Archiv für Oktober 2018

Antifaschistisches Halloween – Dem rechten Spuk entgegentreten!

Antifaschistisches Halloween – Dem rechten Spuk entgegentreten

Es ist so weit, auf den Straßen dieses Landes werden wieder Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Aussehens gejagt. Es werden nationalistische Parolen gebrüllt und im Bundestag verbreiten Abgeordnete der AfD ihr völkisches Gedankengut.
Egal, ob auf den Straßen oder in den sozialen Medien, in Deutschland treiben rechte Gruppierungen ihr Unwesen. Dieser Spuk ist schon lange kein Schabernack mehr, sondern stellt eine ernsthafte Bedrohung für uns alle dar!
Rechtes Gedankengut ist in Deutschland längst in der Mitte unserer Gesellschaft akzeptiert und rechte Gewalt wird von unseren Politikern verharmlost. Das trägt immens dazu bei, dass selbst radikale Neonazis sich vermehrt trauen, in der Öffentlichkeit zu agieren. Das dürfen wir nicht akzeptieren!
Lasst uns dieses Halloween nutzen, um darauf aufmerksam zu machen, dass es bald Neonazis sein könnten, die nachts durch die Straßen ziehen, nicht auf der Jagd nach Süßigkeiten, sondern nach Menschen, die ihren Feindbildern entsprechen!
Lasst uns gemeinsam die völkisch-rassistischen Geister vertreiben, so dass in Zukunft die verkleideten Halloweenkinder, die einmal im Jahr an unsere Türen klopfen, wieder das einzige sind, wovor wir uns gruseln müssen!

Lasst uns dem rechten Spuk entgegentreten!

Startpunkt: Spritzenplatz, Altona – Kundgebung + Livemusik ab 17Uhr – Demozug ab 18Uhr

Erste Auswertung zum „Tag der Niebelungen“

Erste sehr gute Auswertung zum Nazikampftag „Tag der Niebelungen“. Wieder dabei als einer der Hauptakteure, der internationalvernetzte Hammerskin Malte Redeker (ehmals Elmshorn/Kreis Pinneberg)

Anwesend war auch Markus Walzuck der noch bis 2012 Inhaber der Nazimodemarke „Label23″ war.

Hätten Antifaschist*innen 2013 nicht interveniert, dann hätte es die Nazikleidung „Label23″ auch in einem Ladengeschäft in Pinneberg zu kaufen gegeben. Die Plakate hingen schon… (https://www.shz.de/lokales/pinneberger-tageblatt/neonazi-mode-bald-in-pinneberg) Im Jahre 2016 modelten russische Neonazis für „Label23″. Statt „Label23″ wurd die als rechts-offen bekannte Marke „Yakuza“ im Ladengeschäft verkauft.
Auf Fotos posiert auch immer wieder Klemens Otto u.a. auch unter der Überschrift Team „Bodyking“ Pinneberg – so hieß der Laden. (Yakuza antifainfoblatt.de/artikel/Yakuza)

Auf Klemens Otto’s Webseite „Learn To Fight“ wo er sein Training bewirbt, dass er im „Legacy“ gibt, ist eine Bildergalerie wo ein Teielnehmer in einem T-Shirt der Nazimodemarke „Label23″ zu sehen ist. Für jemanden der vorgibt nichts mehr mit Neonazis zutun zu haben, ist es etwas merkwürdig wenn er auf diese Art und Weise Werbung auf seiner Webseite für eine Marke von und für Neonazis macht. Es macht deutlich das die Aussagen von Klemens Otto unglaubwürdig sind. Hier nochmal mehr zu „Label23

Hier auch nochmal der Text zur „1.Pinneberger Box Gala“ am 27. Oktober 2018.

Hier nochmal Bilder aus dem Archiv des antifaschistischen Magazins >>Der Rechte Rand< < von einem Naziaufmarsch in Neumünster von 2000 u.a. auf den Bildern Peter Borchert (links im Bild), Klemens Otto (mit Lederjacke), Jan Steffen Holthussen (Hemd) und Alexander Schlichting (mit Kaputze unter der 88).

