ž─▒ sald─▒r─▒lar─▒n say─▒lar─▒nda ciddi bir art─▒┼č ya┼čand─▒. Bu arada yan─▒ba┼č─▒n─▒zdaki pek sayg─▒de─čer Bay kendine internetten ÔÇ×G├Â├žmenkorkutucuÔÇť ad─▒yla sat─▒lan ate┼čli silahlar temin ederken, karar verici merciiler g├Â├žmen haklar─▒n─▒ yeni uyum yasalar─▒yla k─▒s─▒yor, yabanc─▒lar dairesi ve benzeri g├Â├žmenlere ili┼čkin devlet kurumlar─▒ insanlar─▒n g├Âz├╝n├╝ korkutmak i├žin ellerinden gelen ├žabay─▒ g├Âsteriyor, s─▒n─▒rd─▒┼č─▒ etme merkezlerinin say─▒lar─▒ her ge├žen g├╝n art─▒yor ve nihayet yeni dalga toplu s─▒n─▒rd─▒┼č─▒ edilmeler kap─▒da bekliyor.

    Ge├žen 5 y─▒l ard─▒nda hayal k─▒r─▒kl─▒klar─▒yla dolu bir sonu├ž b─▒rak─▒yor. Halen daha sa─čc─▒ ┼čiddet tehlikesiz g├Âsteriliyor,hafife al─▒n─▒yor; halen daha Anayasay─▒ Koruma Federal Dairesi koruyucu bir organm─▒┼čcas─▒na pazarlan─▒yor; halen daha Alman su├žla m├╝cadele birimlerinin ciddi bir ─▒rk├ž─▒l─▒k problemi bar─▒nd─▒rd─▒klar─▒na i┼čaret etmek gerekiyor ÔÇô ayn─▒, ma─čdurlar─▒n ├Âz ├Ârg├╝tl├╝kleriyle y─▒llardan beri yapt─▒klar─▒ gibi. NSU olgusuna ili┼čkin toplumun ├žo─čunlu─čunda olu┼čmu┼č bir fark─▒ndal─▒k, ├ž─▒kar─▒lm─▒┼č ciddi bir ders bulunmuyor. Ve zaman, tam da ┼čimdi bunu de─či┼čtirmenin zaman─▒d─▒r! ÔÇ×Keupstra├če HeryerdeÔÇť, ÔÇ×NSU TribunalÔÇť gibi insiyatifler ile NSU s├╝recinin ciddiyetle ele al─▒nmas─▒ ve de─čerlendirilmesi amac─▒yla bir araya gelmi┼č olan lokal ├Ârg├╝tlenmeler, bizlere tam olarak bu i┼čin nas─▒l yap─▒lmas─▒ gerekti─čini g├Âsteriyor, ├Ârnek oluyor.

    Schleswig-Holstein‘ da NSU i├žin bir mekan olmu┼čtu. Fehmarn kamp alan─▒ndaki kom┼čular─▒n─▒n iddialar─▒n─▒n aksine, Ostsee NSU i├žin yaln─▒zca bir tatil merkezi de─čildi. S├Âz konusu ter├Âristler, Schleswig-Holstein‘ da kendileri gibi d├╝┼č├╝nen ve ya┼čayan yerel neonazilerle kontak kurup yeni ba─člar olu┼čturdular. Dolay─▒s─▒yla Zsch├Ąpe‘ nin, ard─▒nda iz b─▒rakmamak ad─▒na kundaklam─▒┼č oldu─ču evin enkaz─▒nda bulunan harita ve bu harita ├╝zerinde i┼čaretlenmi┼č Kiel‘ deki potansiyel suikast hedefleri hakk─▒nda hayrete d├╝┼čmeye gerek yoktur.

