Nordadler: Razzien bei Neonazis in Norddeutschland

Am Dienstagmorgen (17.04.2018) hat es zeitgleich Hausdurchsuchungen bei vier Männern in Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein gegeben, wie unter anderem der NDR (1,2) berichtete. Sie stehen im Verdacht, eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet zu haben. Unter dem Namen „Nordadler“ sollen sie versucht haben, „dem Nationalsozialismus in Deutschland zum Wiedererstarken zu helfen“, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Die Gruppe soll sich bemüht haben, Waffen, Munition und Baumaterial für Brand- und Sprengvorrichtungen zu beschaffen. Laut Bundesanwaltschaft sind bei der Razzia Listen von möglichen Anschlagsopfern wie Juden, Angehörige der Antifa-Szene und Politiker sichergestellt worden. Eine Durchsuchung fand in Appen im Kreis Pinneberg, bei Patrick Schallat statt, wie das antifaschistischen Recherchekollektiv «EXIF – Recherche & Analyse» berichtet.

< < Schallat war im Januar 2016 Redner einer Neonazi-Demonstration in Boostedt. Zudem war er Mitglied der Facebook-Gruppe «Pinneberg wehrt sich», die von der «Kameradschaft Jugend für Pinneberg» initiiert und für rassistische Mobilisierung in Schleswig-Holstein genutzt wurde. In der Facebook-Gruppe demonstrierte er seine ideologische Gesinnung mit folgendem Zitat: „Die Lösung aller Probleme ist nur möglich, wenn man als kompromißloser Nationalsozialist an sie herangeht. – Reinhard Heydrich, SS Gruppenführer“.

03.05.2016 – Facebook-Screenshot

Gemeinsam mit Lennart Schwarzbach (Streit um NPD Funktionär beim TuS Appen), Vorsitzender der NPD Hamburg, reiste Schallat im Mai 2016 zu einem der konspirativ geplanten Treffen dieser Gruppe. Bereits im November 2015 besuchte er eine der Neonazi-Demonstrationen von «Neumünster wehrt sich», die von Manfred Riemke organisiert wurden.

14.11.2015 – Patrick Schallat im Gespräch mit Lennart Schwarzbach in Neumünster


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