Archiv für März 2016

Neonazis in Bad Oldesloe entgegentreten!

Europa wird in den letzten Monaten mehr denn je durch einen fortschreitenden Rechtsruck der Gesellschaft geprägt. Vor allem in Deutschland häufen sich derzeit Angriffe auf Geflüchtete und deren Unterkünfte. Oft stammen die Angreifenden aus dem rechten Spektrum oder werden zu den sogenannten „besorgten Bürger_innen“ gezählt, welche aufgrund ihrer Aussagen klar als rassistische und faschistische Hetzer_innen und Neonazis, unabhängig der eigenen Definition, zu benennen sind.

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern wie Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern konnten die Rechtspopulisten_innen in Schleswig-Holstein bislang nur wenig Fuß fassen, obwohl die in Deutschland vorherrschende Ablehnung gegenüber dem angeblich Fremden auch hier tief in den Köpfen verankert ist, wie sich jetzt z. B. in Bad Oldesloe zeigt.

Durch die Anschläge Anfang 2015 auf die Geflüchtetenunterkünfte in Grabau und Leezen, in unmittelbarer Nähe zu Bad Oldesloe liegende Ortschaften, gipfelte der rechte Hass in einem traurigen Höhepunkt. Doch dies war nur der Auftakt, es folgte eine Reihe von rassistisch motivierten Angriffen auf politische Gegner und Geflüchtete. Für den 16. April 2016 ist nun in Bad Oldesloe eine Demonstration unter dem Motto ,,Volkswillen umsetzen“ angemeldet.

Unter den Organisatoren der Demonstration findet sich neben anderen der ehemalige Lübecker und Neonazi Jörn Gronemann, der die rechte Grundstimmung nutzt, um sich wieder aus der Deckung zu trauen. Das Urgestein der Lübecker rechten Szene verließ Ende 2013 Hals über Kopf die Stadt nach Süddeutschland in den Landkreis Oberfranken. Grund dafür war neben der Veruntreuung von Spendengeldern der „Nationale Hilfe Schleswig-Holstein“ auch der Druck aus der linken Szene.

Anmelder der Demonstration ist der NPD-Ratsherr und ehemalige Neumünsteraner Bürgermeisterkandidat Mark Michael Proch. Aufgrund seiner chauvinistischen und menschenverachtenden Einstellung verlor er in den eigenen Kreisen zunehmend an Rückhalt. Dies ging sogar so weit, dass er aus anderen Kreisen Schleswig-Holsteins sowie aus Hamburg Unterstützer für seine Kampagnen mobilisieren musste.

Weitere Initiatoren der Demonstration sind Tim Jessen und Simon Haltenhof, die für die Mobilisierung verschiedener Gruppierungen zuständig sind. Der Herzogtum-Lauenburger Tim Jessen übernimmt die Mobilisierung der überregionalen Kameradschaftsszene, zu der er seit Jahren intensive Kontakte pflegt. Jessen, Mitbegründung der inzwischen aufgelösten NaSo LB (Nationale Sozialisten Herzogtum-Lauenburg) und Mitakteur bei einer Reihe von rassistisch motivierten Gewalttaten, bildet das Bindeglied zwischen parteigebundenen, bürgerlichen und freien Kräften der rechten Szene.

Der ebenfalls aus Herzogtum-Lauenburg stammende Simon Haltenhof ist Kreisvorsitzender der NPD-Lauenburg/Stormarn und kümmert sich um die Mobilisierung der parteigebundenen Rechten. Des Weiteren hat Haltenhof einen breiten Bekanntenkreis aus dem NPD-Umfeld aufgebaut und ist für die Einbindung der Hamburger Neonaziszene mitverantwortlich. Die Verbindung der Organisatoren zu Tim Jessen und Simon Haltenhof zeigt, dass es sich, anders als im Kommentar der ,,Gemeinsam für Deutschland“-Facebook Seite propagiert wurde, ganz klar nicht um „parteiunabhängige Volksvertreter“ handelt.

Wie bei Pegida und ihren Abkömmlingen geht es bei der Demonstration in Bad Oldesloe um die Zurschaustellung ihrer rassistischen und faschistischen Hetze gegenüber allen Geflüchteten und Andersdenkenden. Aus diesem Grund gilt es den Neonazis entschlossen und militant entgegenzutreten, um zu zeigen, dass sie und ihre Hetze in Bad Oldesloe und nirgendwo sonst toleriert oder gar akzeptiert werden.

Setzen wir ein Zeichen gegen den Versuch, rechtsradikale Ressentiments salonfähig zu machen!

Kein Mensch darf aufgrund seiner Herkunft und seines Aussehens kriminalisiert und ein Opfer von Stigmatisierung, Diskriminierung oder Gewalt werden!

Wir werden gemeinsam am 16. April 2016 gegen jene kämpfen, die versuchen, Bad Oldesloe zum Schauplatz ihres rassistischen Denkens und Handelns zu machen!

Know your enemy! Destroy racism!

