Archiv für Juli 2017

28.07. Antifa Enternasyonal-Café: Summit Of Resistance – Summit Of Repression – Solidarity Is Our Weapon

UNITED WE STAND

Summit Of Resistance – Summit Of Repression – Solidarity Is Our Weapon

Unsere Solidarität gegen ihre Repression!
Der G20 Gipfel ist vorbei, unser Kampf um Befreiung ist es nicht.

(Kampagnenseite: unitedwestand.blackblogs.org )

Viele Menschen weit über Deutschland hinaus sind auf die Straße
gegangen, um ihrer Wut und Unzufriedenheit gegenüber den herrschenden
Verhältnissen Ausdruck zu verleihen.
Doch wie erwartet, hat der repressive Staatsapparat auf den Widerstand
mit enormer Aggressivität und Härte geantwortet. Neben den unzähligen
von Polizeigewalt und anderen repressiven Maßnahmen Betroffenen,
befinden sich weiterhin 36 teils internationale Freund*innen in
Gefangenschaft.
Angesichts des Umfangs der Maßnahmen, die der Staat gegen uns zu
ergreifen bereit ist, und der sich stets weiter entwickelnden Methoden
zur Überwachung und Verfolgung gilt es trotzdem nicht den Mut zu
verlieren und uns solidarisch mit den Gefangenen zu zeigen. Unser
Widerstand lässt sich weder einsperren noch verbieten und ist stärker
als jede Mauer es sein wird.

Nun bedarf es politischer, sozialer, materieller und juristischer
Unterstützung der betroffenen Freund*innen.
Deshalb lädt das Antifa Enternasyonal Café zu einem Antirepressionsabend
in der Roten Flora ein, wo Raum für Informationen geschaffen wird und
Briefe an die Gefangenen verfasst werden können. Außerdem wird es eine
Solikneipe zur Deckung der Prozess- und Kautionskosten, materieller
Unterstützung der Gefangenen, Kosten der Öffentlichkeitsarbeit etc. geben.

Kommt alle am 28.07.2017 um 20:00 Uhr in die Rote Flora.

United we stand. – campaign against repression before, during and after the G20-Summit in Hamburg

summer of resistance – summit of repression – solidarity is our weapon

(english, español, euskal, francais, italiano, kurdî, český, ελλινικά)

G20 ist vorbei, aber es gibt für uns keinen Anlass zur Tagesordnung überzugehen!

Mehr als 100.000 Menschen haben über alle Spektren und Strömungen hinweg gegen den G20-Gipfel in Hamburg demonstriert. Bereits im Vorfeld wurde dieser Widerstand angegriffen. Camps und Demos wurden verboten, Wohnungen durchsucht. Es kam zu Gefährder*innen-Ansprachen, Ingewahrsamnahmen, Einreiseverboten. Auch während der Protesttage wurden unzählige Menschen von der Polizei verletzt, hunderte Aktivist*innen in Gewahrsam oder festgenommen. 36 von ihnen sitzen immer noch in Untersuchungshaft, viele von ihnen Genoss*innen, die aus anderen Ländern nach Hamburg gekommen sind, um gegen den G20-Gipfel zu protestieren.

Unsere Genoss*innen wurden eingesperrt, weil sie mit uns gemeinsam gegen die menschenverachtende Politik der G20 und ihren unsinnigen Gipfel hier in Hamburg auf die Straße gegangen sind. Jetzt brauchen sie uns und unsere Unterstützung! Dabei denken wir nicht nur an die jetzt Eingesperrten, sondern auch an die vielen Menschen, die von der kommenden Repression betroffen sein werden. Die konkrete Solidarität muss vielfältig sein. Es wird jede Menge Geld für die Verfahren gebraucht, aber ebenso Öffentlichkeitsarbeit. Es bedarf der Unterstützung Einzelner, aber auch eines entschlossenen Zusammenstehens gegen die Repression. Unser Ziel ist eine strömungsübergreifende und internationale Solidaritätskampagne, in die sich viele Menschen einbringen können.