    Mahkeme h├╝km├╝n├╝n a├ž─▒klanmas─▒n─▒ takiben sizlerle birlikte, hep beraber sokaklar─▒ doldurmak istiyoruz. ├ç├╝nk├╝ bizler i├žin davan─▒n sona ermesi, ne NSU ile ne de onun varl─▒─č─▒n─▒ m├╝mk├╝n k─▒lan bu toplumla hesapla┼čman─▒n sona erdi─či anlam─▒na gelmiyor:

    - ├ťst├╝ ├ľrt├╝lemeyecek! – NSU Karma┼čas─▒ ayd─▒nlat─▒ls─▒n ve feshedilsin!

    - Anayasay─▒ Koruma Federal Dairesi feshedilsin ÔÇô Muhbirlik kurumu ortadan kald─▒r─▒ls─▒n!

    - M├╝ltecilerin ve g├Â├žmenlerin maruz kald─▒klar─▒ g├╝ncel ─▒rk├ž─▒ ter├Âre hep beraber kar┼č─▒ koyal─▒m!

    - Kurumlarda ve toplumda ─▒rk├ž─▒l─▒k ile m├╝cadele!

    Akt├╝el bilgi adresi: NSU-Watch, NSU-Prozess, Ini f├╝r die Aufkl├Ąrung des Mordes an S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝

    Kreis Pinneberg / Elmshorn: Aufruf zur Kundgebung am Tag der Urteilsverk├╝ndung im NSU-Prozess

    KEIN SCHLUSSSTRICH

    In Gedenken an:
    Enver ┼×im┼ček, Abdurrahim ├ľz├╝do─čru, S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝, Habil K─▒l─▒├ž, Mehmet Turgut, ─░smail Ya┼čar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kuba┼č─▒k, Halit Yozgat, Mich├Ęle Kiesewetter

    Am 6. Mai 2013 begann vor dem Oberlandesgericht M├╝nchen der Prozess gegen Beate Zsch├Ąpe, Andr├ę Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Sch.
    Dieser wird vermudlich Anfang Juli 2018 f├╝r die Beh├Ârden zu Ende sein.

    Wir haben weiterhin Fragen und auf diese wollen wir Antworten erhalten!

    Am tag der Urteilsverk├╝ndung wollen wir mit euch auf die Stra├čegehen. Denn f├╝r uns bedeutet das Ende des Prozesses nicht das Ende der Auseinandersetzung mit dem NSU und der Gesellschaft, die ihn m├Âglich machte!

  • Kein Schlussstrich – NSU-Komplex aufkl├Ąren und aufl├Âsen!
  • Dem aktuellen rassistischen Terror gegen Fl├╝chtlinge und Migant*innen entgegentreten!
  • Rassismus in Beh├Ârden und Gesellschaft bek├Ąmpfen!
  • Kommt auf die Stra├če – Solidarisch gegen Faschismus & Rassismus!

    18 Uhr – Holstenplatz -Elmshorn

    B├╝ndnis gegen Rechts Kreis Pinneberg

    Hamburg-Veddel: Nazi und Totschl├Ąger f├╝r Explosion verantwortlich!