Für Infos checkt: stormarninfo.systemausfall.org, twitter.com/antifa_stormarn #ODnazifrei, #1604OD und kommt zu den Mobi- & Info- Veranstaltungen z.B. : 31.3. Flensburg, 6.4. Hamburg , 7.4. Rostock und 8.4.Lübeck

Das neue Antifa Infoblatt (AIB) Nr. 110 ist da

Ti­tel­the­ma der 110. Aus­ga­be des An­ti­fa­schis­ti­schen In­f­o­blatts ist: Rechte Brüder – Wenn Nazis mehr sein wollen als Kameraden. Wei­te­re The­men sind unter an­de­rem: Die Brandstifter aus der Nachbarschaft – Über die rassistischen Anschäge in Salzhemmendorf und Groß Lüsewitz, Neonazis im Hamburger Rotlichtmilieu, Das lange Ende: Zwischenstand im NSU-Prozess, Mord an Burak Bektaş – Rassismus als Motiv?, Identitäre Gewalt in Wien.

Erhältlich wie immer in den Läden eures Vertrauens ( Infoladen Schwarzmarkt, Schanzenbuchhandlung ) oder direkt beim AIB

Verbot der Kameradschaft „Weisse Wölfe Terrorcrew“

Acht Jahre nach der Gründungsfeier im Hamburger Jacobipark wurden am Morgen des 16.03.2016 in 10 Bundesländern 15 Objekte von Mitgliedern der „Weissen Wölfe Terrorcrew“ (WWT) durchsucht und die Kameradschaft verboten. Diese acht Jahre waren geprägt von gewalttätigen Übergriffen, der überregionalen Teilnahme an Neonaziaufmärschen und bundesweiten Vernetzung innerhalb der Kameradschaftsszene.

Am Mittwoch Morgen gab es Durchsuchungen bei Sebastian Rudow (Hamburg), Heiko Wöhler in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern), Michael Zeise in Erfurt (Thüringen), Christian Meyer in Wieren (Niedersachsen), Kevin Pesch in Treuen (Sachsen), Sandy Ludwig , Raiko Kahlert und Pierre Schumann in Wittstock/Dosse (Brandenburg), Andreas Fröhlich und Detlef Walk in Zweibrücken (Rheinland-Pfalz), Tim Wendt und Tom Staletzki in Berlin, Alexander Scholl in Fellbach (Baden-Württemberg), sowie eine weitere in Bingen (Baden-Württemberg). Weitere Mitglieder der Baden-Württemberg Sektion sind Nicki Udo Oehme und Alex Ruff. Betroffen sind des Weiteren Personen in Bamberg, offensichtlich das Ehepaar Patrick Hofman-Kraus und Nadine Kraus, deren Aktivitäten ausschlaggebend für das Verbot der Kameradschaft waren [1]. Beide sind Mitglieder der Neonazi-Partei „Die Rechte“ und sollen mit weiteren Neonazis Anschläge auf Geflüchtete und Antifaschist_innen geplant haben [2].

Bezüge zu der Partei „Die Rechte“ lassen sich neben Bamberg auch in Berlin finden. So ist Tom Staletzki Vorstandsmitglied im Landesverband der Partei. Die Berliner WWT Sektion ist eng an die verbotene Kameradschaft „Frontbann 24“ angebunden, deren Mitglieder in Berlin in der Partei „die Rechte“ aufgegangen sind [3]. Sebastian Rudow hat bereits 2013 den engen Austausch mit Gesine Schrader, Uwe Dreisch, Bodo Dreisch, Ronny Schrader, Tim Wendt und Dennis Kittler gesucht und ist seitdem regelmäßig mit den Berlinern auf Demonstrationen gewesen. Ähnlich häufig war auch das WWT Mitglied Michel Fischer aus Tannroda in der Runde zu beobachten, der Teil des Landesvorstandes der Partei „Die Rechte“ in Thüringen ist. Im Bundesland Thüringen traf es allerdings Michael Zeise mit einer Hausdurchsuchung. Nach Recherchen von thueringen-rechtsaussen.net hat Zeise Verbindungen zu dem NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben und stand mit diesem lange im regen Austausch [4].

Auch Verbindungen der WWT zur NPD lassen sich aufzeigen, beispielsweise anhand von Nicki Udo Oehme, der Kontakt zu dem Nazikader und NPD Politiker Christian Hehl aus Mannheim pflegt, sowie den WWT-Mitgliedern Andreas Fröhlich und Detlef Walk von der Sektion Rheinland-Pfalz, die gerne mit Funktionären der NPD feiern [5]. Detlef Walk trat bereits 2011 für die NPD zur Landtagswahl an und auch Alexander Scholl ist für die NPD aktiv.