Trotz all ihrer Hetze vor, während und nach dem Gipfel ist es weder den Medien noch den Sicherheitsbehörden gelungen, uns zu spalten. Und das wird ihnen auch jetzt nicht gelingen! Auch wenn dieser Gipfel zu Ende ist, unser Kampf für eine bessere Welt ohne Krieg, Ausbeutung, Unterdrückung und Knäste ist es nicht. Und diesen werden wir gemeinsam mit unseren jetzt noch eingesperrten Genoss*innen führen!
United we stand!

Was konkret getan werden kann:

– Geld sammeln und spenden für die Leute im Knast, für die anwaltliche Betreuung, für die anstehenden
Strafverfahren, zur Unterstützung der Kampagne…

– Infoveranstaltungen zu der Repression nach dem G20-Gipfel organisieren

– Soli-Kneipen, Partys und Konzerte

– Öffentlichkeitsarbeit (Plakate, Flyer, T-Shirts etc.)

– Kundgebungen und Demos
- Unterstützung für die Angehörigen und Freund*innen organisieren
– Briefe schreiben

Spendenkonten

für die Verfahren:
Rote Hilfe e.V.
Stichwort G20
IBAN: DE25 2605 0001 0056 0362 39
BIC: NOLADE21GOE
Sparkasse Göttingen

für die Unterstützung der Kampagne vor Ort:
Rote Hilfe e.V.
Ortsgruppe Hamburg
Stichwort: United we stand
IBAN: DE06 2001 0020 0084 6102 03
BIC: PBNKDEFFXXX

Hier geht es zur Kampangen-Seite: unitedwestand.blackblogs.org weiter gibt es noch g20-doku.org dort werden Polizeigewalt und Grundrechtsverletzungen von den G20-Gipfl-Tagen gesammelt.

Hamburg: Am 24. Juli 1985 wurde Mehmet Kaymakcı auf offener Straße von Neonazis erschlagen

Am Abend des 24. Juli 1985 besuchte der Maurer Mehmet Kaymakcı noch die Kneipe bei „Bei Ronnie“, wo er laut Polizeiberichten mit den drei Neonazis Frank-Uwe P., Mario B. und Bernd M. über Politik stritt.

Nachdem Mehmet Kaymakcı nachts die Kneipe verlassen hat, folgten sie ihm bis in die Straße Hohe Liedt. Dort schlugen und traten sie auf ihn ein, auch als er schon Bewusstlos am Boden lag. Anschließend schleiften sie ihn hinter ein Gebüsch am Rand des Kiwittsmoorparks, wo Frank-Uwe P. mit einem zentnerschweren Betonstück den Schädel zertrümmerte.
Bei der Tat machten sie so einen Lärm, dass in der Nachbarschaft Schlafende geweckt wurden. Die sahen, wie die drei Neonazis einen Steinblock über den Rasen rollten und riefen die Polizei. Eine Streifenwagenbesatzung konnten einen der vermeintlichen “Ruhestörer” fassen: Frank-Uwe P. Nach einer Ermahnung und der Personalienfeststellung durfte er gehen.

Am Morgen wurde von ein Radfahrer die Leiche von Mehmet Kaymakcı gefunden, daraufhin nahm die Polizei Frank-Uwe P. fest. An seinen Schuhen klebte noch das Blut seines Opfers. In Verhören gestand er: „Ja, wir waren es“. Gemeinsam mit Mario B. und Bernd M. habe er Mehmet Kaymakcı umgebracht: „Wir wollten den Türken fertigmachen.“ Mehmet Kaymakcı wurde nur 29 Jahre alt. Der rassistische Mord an ihm wurde als zwar brutale, aber Wirtshausschlägerei eingestuft. Die Täter seien „drei arbeitslose Jugendliche“, hieß es in einem kurzen Artikel im Hamburger Abendblatt.