    In Hamburg und im Hamburger Umland gibt es eine lange Tradition von Nazi-Terror und rechter Gewalt. Im August 1980 ver├╝bten Mitglieder der terroristischen Nazigruppe ÔÇ×Deutsche AktionsgruppenÔÇť einen Brandanschlag auf eine Fl├╝chtlingsheim. Nguyß╗ůn Ngß╗Źc Ch├óu und ─Éß╗Ś Anh L├ón hatten keine Chance zu entkommen und starben an den Brandverletzungen. In Norderstedt wurde der 26-j├Ąhrige Tevfik G├╝rel am 22. Juni 1982 von Nazis erschlagen. Am 17.10. 1982 verstarb der Werder-Bremen-Fan Adrian Maleika nachdem er auf dem Weg zu einem Pokalspiel von rechten Mitgliedern des HSV-Fanclubs „Die L├Âwen“ angegriffen wurde. Am 24. Juli 1985 wurde Mehmet Kaymakc─▒ auf offener Stra├če von Neonazis in Langenhorn beim Kiwittsmoor erschlagen. Am 21.12.1985 wurde Ramazan Avci zusammen mit seinem Bruder und einem Freund am S-Bahnhof Landwehr angegriffen. Der Bruder und der Freund konnten gerade noch fliehen, Ramazan Avci wurde auf die Stra├če gehetzt wo ihn ein Auto erfasste und er anschlie├čend mit Fu├čtritten, Axtkn├╝ppeln und Basballschl├Ągern maltr├Ątiert wurde so das er am 24.12.1985 im Krankenhaus verstarb . Am 18. M├Ąrz 1992 wurde der Kapit├Ąn Gustav Schneeclaus am Buxtehuder Busbahnhof von Stefan Silar und Stephan Kronb├╝gel erschlagen. In der Nacht auf den 23. November 1992 wurden die 10-j├Ąhrige Yeliz Arslan, die 14-j├Ąhrige Ay┼če Yilmaz und die 51-j├Ąhrige Bahide Arslan bei einem Brandanschlag von Nazis in M├Âlln ermordet. Am 07.12.1993 wurde der 19-j├Ąhrige Kolong Jamba alias Bakary Singateh im Zug von Hamburg nach Buchholz erstochen. In der Nacht zum 18. Januar 1996 starben zehn Menschen, 70 Kilometer von Hamburg durch einen Brandanschlag auf ein Haus in der Hafenstra├če in L├╝beck – Bis heute sind die T├Ąter noch immer nicht verurteilt. Am 27. Juni 2001 wird S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝ vom NSU-Netzwerk in der Sch├╝tzenstra├če ermordet.

    Hamburg und das Umland ist aber nicht nur immer wieder Tatort sondern auch Ideengeber f├╝r die Bundesweite Nazi-Szene.

    So entwickelte Michael K├╝hnen in Hamburg das neue Auftreten von militanten Neonazis in Deutschland und konnte mit der 1977 gegr├╝ndeten „Aktionsfront Nationaler Sozialisten“ (ANS) zum f├╝hrenden Kopf der Nazi-Szene werden. Eine von mehreren Nachfolgeorganisationen waren „Nationale Liste“ und die unterwanderte „Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei“ (FAP), die ihre Bundesgesch├Ąftsstelle in Halstenbek (Kreis Pinneberg) bei Hamburg hatte. Aus der „Nationalen Liste“ rund um Thomas Wulff und Christian Worch gr├╝ndete sich der „Hamburger Sturm“ einer der mitverantwortlichen f├╝r die gleichnamige Zeitung war Torben Klebe. Das Vorbild f├╝r die vom „Hamburger Sturm“ propagierten Kleingruppen war der bewaffnete Arm von „Blood & Honour“ – Combat 18. Es wurde nicht nur die Combat 18 – Idee in Hamburg propagiert, auch die f├╝r die 90er zentrale Struktur der Nazi-Szene „Anti-Antifa“ wurde vom aktiven Nazi Christian Worch aus Hamburg erdacht.

    Am Sonntag den 17. Dezember 2017 gab es auf dem Bahnhof Veddel eine Explosion. Am Dienstag wurde Stephan Kronb├╝gel, der M├Ârder von Gustav Schneeclaus festgenommen und in U-Haft genommen. Es liegt nahe, dass es sich um einen rassistischen Anschlag gehandelt hat. Beispiele f├╝r „Nagel“-Bombenanschl├Ąge durch Nazis sind die Anschl├Ąge in D├╝sseldorf-Wehrhahn, und der Keupstra├če in K├Âln, die rassistischen Anschl├Ąge von Nazis in Freital und der verhinderte Anschlag in Rellingen.

    Warum die Explosion, wobei mind. eine Person verletzt wurde, von der Polizei nicht als Terroranschlag und rassistische Tat gewertet werden bleibt ein R├Ątsel – hat aber Kontinuit├Ąt! So wurden Stefan Silar und Stephan Kronb├╝gel, die M├Ârder von Gustav Schneeclaus nicht wegen Mord sondern nur wegen Todschlags verurteilt. Auch bei den M├Ârdern von Ramazan Avci, die aus dem Umfeld der „Aktionsfront Nationale Sozialisten“ und FAP stammten, wurde kein politisches Motiv gesehen.