A. Schlichting aus Elmshorn zählt sich heute noch zu „Blood and Honour“ wie man auf diesem Bild von ihm bei Facebook sehen kann.

Am 02.11.2018 soll es auf dem „Schild & Schwert“ Festival in Ostritz zu einer Neuauflage der „Kampf der Nibelungen“ kommen.

runtervondermatte.noblogs.org

1. Pinneberger Box Gala – Legacy und Klemens Otto

Am 27. 10. findet in Pinneberg die 1. Pinneberger Box Gala statt, dazu haben uns Fragen zum „Legacy“ wo man diverse Kampfsportarten trainieren kann und Klemens Otto erreicht.

Die Fragen um Klemens Otto, vermutlich bleiben sie vorab Fragen. Eines ist aber sicher, Klemens Otto hat über Jahre Menschen drangsaliert, angegriffen und teilweise schwer verletzt, da sie nicht in sein faschistisches Weltbild passten.

Er war führender Kader bei Blood and Honour, der Kopf von Combat-18 Pinneberg und kontaktete International in die neonazistischen Szene hinein.

Vieles um ihn und um ihn herum ist bekannt. Auch wenn er heute auf Naziaufmärschen nicht mehr gesehen wird ist er für uns kein Aussteiger. Der Zeitungsartikel indem er behauptete nur zwei Jahre aktiv gewesen zu sein, trägt nicht zu seiner Glaubwürdigkeit bei. Otto war mindestens seit 1997 bis 2003 aktiver Nazi.

Klemens Otto ist einer der 90er/00er Nazis, welcher sich still und heimlich aus der Öffentlichkeit geschlichen hat, ohne jemals über seine Vergangenheit erzählt zu haben, geschweige denn öffentlich mit ihr gebrochen hat.
Solange er das nicht tut, bleibt er für uns zumindest ein riesiges Arschloch.

Ob es Sinn ergibt, einen alten Schlägernazi präventive Kurse mit Kindern in seiner „Legacy“ Bude in Pinneberg durchführen zu lassen, fangen wir gar nicht erst an zu diskutieren, da kann es nur eine Antwort geben: Ergibt keinen Sinn!

Wie auch er sich versucht still zu verdrücken und wann wir vom Ausstieg sprechen, könnt ihr hier als Beispiel nachlesen:

Antifa-Infoblatt (AIB) 74, 2007 Aussteiger, Rückzieher, Aufhörer, Austreter

Antifa-Infoblatt (AIB) 41, 1997 Einige Eckpunkte zum Umgang mit Neonazi-Aussteigern. (nicht online)

Wir vergessen nie!

Abschließend:
An alle die mit Klemens Otto boxen, rangeln, raufen. Nein es reicht nicht, das er nicht mehr faschistisch auftritt. Es liegt an euch, bohrt nach, holt euch Antworten. Nur lasst euch nicht auf „abwinken“ und/oder Verharmlosungen ein.

Nazis und Freund*innen runter von der Matte!

Das neue Antifa Infoblatt (AIB) Nr. 120 ist da

Ti­tel­the­ma der 120. Aus­ga­be des An­ti­fa­schis­ti­schen In­f­o­blatts ist: Chemnitz der Mob und seine Akteure. Wei­te­re The­men sind unter an­de­rem: Ein Schwerpunkt zum Ende des NSU-Prozesses, Heidenau im Rückblick, Der Machtkampf in der NPD ist wieder eröffnet, Akademiker für Deutschland, Interview mit Mark Bray über Antifa in den USA, Seebrücken bauen für mehr Menschlichkeit, Linke Tech-Kollektive im Visier der Behörden, Der russische Geheimdienst foltert Antifaschist_innen und Anarchist_innen

Erhältlich wie immer in den Läden eures Vertrauens ( Infoladen Schwarzmarkt, Schanzenbuchhandlung ) oder direkt beim AIB

Kreis Pinneberg / Elmshorn: 6. Oktober – Elmshorn geht auf die Straße! Für Seenotrettung und gegen Rassismus!