Schon in der Woche zuvor wurden in Hamburgs U-und S-Bahnzügen massenweise Aufkleber mit dem Aufdruck „Türken raus!“ verklebt. Die gelben Aufkleber waren zweisprachig: „Türkler disariya“ sollte die AdressatInnen wohl noch mehr ängstigen. Verantwortlich für die bereits länger zuvor gedruckten Aufkleber zeichnete eine „Bürgerinitiative Deutsche Arbeiterpartei“ mit Postfach in Duisburg. Eine Vorläufergruppe der Neo-Nazi-Organisation FAP, die mit der in Hamburg aktiven Kadergruppe „Aktionsfront nationaler Sozialisten“ um Michael Kühnen zusammenarbeitete.

In Hamburg war das nicht der erste kaltblütige Mord von Neonazis. In der Nacht vom 21. auf 22. August 1980 wurden Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân bei einem rassistischen Brandanschlag von den „Deutschen Aktionsgruppen“ um Manfred Roeder, in der Halskestraße 72 in Billbrook ermordet. Im Juni 1982 erschlugen Neonazis in Norderstedt bei Hamburg den 26-jährigen Tevfik Gürel. Im selben Jahr wurde Adrian Maleika beim Pokalspiel Hamburger SV – SV Werder Bremen von Neonazis aus dem HSV-Fanclub „Die Löwen“ erschlagen. Nachdem am 21. Dezember 1985 am S-Bahnhof Landwehr Ramazan Avci von einer Horde Naziskins gejagt und totgeschlagen worden war, regte sich unter MigrantInnen aus der Türkei massiver Protest gegen die rassistischen Angriffe. Beim Mord an Ramazan Avci war das Vorgehen der Täter ähnlich wie beim Mord an Mehmet Kaymakcı: Die Brutalität der Täter zielte darauf ab, den Opfern die Köpfe einzuschlagen, sie zu vernichten, ihr Leben auszulöschen.

Kein Wunder, dass sich jugendliche MigrantInnen in Selbstverteidigungsgruppen, in Street Gangs zusammenschlossen. Auf der Straße wurden sie angegriffen, auf der Straße wollten sie sich verteidigen. Aus den antirassistischen Protesten ging auch das „Bündnis türkischer Einwanderer“ hervor. Im März 1986 veröffentlichte dieses Bündnis sein Selbstverständnis, in dem es heißt: „Wir werden der zunehmenden Ausländerfeindlichkeit und den rassistischen Angriffen gemeinsam und vereint mit allen demokratischen Mitteln entgegentreten. Wir wollen in Hamburg und überall in der Bundesrepublik Deutschland in Würde, Lebenssicherheit, Frieden, Freundschaft und Solidarität mit der deutschen Bevölkerung leben“.