    Kundgebung und Demo: Nichts gelernt?! Rechten Terror und Rassismus bek├Ąmpfen! – Freitag 22. Dezember 2017 16:30 Uhr – S-Bahnhof Veddel (Wilhelmsburger Platz)

    Hic bir ┼čey ├Âăžrenmedik mi? IrkĎź─▒ ve saăž ter├Âr ile m├╝cadele! G├Âsteri ve Demo Cuma, 22 Aral─▒k 2017 Saat 16:30 Veddel Tren Istasyonu ÔÇô (Wilhelmsburger Platz)

    Kurz Aufruf:
    Nichts gelernt?! Rechten Terror und Rassismus bek├Ąmpfen!

    Der Sprengsatz auf der Veddel wurde wohl von Stephan Kronb├╝gel gelegt, er warfr├╝her aktiver Neonazi und und ist einer der M├Ârder von GustavSchneeclaus. Der Kapit├Ąn Schneeclaus wurde 1992 von Neonazis totgeschlagen, weil dieser Hitler den gr├Â├čten Verbrecher nannte. Die Veddel und Wilhelmsburg sind migrantisch und alternativ gepr├Ągte Stadtteile. Wir verstehen diesen Anschlag daher als rechten Terror.

    Wir fordern rechten Terror als solchen auch zu benennen!

    Kundgebung und Demo Freitag 22. Dezember 2017 16:30 Uhr S-Bahnhof Veddel
    (Wilhelmsburger Platz)

    Es ist immer ein Angriff auf uns alle!

    Beitrag von der Initiative f├╝r die Aufkl├Ąrung des Mordes an Burak Bekta┼č zur Silvio-Meier-Demo

    Hier der Redebeitrag der Initiative f├╝r die Aufkl├Ąrung des Mordes an Burak Bekta┼č bei der Kundgebung f├╝r Silvio Meier in Berlin. Am Schluss ist noch eine Erg├Ąnzung von uns.

    Silvio Meier hat das getan was wir alle tun sollten ÔÇô Nazis entgegentreten. Er starb daf├╝r ÔÇô und an ihn wird nach wie vor, auch 24 Jahre nach seiner Ermordung erinnert. Und zwar nicht von irgendwelchen staatlichen Akteuren sondern durch eine kraftvolle antifaschistische Kundgebung und Demo. Leider ist das in Berlin eher die Ausnahme. Vor wenigen Tagen am 13.11.2016 j├Ąhrte sich der Todestag von Mete Ek┼či zum 25. Mal und es passierte nichts au├čer einer ÔÇ×Mete-Ek┼či-PreisverleihungÔÇť an Sch├╝ler_innen. Ein Preis gegen sogenannte Jugendgewalt.

    Am 13. November 1991 stirbt der 19-j├Ąhrige Kreuzberger Mete Ek┼či ÔÇô ein junger Mann, der in Berlin geboren wurde und aufgewachsen war, an seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus. ├ťber 5 000 Menschen demonstrierten damals gegen den rassistischen Mord.
    Die Staatsanwaltschaft ging hingegen in ihrer Anklage gegen die 3 T├Ąter aus Marzahn nicht von einem rechtsradikalen Hintergrund aus. Der Hauptangeklagte Michael S. wurde lediglich wegen K├Ârperverletzung mit Todesfolge verurteilt, seine Br├╝der wegen Beteiligung an einer Schl├Ągerei. Der M├Ârder stammt aus einer Polizistenfamilie und hat zuvor bereits wegen Vergewaltigung an einer T├╝rkin eine Haftstrafe verb├╝├čt.

    Die Auseinandersetzung begann, da die deutschen Jugendlichen sich ├╝ber die Verwendung der t├╝rkischen Sprache in der ├ľffentlichkeit aufregten und die migrantischen Jugendlichen angriffen. Nat├╝rlich geht es da nur um Jugendgewalt und nicht etwa um Rassismus.

