Archiv für August 2017

Die G20-Prozesse beginnen!

United We Stand!

Am Montag den 28. August beginnt der erste Prozess im zusammenhang mit den G20-Protesten in Hamburg. Zum Auftakt der Prozesse gibt es am Montag von 9-11 Uhr und am Dienstag von 10-11 Uhr eine Kundgebung vorm Gericht am Sievekinplatz 3 / U-Messehallen.

Kommt alle! Solidarity is our weapon!

Aktueller Stand zu den G20-Gefangenen – 26.8.2017

„Diese Prozesse sind so politisch, wie Prozesse nur sein können.“ Erklärung der Kampagne „United we stand!“ zu den ersten G20-Prozessen am 28. und 29. August 2017

The G20 trials begin! 28.8. 9-11am and 29.8. 10-11am rally in front of the court/Sievekingplatz. United we stand!

GEDENKKUNDGEBUNG am Sonntag, 27. August 2017 um 16.00 Uhr in der Halskestr. 72, Billwerder

Für ein Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân

INHALTE DER KUNDGEBUNG

Vom 22. bis 26. August 1992 belagerte ein rassistischer Mob von zeitweise Tausenden Menschen eine Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber (ZASt) und das angrenzende Wohnheim, in dem hauptsächlich vietnamesische Vertragsarbeiter_innen wohnten. Auf dem Höhepunkt der Ausschreitungen wurde das sogenannte Sonnenblumenhaus mit Steinen und Molotow-Cocktails angegriffen, in Brand gesetzt und gestürmt. In Todesangst konnten sich viele Bewohner_innen nur mit viel Glück retten, während Polizei und Feuerwehr lange Zeit nicht eingriffen. Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen jährt sich in diesem Monat zum 25. Mal.

Vorausgegangen war dem eine wochenlange, beispiellose Hetze gegen Geflüchtete, die vor der völlig überfüllten ZASt campieren mussten und als „Zigeuner“ diffamiert wurden. Zeitgleich weigerte sich die Stadt, dem unhaltbaren Zustand abzuhelfen.

Auch der rassistische Brandanschlag in der Halskestraße im Jahr 1980, bei dem Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân ums Leben kamen, hat eine antiziganistische Vorgeschichte: Raymund Hörnle und Sibylle Vorderbrügge, Mitglieder des neonazistischen Terrornetzwerkes „Deutsche Aktionsgruppen“, sind eigentlich auf der Durchfahrt durch Hamburg, als sie im Hamburger Abendblatt auf einen Artikel stoßen, in dem mit einem deutlichen Unterton der Empörung von der überraschenden Abschiebung von „Zigeunern“ aus Fulda nach Hamburg berichtet wird. Auch die Adresse der Geflüchtetenunterkunft wird genannt: die Halskestraße. Spontan entscheiden sich die beiden zu dem Brandanschlag, den sie in der darauf folgenden Nacht verüben.

Wir wollen in diesem Jahr den inhaltlichen Bogen zwischen beiden Ereignissen spannen.
PROGRAMM DER KUNDGEBUNG

Begrüßung
Musik von K.A.G.E. (https://www.youtube.com/channel/UCOiXOsAmceWXI2aXLBQpHWg, https://soundcloud.com/selami-kefaet)
Redebeitrag von Mai-Phoung Kollath (angefragt)
evtl. Grußworte und spontane Beiträge
Musik
Redebeitrag der Initiative für ein Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân
Buddhistisches Gebet
Schweigeminute
Blumenablegen
Abschluss mit K.A.G.E.
GEMEINSAME ANFAHRT

Treffen an der S-Bahn Sternschnaze um 15:15 auch in diesem Jahr gemeinsam nach Billwerder zu fahren. Fußweg von der S-Bahn ca. 10min.
KONTAKT: Initiative-Chau-und-Lan@nadir.org / inihalskestrasse.blackblogs.org

Solidarität mit allen Antifa’s in Charlottsville!

Bei einem Naziaufmarsch in Charlottsville im US-Bundesstaat Virginia wurde eine Person bei einem Anschlag auf die Gegeproteste getötet und viele weitere sind verletzt worden.

Die ermordete Antifaschitin Heather Heyer wurde nur 32 Jahre alt.

Aus einer Übersetzung der Industrial Workers of the World (IWW) zum Anschlag in Charlottsville:

Nach dem Mord von Charlottesville müssen wir uns zusammenschließen, um uns und einander zu verteidigen.

In Charlottesville, Virginia veranstaltete heute ein Bündnis verschiedener faschistischer Gruppierungen eine Kundgebung unter dem Motto „Vereint die Rechte!“, auf welcher sie einen weiteren Mord verübten. Ein Faschist fuhr sein Auto mit voller Geschwindigkeit gezielt in mehrere Fahrzeuge nahe der antirassistischen Gegendemonstration und machte diese zu einer auf die Protestierenden gerichteten Waffe. Dabei starb eine 32-jährige Frau und viele weitere Personen wurden verletzt.