Im März 1986 begann auch vor der Großen Strafkammer 17 des Hamburger Landgerichts der Prozess gegen die drei Täter, die Mehmet Kaymakcı erschlagen hatten. Die Hamburger Staatsanwaltschaft Hamburg klagte die drei Täter, der „Körperverletzung mit Todesfolge“ und wegen „Mordversuchs“ an. Staatsanwalt Reich fasste am ersten Prozesstag noch einmal das Tatgeschehen zusammen und betonte, dass Mehmet Kaymakcı sicher auch an den Schlägen und Tritten gestorben wäre. Laut Gerichtsmedizin habe das bereits im Koma liegende Opfer aber noch schwach geröchelt und deswegen sei ihm mit dem Betonblock der Schädel zertrümmert worden. Die Angeklagten traten im Prozess mit Durchschnittsfrisuren und unauffällig gekleidet auf. „Die Angeklagten hörten sich die Ausführungen des Staatsanwaltes ungerührt an“ schrieb der Prozessbeobachter Thomas Janssen in der taz hamburg. Aber so akribisch der Staatsanwalt Reich den Tathergang beschrieb, so sehr klammerte er die politischen Hintergründe aus. Auch der Vorsitzende Richter Reimers ignorierte die Verbindung der Angeklagten zu Neonazi-Gruppen.
Nachdem Frank-Uwe P. am 30. September 1984 wegen einer Verletzung den Dienst beim Bundesgrenzschutz quittieren musste, kam er in der Fußballszene – der HSV war damals bereits bekannt dafür, dass Neonazis unter seinen Fans Anhänger warben – in Kontakt mit Neonazis. Und freundete sich mit dem Neonazi Siegfried Borchert aus Dortmund an, Spitzname „SS-Siggi“, damals ein Funktionär der Neonazipartei FAP. Aber das kam beim Prozess nur am Rande zur Sprache. Frank-Uwe P. war wohl recht einsilbig wenn er von den „national eingestellten HSV-Anhängern“ sprach: „Man kannte sich halt.“
Aktenkundig ist aber eine Verurteilung Frank-Uwe P.s vom Herbst 1984 wegen Körperverletzung und Rufen von Naziparolen. Vor dem Stadion hat er „Sieg Heil!“ gerufen. Polizisten, die das unterbinden wollten, hatte er beschimpft: Sie seien „Judensäue“. Vor Gericht beklagt er sich über die Untersuchungshaft: „Auch hier werden die Deutschen von den Ausländern unterdrückt. Die halten viel mehr zusammen und mit mir wollen sie wegen der Tat nichts zu tun haben“. Alle drei Angeklagten saßen bis zum Prozess in Untersuchungshaft, auch die beiden anderen Angeklagten sehen sich selbst vor Gericht als Opfer. Bernd M. erklärte etwa, er habe Angst vor türkischen Jugendgangs. Die Aussage Frank-Uwe P.s in seiner ersten Aussage „Wir wollten den Türken fertigmachen“ spielt im Prozess keine Rolle.

Während der Prozess läuft, gibt es weitere rassistische Angriffe. Etwa am Ostermontag 1986, als laut Meldung der taz ein Imbissbudenbesitzer einen 17-Jährigen im ansonsten menschenleeren Nettlenburger Einkaufszentrum warnt: „ Pass auf, die Skins sind unterwegs“. Der Jugendliche entkam kurz darauf knapp dem Versuch, ihn mit einem Auto umzufahren.

Die Strafkammer des Hamburger Landgerichts unter Richter Reimers verurteilte Im Prozess wegen der Tötung Mehmet Kaymakcıs zwei der Täter zu acht und einen zu sieben Jahren Haft. Von einem gemeinschaftlich begangenen heimtückischen rassistischen Mord war im Urteil nicht die Rede. Dies war nicht der erste und letzte rassistische Mord bei dem kein politisches Motiv erkannt wurde. Es ist die Regel und nach wie vor allgegenwärtig.Sonst hätten die Strafen auch höher ausfallen müssen. In Langenhorn, in der Straße Hohe Liedt am Kiwittsmoorpark erinnert nichts daran, dass hier am 24. Juli 1985 Mehmet Kaymakcı von Neonazis erschlagen wurde.

Kein Vergeben! Kein Vergessen! Infos: Mehmet Kaymakcı

Kampagne gegen Neonazis im Kampf- & Kraftsport: Runter von der Matte. Kein Handshake mit Nazis

Neonazis im Sport sind nichts Neues – ihr Style im Gym und im Ring allerdings schon.
Mit hippen Designs versuchen rechte Modelabel ihr menschenverachtendes Weltbild gesellschaftlich akzeptabel zu machen. Erst auf den zweiten Blick sind Codes und Marken der extrem rechten Szene erkennbar.