    Kaum 1 Jahr darauf wurde der Antifaschist Silvio Meier am 21. November 1992 auf dem U-Bahnhof Samariterstra├če in Berlin-Friedrichshain von Neonazis in Berlin ermordet. Auch der Mord an Silvio Meier wird versucht zu entpolitisieren und zu verharmlosen als ein Streit zwischen Jugendlichen.

    Der Tod von Mete Ek┼či ist ein besch├Ąmendes Beispiel daf├╝r, was dabei raus kommt, wenn es einer entpolitisierenden Gedenkpolitik gelingt die Oberhand zu gewinnen.

    Und es ist bei jedem einzelnen Nazimord, jedem einzelnen Naziangriff ein Kampf den wir f├╝hren m├╝ssen, sonst h├Âren wir so Sachen wie Jugendgewalt, alkoholisierte Einzelt├Ąter etc. Wir kennen die b├╝rgerlichen Ausreden f├╝r Nazimorde und Nazigewalt zur Gen├╝ge.

    Und die Nazimordserie in Berlin ist leider nicht beendet.

    Sondern allein in den letzten 5 Jahren gehen wir von 2 Nazimorden in Berlin aus, die h├Âchstens als Verdachtsf├Ąlle in den Statistiken vorkommen.

    In der Nacht von dem 4. auf den 5. April 2012 wurde Burak Bekta┼č vor dem Krankenhaus Neuk├Âlln ermordet, zwei weiter Jugendliche wurden lebensgef├Ąhrlich verletzt und konnten nur durch Notoperationen gerettet werden.

    Der Tathergang l├Ąsst uns aufhorchen: Nur wenige Monate nach der Selbstenttarnung des NSU schie├čt ein wei├čer Mann wortlos auf eine Gruppe als migrantisch wahrgenommener Jugendlicher.
    Er kommt ruhig, schie├čt f├╝nf Mal und entfernt sich langsamÔÇŽ
    Es gab keine pers├Ânliche Beziehung zwischen Opfer und T├Ąter. Es gab keinen Wortwechsel, keinen Streit, keine Auseinandersetzung. Burak wurde nicht gezielt erschossen, sondern der T├Ąter schoss in eine Gruppe Jugendlicher, die sich zum Teil gerade erst kennengelernt hatten.
    Die ├ťberlebenden f├╝hlen sich an eine ÔÇ×Hinrichtung auf offener Stra├čeÔÇť erinnert. Ein rassistisches Motiv dr├Ąngt sich auf.

    Aber die Polizei ging keinem unserer Hinweise auf einen rassistischen Tathintergrund ausreichend nach und stellte z.B. Ermittlungen gegen eine von uns angezeigte Naziaktivistin, die auf Facebook m├Âglicherweise T├Ąterwissen preisgaben, ein. So ist der Mord an Burak Bekta┼č nach wie vor nicht aufgekl├Ąrt.

    Dann am 20. September 2015 in der Neuk├Âllner Ringstra├če wurde Luke Holland von einem bekennenden polizeibekannten Nazi ermordet.

    In dem diesj├Ąhrigen Prozess weigerte sich das Gericht nicht nur zu ├╝berpr├╝fen ob der M├Ârder von Luke Holland auch der M├Ârder von Burak Bekta┼č sein k├Ânnte, sondern eine Akte zu einer fr├╝heren Hausdurchsuchung bei dem T├Ąter Rolf Z. war gel├Âscht und im Urteil kam die nationalsozialistische Einstellung des T├Ąters noch nicht mal als Tatmotivation vor.