Elmshorn geht auf die Straße! Wir treffen uns um 11:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz und gehen nach einer musikalischen Einleitung gemeinsam zum Fest der Demokratie am Alten Markt! Lasst uns gemeinsam ein Zeichen für eine offene Gesellschaft ohne Rassismus setzen, die sich für mehr Pressefreiheit und sich klar zur Seenotrettung bekennt!

Die Aktionen auf dem Alten Markt werden vielfältig sein. Vereine, Organisationen, Gruppen, Religionsgemeinschaften präsentieren sich, kochen, spielen und freuen sich darauf, einen fröhlichen Nachmittag zu erleben. Unterschiedliche Bands werden uns musikalisch unterstützen, Frau Dr.Brigitte Fronzek wird das Fest mit einem Wortbeitrag eröffnen, der Flagge zeigt.

Wie wichtig die Aktion morgen ist hat nochmal der Angriff heute auf das Büro von SOS Méditerranée in Marseille gezeigt. SOS Méditerrané ist eine Organisation die sich für die Rettung von Schiffbrüchiger im Mittelmeer einsetzen. Am Freitag stürmten eine Gruppe der faschistischen „Identitären Bewegung“ das Büro der Hilfsorganisation. Im Hafen von Marseille befindet sich auch gerade das Rettungsschiff „Aquarius 2″, weil Panama das Schiff der Organisation auf druck von Italien aus dem Schifffahrtsregister streicht, um jetzt einen neuen Flaggenstaat zu suchen. SOS Méditerrané ruft für morgen zu einer Welle in Orange auf, in ganz Frankreich wird es Aktionen in Solidarität mit der Organisation und für die Rettung Schiffbrüchiger geben – dem schließen wir uns an!

Kommt morgen im Kreis Pinneberg um 11 Uhr zum Bahnhof Elmshorn! Für Seenotrettung und gegen Rassismus

Kampagne: Titanic versenken!

Seit der Schließung des „Club 88“ in Neumünster und der Zusammenlegung der NPD Kreisverbände zum KV Mittelholstein entwickelt sich die Nazikneipe „Titanic“ in der Stadt an der Schwale mehr und mehr zum zentralen Treffpunkt der Naziszene in Schleswig-Holstein.

Schon vor mehr als zehn Jahren gingen von hier Jagden auf Menschen aus, die nicht in das Weltbild der Nazis passen, es gab damals sowie in den Folgejahren immer wieder Übergriffe auf die Moschee oder die Aktion Jugendzentrum. Vor allem auch die Nazirocker der Bandidos frequentierten die Kneipe häufig, ihr Unterstützerverein Contras, dem auch der Sohn von Horst Micheel angehörte, feierte hier sein einjähriges Bestehen, regelmäßig kam es in oder vor der Titanic zu Schlägereien oder Messerstechereien zwischen verfeindeten Rockergruppen. Parallel bot die Partei schon damals der extrem rechten NPD ein Zuhause, neben Landesvorstandstreffen gab es hier aber auch regelmäßig Rechtsrockkonzerte mit menschenverachtenden Texten. Im Kommunalwahlkampf 2018 spielte die Kneipe in der Wippendorfstraße dann endgültig die zentrale Rolle: Hier fanden sowohl das Vortreffen der KandidatInnen als auch der Wahlkampfauftakt, zu dem der mehrfach vorbestrafte NSU-Unterstützer Thorsten Heise als Redner eingeladen wurde, und die Wahlparty statt. Hier laufen die Stränge von Reichsbürgern, extrem rechter Parteipolitik, Kameradschaftszene und rechtsterroristischem Umfeld zusammen, die Kneipe schafft es aber dennoch immer wieder, einen unpolitischen Charakter vorzugaukeln. Mit Dartturnieren, WM-Übertragungen oder Discoabenden, für die jeweils mit bunten Plakaten geworben wird, will aber Horst Micheel, der inzwischen für die NPD in der Ratsversammlung sitzt, nicht nur von seinen Naziumtrieben ablenken, sondern auch Menschen am Stammtisch agitieren und an die Partei und die Naziszene heranzuführen.

Am 20. Oktober 2018 beginnt die antifaschistische Kampagne „Für mehr Eisberge – Titanic versenken“ in Neumünster! – Infos: eisberge.blogsport.eu