Mehr zur Kampange findet ihr im neuen Antifa-Infoblatt und auf der Kampangen-Seite unter :runtervondermatte.noblogs.org

Das neue Antifa Infoblatt (AIB) Nr. 115 ist da

Ti­tel­the­ma der 115. Aus­ga­be des An­ti­fa­schis­ti­schen In­f­o­blatts ist: Der Rechte Blick Nach Russland. Wei­te­re The­men sind unter an­de­rem: Frankreich – Neonazi-Mordserie aufgedeckt?, Angriff auf Jugendliche am 1. Mai 2017 in Halle, Ein Bundeswehroffizier mit rechten Terrorplänen, Momentaufnahme und Tendezen im rechten Konzert-Geschehen, Schlagkräftige rechte Netzwerke in Marburg, „Zivilcourage“ von rechts, Ein Plädoyer für die F*antifa, Kampagne gegen Neonazis im Kamp- und Kraftsport: Runter von der Matte. Kein Handshake mit Nazis. Erhältlich wie immer in den Läden eures Vertrauens ( Infoladen Schwarzmarkt, Schanzenbuchhandlung ) oder direkt beim AIB

Widerstand braucht Solidarität – Resistance needs solidarity!

Der Ermittlungsausschuss und die Rote Hilfe e.V. haben sich auf eine große Zahl an Fest- & Ingewahrsamnahmen, sowie Strafverfahren und Verurteilungen während des G20-Gipfels eingestellt. Damit die Betroffenen mit finanziellen Folgen nicht alleine gelassen werden sind wir alle gefordert diese Kosten solidarisch zu teilen! Dafür benötigen wir dringend eure Unterstützung!

Spendet mit dem Stichwort G20 auf das Sonderkonto der Roten Hilfe! Donation against repression!

Rote Hilfe e.V.
Stichwort „G20“
IBAN: DE25 2605 0001 0056 0362 39
BIC: NOLADE21GOE
Sparkasse Göttingen

Neonazis bei Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg?

Im Vorfeld des #G20 haben bereits mehrere Neonazi-Gruppen angekündigt sich in unterschiedlicher Weise an den Protesten gegen den G20-Gipfel zu beteiligen. Ähnlich wie bei den Protesten rund um blockupy und gegen TTIP-Ceta. Auszugehen ist davon, dass die Neonazis eher spontane, kleine Aktionen machen, bei denen ein paar Fotos für Twitter und Facebook abfallen und mit vielen # im Social-Web verbreitet werden.

In der Vergangenheit haben Neonazis entweder den Rand großer (eher bürgerlicher) Demos genutzt oder haben gleich mit gebührendem Abstand andere Ort und Viertel gesucht, um einer proletarischen Abreibung zu entgehen.

Bisher gibt es folgende Ankündigungen von Neonazis:

NPD Hamburg: „Auf seiner gestrigen Sitzung hat der NPD-Landesvorstand unter der Leitung von Lennart Schwarzbach beschlossen, sich an geeigneten Demonstrationen erkennbar zu beteiligen. Geplant ist ein eigener Block des NPD-Landesverbandes Hamburg mit NPD-Plakaten und den deutschen Farben. So können wir den Protesten die nötige nationale Grundeinstellung vermitteln, welche der Politik der G20 tatsächlich entgegensteht.“

Antikapitalistisches Kollektiv – AKK & Reconquista Deutschland: Rufen über ihre Facebook-Seiten zu „NOG20 Aktionstagen“ auf.

Was, wie und wann sie etwas machen wollen, bleibt absichtlich nebulös- sie wissen, dass sie, so bald sie entdeckt werden, die Beine in die Hand nehmen müssen.

In diesem Sinne: Augen offen halten! – Smash Fascism!

Informationen rund um Neonazis beim #G20 bitte unter #nonazishh & #nog20 posten!

(vom: antifainfopool-Hamburg)

Infos zum G20-Gipfel und den Protesten

Nur noch wenige Tage bis zum G20-Gipfel in Hamburg. Die Protestvorbereitungen laufen auf Hochtouren und zehntausende Menschen aus ganz Europa werden erwartet. Der Hamburger Senat, die Innenbehörde und Polizei reagieren mit einem beispiellosen Demo- und Versammlungsverbot in weiten Teilen der Stadt. Gleichzeitig lassen sie keine Gelegenheit aus, Angst und Panik zu verbreiten, die Proteste zu spalten und kleinzureden. Auch die Bundesregierung hat kurzerhand das Schengen-Abkommen außer Kraft gesetzt, um Aktivist*innen an den Grenzen kontrollieren und aufhalten zu können. Doch wir lassen uns nicht spalten, kriminalisieren oder einschüchtern. Nehmen wir uns die Stadt – machen wir den G20-Gipfel 2017 zum Symbol des Widerstands gegen den immer autoritärer werdenden Kapitalismus!