    Umso wichtiger ist es f├╝r uns, die Angeh├Ârigen zu unterst├╝tzen: Familie Bekta┼č k├Ąmpft seit Buraks gewaltsamen Tod f├╝r die Aufkl├Ąrung des Mordes und ein angemessenes Gedenken. Es war der Wunsch von Buraks Mutter in der N├Ąhe des Tatorts einen nicht zu ├╝bersehenden Gedenkort f├╝r ihren Sohn zu schaffen. Er steht f├╝r all den Schmerz, die Trauer und die Wut, welche seine Angeh├Ârigen seit dem Mord begleiten. Der geplante Gedenkort soll den Angeh├Ârigen ein Ort des Gedenkens und der Begegnung sein sowie ├Âffentlich darauf hinweisen, dass die Tat bis heute nicht aufgekl├Ąrt ist. Er soll ein Ort des lebendigen Erinnerns sein und der Konfrontation mit den rassistischen Verh├Ąltnissen in unserer Gesellschaft.

    Nie wieder sollen Opfer vergessen werden und Angeh├Ârige allein mit ihrem Schmerz und ihrer Wut stehen ÔÇô und nie wieder soll es eine Situation geben, in der niemand die naheliegendste Vermutung der Betroffenen ├╝ber die T├Ąter f├╝r m├Âglich h├Ąlt.

    Deshalb fordern wir:
    Kein Wegsehen und kein Schweigen mehr!
    F├╝r konsequente Solidarit├Ąt mit allen Betroffenen rechter und rassistischer Gewalt!
    F├╝r ein k├Ąmpferisches Gedenken!

    Redebeitrag

    Der Mord an Silvio Meier geschah in einer Zeit rassistischer Hetze. Wenige Monate vorher fand der rassistische Pogrom in Rostock-Lichtenhagen vom 22. bis 26. August 1992 statt, die CDU, FDP und SPD Vorwand f├╝r die rassistischen Asylgesetzversch├Ąrfungen 1993 boten.

    Keine 2 Tage sp├Ąter nach dem Mord an Silvio Meier am 21.11.1992 sterben Yeliz Arslan, Ay┼če Y─▒lmaz und Bahide Arslan am 23.11.1992 durch einen rassistischen Brandanschlag in M├Âlln. Andere Familienangeh├Ârige ├╝berleben den Anschlag, darunter der Aktivist Ibrahim Arslan.

    Schon 1980 sind Nguyß╗ůn Ngß╗Źc Ch├óu und ─Éß╗Ś Anh L├ón bei einem rassistischen Brandanschlag von Nazis in Hamburg ermordet worden. R├Ądelsf├╝hrer der M├Ârder aus Hamburg war Manfred Roeder, der f├╝r einen Farbanschlag auf die sogenannte Wehrmachtsausstellung verurteilt wurde. Beim dem Prozess nahmen Uwe Mundlos und Uwe B├Âhnhardt, aus dem NSU-Netzwerk, als Zuschauer teil. F├╝nf Jahre nach dem rassistischen Mord an Nguyß╗ůn Ngß╗Źc Ch├óu und ─Éß╗Ś Anh L├ón wurde am 24. Juli 1985 Mehmet Kaymakc─▒ auf offener Stra├če von Nazis erschlagen. F├╝nf Monate nach dem Mord, am 21. Dezember 1985, wurde Ramazan Avci in Hamburg von etwa 30 Neonazis so schwer geschlagen, dass er bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert wurde, wo er drei Tage sp├Ąter starb.

    Nur etwa 40 Kilometer von M├Âlln entfernt brannte in der Nacht zum 18. Januar 1996, eine Fl├╝chtlingsunterkunft in der L├╝becker Hafenstra├če. In den Flammen starben Maiamba Bunga und ihre Tochter Nsuzana, Rabia El Omari, Sylvio Amoussou sowie Fran├žoise Makudila mit ihren f├╝nf Kindern Christine, Miya, Christelle, Legrand und Jean-Daniel.

    Im Juni 2001 wurde in Hamburg-Bahrenfeld S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝ vom NSU in Hamburg ermordet.

    Diese Beispiele rechten Terrors in Norddeutschland zeigen, dass es rechten Terror auch vor, neben sowie mit dem NSU verbunden gegeben hat. Beispiele die sich auch in anderen Teilen der Bundesrepublik finden lie├čen.