Wir sind entsetzt, aber nicht überrascht über die anwachsende politische Gewalt der „Alt-Right“-Bewegung und anderer faschistischer Gruppen im ganzen Land. Der heutige Mord war kein Einzelfall, sondern der letzte in einer Reihe gewalttätiger faschistischer Angriffe und Morde. In Seattle war ein Mitglied der IWW/GDC angeschossen, in Portland zwei Personen durch Messerstiche getötet und in Minnesota kürzlich ein Bombenanschlag auf eine Moschee verübt worden.

Faschismus ist eine tödliche Bedrohung für uns alle. Wir kommen nicht drum herum, dem entgegenzutreten. Politiker*innen, die Polizei und Universitäten werden uns nicht retten. Und auch keine Wahlen. Wie immer unterstützte und schützte die Polizei die Faschist*innen, ließ Gewalt gegen die Gegendemonstrant*innen zu bzw. wirkte dabei mit. Universitätsbedienstete weigerten sich, Studierende und Andere durch das Sicherheitspersonal vor einer Bande hunderter Faschist*innen zu schützen.

Das General Defense Committee (Allgemeines Verteidigungskomitee) ruft alle Menschen, die das Leben, die Freiheit und die Würde der Menschen wertschätzen, auf, sich dem Kampf gegen den Faschismus auf jede ihnen mögliche Weise anzuschließen. Unterstützt die Überlebenden und die Angehörigen der Ermordeten mit Geldspenden. Sprecht mit euren Familien und Freund*innen, euren Arbeitskolleg*innen, euren Nachbar*innen und entwickelt einen Weg, dem faschistischen Hass direkt und konkret entgegenzutreten, wo auch immer er zum Vorschein kommt. Wenn du kannst, schließe dich dem nächsten General Defense Committee oder einer anderen antifaschistischen Gruppe an.

Dies könnte der Beginn einer neuen Phase im Kampf gegen den Faschismus sein. Wir müssen den vor uns liegenden Herausforderungen ins Auge blicken, uns wehren und die Faschist*innen besiegen. Wir müssen einander verteidigen. Wir alle sind dazu aufgerufen.

Ein Angriff auf eine(n) ist ein Angriff auf alle!

Das General Defense Committee (GDC) der Industrial Workers of the World (IWW).


(Solidarity form Hamburg)

Ein Video bei spiegel.de dazu. Mehr Infos zur extreme Rechte in den USA gibt es im Antifa-Magazin Der Rechte Rand auch im AIB gibt es Berichte zumThema USA u.a. >>Gewalttätige Allianz zwischen Neonazis, rechten Paramilitärs und Trumpanhängern, Die extreme Rechte der USA nach Trumps Wahlsieg und Schwerverletzte bei Neonazikundgebung in Sacramento (USA)

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(Remembering means Fighting! – Solidarity from Pinneberg)

- Solidarity with all antifa’s in Charlottsville! – Never Forget – Never Forgive! –

Am Sonntag 06.08. alle nach Billwerder – Kundgebung für die Freiheit aller G20-Gefangenen!

Komm mit uns am Sonntag den 6. August 2017 um 14.00 Uhr zum S-Bahnhof Billwerder-Moorfleet und geh mit uns gemeinsam zur JVA Billwerder die No G20 Gefangenen besuchen! Es gibt Kaffee und Kuchen, Open Mic, gute Musik und noch bessere Wortbeiträge.

G20 ist vorbei, aber es gibt für uns keinen Anlass zur Tagesordnung überzugehen! Unsere Freund*innen wurden eingesperrt, weil sie mit uns gemeinsam gegen die menschenverachtende Politik der G20 und ihren unsinnigen Gipfel hier in Hamburg auf die Straße gegangen sind. Jetzt brauchen sie uns und unsere Unterstützung! Wir wollen die miese Brühe gemeinsam auslöffeln! Trotz all ihrer Hetze vor, während und nach dem Gipfel ist es weder den Medien noch den Sicherheitsbehörden gelungen, uns zu spalten. Und das wird ihnen auch jetzt nicht gelingen! Auch wenn dieser Gipfel zu Ende ist, unser Kampf für eine bessere Welt ohne Krieg, Ausbeutung, Unterdrückung und Knäste ist es nicht. Und diesen werden wir gemeinsam mit unseren jetzt noch eingesperrten Freund*innen führen!

UNITED WE STAND! unitedwestand.blackblogs.org

Hast auch du Freund*innen oder Angehörige in derJVA Billwerder, dann wünsch dir einen Song oder sag ein paar Worte.

1. August: Wir erinnern an die Altona Vier