Für Aufrufe, Berichte und Einschätzungen, Veranstaltungen, Anreisen aus anderern Städten sowie für aktuelle Informationen verweisen wir auf g20-hamburg.mobi und g20hamburg.org.

(via. Revolutionære Antifascister fb)

An dieser Stelle einige Infos zu den Protesten:

Camps:
Im Stadtpark soll ein antikapitalistisches Camp (g20camp.noblogs.org) entstehen, im Volkspark ist ein spektrenübergreifendes Protestcamp (g20-camp.de) geplant.

Alternatives Medienzentrum:
Im St. Pauli Stadion am Heiligengeistfeld wird ein Medienzentrum entstehen, um die kritische Berichterstattung über den Gipfel zu stärken und die Bilder der Proteste in die Welt zu bringen. Mehr: fcmc.tv (auch bei Twitter: twitter.com/fcmc_tv)

Antirepression:
Der Ermittlungsausschuss und das Legal Team zum G20 haben eine Seite erstellt, auf der alle wichtigen Infos im Umgang mit Repression vor, während und nach dem Gipfel gesammelt und die verschiedenen Antirepressionsstrukturen verlinkt werden: g20ea.blackblogs.org (En, Fr, Gr, It, Pl, RU, SE, , Presse)

Außerdem hat sich ein Beobachtungsbündnis zum G20-Gipfel gegründet, das Grundrechtsverletzungen und Polizeigewalt dokumentieren wird (repression-monitoring.de).

Die Rote Hilfe hat zudem eine Sonderseite zum Thema eingerichtet: rote-hilfe.de/g20

Aufgrund des erwarteten Ausnahmezustands in Hamburg, dem drohenden Polizeistaat und der öffentlichen Panikmache im Vorfeld, haben verschiedene Gruppen, Zusammenhänge und Organisationen eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht: „G20 – We’ll come united! Ungehorsam und Gemeinsam gegen Spaltung & Kriminalisierung

Geplante Aktionen:

Donnerstag | 06. Juli 2017 | Internationale antikapitalistische Demo „G20 – Welcome to hell“

Ab 16 Uhr ist die Auftaktveranstaltung am St.Pauli-Fischmarkt geplant. Dort werden Aktivist*innen aus internationalen Widerstandsbewegungen von ihren Kämpfen berichten und verschiedene Bands auftreten. Ab 19 Uhr startet die Demonstration (mit mehreren Zwischenkundgebungen) in Richtung der Roten Zone.
Aufruf und Infos zur Demo: g20tohell.blackblogs.org/ (EN, DA,ESP,FR, GR, IT)

Freitag | 07. Juli 2017 | Hamburg City Strike

Blockaden des G20-Gipfel und der Logistik des Kapitals. Mit verschiedenen öffentlichen und nicht-öffentlichen Aktionen wird sich die Stadt zurückgenommen, der Gipfel gestört und der kapitalistische Alltag lahmgelegt.

Bisher bekannt:

Schul- und Bildungsstreik | Shutdown the harbour | BlockG20

Samstag | 08. Juli 2017 | Internationale Großdemonstration

Die Auftaktkundgebung startet um 11 Uhr auf dem Deichtorplatz (Nähe Hauptbahnhof). Die Demo startet um 13 Uhr und soll am Heligengeistfeld enden, wo ca. 16 – 18 Uhr die Abschlusskundgebung stattfinden soll. g20-demo.de(FR, ES, NL, EN)

Mehr Infos rund um den G20-Gipfel in Hamburg gibt es auch bei: NoG20 International, hamburg-city-strike.org, perspektive-kommunismus.org/g20-2017/ und enoughisenough14.org/tag/no-g-20/