    Die Frage ist, wie wir verhindern k├Ânnen, dass die heutigen rechten Mobilisierungen von Pegida, HoGeSa und AfD in weitere Mordtaten enden.

    Remembering means fighting!

    Im November 2017 ist der 25. Jahrestag der Ermordung von Silvio Meier, Yeliz Arslan, Ay┼če Y─▒lmaz und Bahide Arslan. Die M├Âllner Rede im Exil wird 2017 in Berlin statt finden.

    Plakataktion in Quickborn und Pinneberg zum Gedenken an die Opfer des NSU-Komplex

    Am 04.11.2016 j├Ąhrt sich die Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) zum f├╝nften Mal. Nirgendwo l├Ąsst sich der gesellschaftliche Rassismus in Deutschland derart deutlich aufzeigen, wie an den Taten des NSU und deren Aufarbeitung. Zwischen dem 9. September 2000 und dem 6. April 2006 ermordete das NSU-Netzwerk – Enver ┼×im┼ček, Abdurrahim ├ľz├╝do─čru und ─░smail Ya┼čar in N├╝rnberg, – S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝ in Hamburg, – Habil K─▒l─▒├ž und Theodoros Boulgarides in M├╝nchen, – Mehmet Turgut in Rostock, – Mehmet Kuba┼č─▒k in Dortmund und – Halit Yozgat in Kassel . Am 25. April 2007 t├Âte die Gruppe die Polizisten Mich├Ęle Kiesewetter in Heilbronn. Bei drei Sprengstoffanschl├Ągen in K├Âln und N├╝rnberg wurden viele Menschen verletzt und nur durch Gl├╝ck wurde niemand get├Âtet.

    Wir haben zum Gedenken an die aus rassistischen Motiven ermordeten – Enver ┼×im┼ček, Abdurrahim ├ľz├╝do─čru, S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝, Habil K─▒l─▒├ž, Mehmet Turgut, ─░smail Ya┼čar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kuba┼č─▒k und Halit Yozgat – Plakate in Quickborn und Pinneberg geklebt.

    In Quickborn haben wir die Plakate geklebt um auch noch mal auf die Verbindungen des NSU-Netzwerks in den Kreis Pinneberg hinzuweisen. Denn bereits Mitte der 90er Jahre lernte Uwe Mundlos bei der Bundeswehr eine Person aus Quickborn kennen und f├╝hrte diese sp├Ąter in seiner 1998 in Jena beschlagnahmten Telefonliste auf. (1,2)

    F├╝r den 5. November rufen Antifaschist*innen unter dem Motto: ÔÇ×Kein Gras dr├╝ber wachsen lassen! Gegen Nazi-Terror und den rassistischen Normalzustand.ÔÇť zu einer Demo nach Zwickau , dem letzten Wohnort von dreien aus dem NSU-Netzwerk.

    Die Keupstra├če in M├╝nchen ÔÇô R├╝ckblick Tag X

    ├ťber ein Jahr lang haben wir uns darauf vorbereitet, die Betroffenen des rassistischen Nagelbombenanschlages auf der Keupstra├če im Jahr 2004 bei ihren Zeugenaussagen im NSU-Prozess vor dem OLG M├╝nchen solidarisch zu begleiten. Ab dem 20.01.2015 war es soweit. Neben der Begleitung und praktischen Unterst├╝tzung unmittelbar im Zeug_innenraum oder in den Tagen vorher/nachher, haben wir bundesweit zu einem Aktionstag und einer Demonstration vor dem Gerichtsgeb├Ąude mobilisiert, um die Betroffenen rassistischer Gewalt zu st├Ąrken und der Betroffenenperspektive eine mediale Plattform zu bieten.
    So gab es neben M├╝nchen auch Aktionen in G├Âttingen, Siegen, Berlin, Potsdam, Rostock und auch in Hamburg gab es eine Kundgebung in Solidarit├Ąt mit der Keupstra├če beim NSU-Prozess in M├╝nchen.
    Eine Dokumentation vom Tag X in M├╝nchen gibt es bei Keupstra├če ist ├╝berall!
    Hier noch mal der Bericht vom 04.11.2014 zur Selbstaufdeckung des Nationalsozialistischen Untergrunds.
    In einem Interview berichtet die NSU-Nebenklage-Vertreterin G├╝l Pinar, die im Prozess die Familie des Hamburger Mordopfers S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝ vertritt, von einem weiten Unterst├╝tzerInnenkreis des NSU.

    Hamburg/Pinneberg: Die Opfer des NSU-Terros werden nicht vergessen!

    Erinnern hei├čt K├Ąmpfen!

    Am 04.11.14 j├Ąhrte sich die Selbstaufdeckung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) zum dritten Mal. Deshalb haben wir den Tatort des NSU in Hamburg-Bahrenfeld besucht und am Gedenkstein f├╝r S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝ einige Blumen niedergelegt. Rund um den Tatort und in den belebteren Stra├čen Altonas haben wir eine Menge Flyer verteilt und mit einigen Leuten ├╝ber den NSU gesprochen. Anschlie├čend wurden auch in Pinneberg Flyer verteilt.

    Am 4. November um 17:30 wurden bundesweit Stra├čen in Gedenken an Enver ┼×im┼ček, Abdurrahim ├ľz├╝do─čru, S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝, Habil K─▒l─▒├ž, Mehmet Turgut, ─░smail Ya┼čar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kuba┼č─▒k, Halit Yozgat und Mich├Ęle Kiesewetter sowie an die Bombenanschl├Ąge in der K├Âlner Probsteigasse und der Keupstra├če umbenannt.
    In Pinneberg und in 11 weiteren St├Ądten tragen nun einige Stra├čen vor├╝bergehend die Namen der Opfer der NSU-Mordserie.

    (Teilst├╝ck der Dingst├Ątte in Pinneberg, welches symbolisch in Ta┼čk├Âpr├╝str. Umbenannt wurde)

    Wir hoffen, dass sich im n├Ąchsten Jahr noch mehr Menschen an Aktionen beteiligen, um die Namen der Opfer des rassistischen Terrors sichtbar zu machen!

    Antifa 309
    Antifa Pinneberg

    Kein Vergeben! Kein Vergessen!
    Weitere Infos findet ihr hier:
    keupstrasse-ist-ueberall.de
    nsu-nebenklage.de
    nsu-tatort-hamburg.org
    nsu-watch.info

    Antifa 309

    Gedenkveranstaltung zum 12. Jahrestag des Mordes an S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝

    Am 27. Juni 2001 wurde S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝ in seinem Gesch├Ąft in der Sch├╝tzenstrasse in Hamburg Bahrenfeld von der rechtsterreorristischen NSU mit mehreren Kugeln aus zwei verschiedenen Pistolen durch Kopfschuss regelrecht hingerichtet. Seitdem sind zw├Âlf Jahre vergangen und sowohl die Justiz als auch die Politik suchen noch immer nach Erkl├Ąrungen, wie es zu diesen Serientaten kommen konnte und welche Rolle dabei der Verfassungschutz spielte. Noch immer f├Ąllt es der Gesellschaft schwer den richtigen Umgang mit den zahlreichen Morden an insgesamt 10 Mordopfern und Deutschland zu finden.

    Die T├╝rkische Gemeinde Hamburg, dessen Entstehung und Gr├╝ndung auf den Mord an Ramazan Avci vor 27 Jahren durch ebenfalls rechtsradkale M├Ârder zur├╝ckgeht, unterst├╝tzt die Veranstaltung zum Gedenken an S├╝leyman Ta┼čk├Âpr├╝ am 27.6.2013 und ruft alle demokratischen Kr├Ąfte auf, an der Veranstaltung um 10:30 Uhr am Ort des Mordes in der Sch├╝tzenstra├če teilzunehmen. Die Gedenkveranstaltung wird von zahlreichen politischen Pers├Ânlichkeiten, Vereinen und Initiativen organisiert.

    Gedenkveranstaltung: 27.06. in Hamburg Bahrenfeld um 10:30 Uhr