Der bundesweite Rädelsführer der WWT Sebastian Rudow (*23. Juli 1984) hat mehrere Wohnorte, an denen er sich aufhält. Die Razzia betraf die Wohnung seiner ehemaligen Freundin und ebenfalls Gründungsmitglied der WWT, Adeline Brüser, in der Rennbahnstraße 20 in Hamburg-Horn. Ebenso war er für einen längeren Zeitraum bei dem Neonazi Denny Reitzenstein gemeldet, der bereits die ersten Solidaritätsbekundungen an die verbotene Kameradschaft über seinen Twitterkanal der „AG Nordheide“ verbreitet hat. Der alte Weggefährte Reitzenstein verließ nach Streitereien die WWT und ist seitdem Anführer der Kameradschaft „AG Nordheide“, betreibt den Neonazi-Versandhandel „Streetwear Tostedt“ und arbeitet bei der Security Firma „MX-Sicherheit“, die auch Unterkünfte für Geflüchtete betreut [6]. Anfang 2014 zog Rudow dann mit dem WWT-Mitglied Sebastian Reisdorf in eine Wohngemeinschaft in Hamburg-Harburg, die seit einigen Monaten wieder aufgelöst ist. Reisdorf ist im Anschluss mit seiner Freundin und ebenfalls WWT-Mitglied Linda Krellmann in die Fuldaer Wende 21 in Hannover gezogen.

Mitglieder der „Weisse Wölfe Terrorcrew“ pflegen neben engen Kontakten zu anderen Kameradschaften und rechten Parteien auch Verbindungen zu Rockern und rechten Bruderschaften. Sandy Ludwig ist beispielsweise mit dem Neonazi Christian Muff befreundet, welcher bis vor kurzem noch Präsident der Bruderschaft „Brigade 8“ war. Ein eigens angefertigtes T-Shirt mit der Aufschrift „Brigade 8-Weisse Wölfe-Friendship“ und einem SS-Totenschädel zeigt die Verbindung zwischen den Gruppierungen, sowie deren nationalsozialistische Ausrichtung.

Die Beziehung zwischen der NS-Band „Weisse Wölfe“ und der Kameradschaft „Weisse Wölfe Terrorcrew“ wird auch in den Vertriebswegen der CDs ersichtlich. Der Sänger der Band „Weisse Wölfe“ Stjepan „Schnack“ Jus hat mittlerweile zahlreiche Solo-Projekte initiiert. Unter anderem veröffentlichte er eine CD mit dem Titel „Der böhse Wolf-1. (ST)REICH“. Das aktuelle Projekt „Der böhse Wolf-2. (ST)REICH“ kann derzeit bei dem Schweizer WWT-Gründungsmitglied Jonas Schneeberger erworben werden. Neben Schneeberger ist auch Rudow mit Jus seit Jahren befreundet.

Im Bereich der neonazistischen Musikwelt gehört nicht nur der Handel mit CDs zu den Aktivitäten der WWT. Auch die Organisation von Konzerten, bzw. den sogenannten Saalschutz übernehmen Mitglieder der Kameradschaft. Auch um entstandene Geldstrafen und Prozesskosten zu decken organisierten die Mitglieder der unterschiedlichen Sektionen wie Michel Fischer, Tim Wendt und Alexander Scholl im Februar 2015 gemeinsam ein Konzert in Kirchheim [7]. Bei einem von Behörden offensichtlich unbemerkten, zumindest nicht verhinderten Neonazikonzert am 26.Oktober 2015 in Uelzen mit dem nationalsozialistischen Sänger Michael Regner („Lunikoff“) organisierten unter anderen Mitglieder der „Weissen Wölfe Terrorcrew“ die gesicherte Anreise für die Konzertbesucher [8].

„Ich bin überzeugter Nationalsozialist. Ich bin Rassist. Ich bin Antisemit. Ich lebe dafür!“

So lautete eine Aussage von Sebastian Rudow während eines abgehörten Gesprächs, protokolliert in der Verbotsverfügung [9]. Diesen Worten, die die existentielle Bedeutung seiner Ideologie deutlich macht, können sich vermutlich die anderen Mitglieder ebenfalls anschließen. Dass sie ihre nationalsozialistische Ideologie auch gewaltsam durchsetzen wollen, propagierte die „Weisse Wölfe Terrorcrew“ bereits auf zahlreichen Demonstrationen mittels ihres Kameradschafts-Transparents mit der Aufschrift: „Die Schonzeit ist vorbei… Nationalsozialismus durchsetzen… Mit allen Mitteln… Auf allen Ebenen“.

Um auf die Gefahren der damals recht aktiven Kameradschaft hinzuweisen, veröffentlichte die „Autonome Pressegruppe“ 2013 eine Broschüre für Antifaschist_innen [10]. Zahlreiche direkte Aktionen folgten, die den Mitgliedern das Leben schwer machten. Innerhalb kurzer Zeit reduzierten sich die Aktivitäten der Gruppe in Hamburg merklich. Mitglieder versuchten auszusteigen, zogen um oder stellten ihre politischen Aktivitäten ein. Dies war das Ende der Kameradschaft in Hamburg. Die Aktivitäten wurden allerdings ab 2014 in andere Bundesländer, vor allem nach Berlin verlagert. Schon seit der Gründung 2008 war die Kameradschaft bundesweit aufgestellt. Viele Gründungsmitglieder sind nicht mehr Teil der Gruppe, neue sind hinzu gekommen. Die Gewaltbereitschaft blieb stets die gleiche und ist sinnstiftendes und maßgebliches charakteristisches Merkmal der Gruppierung. Diese wurde verbal in Form von Blogeinträgen und Aufschriften auf T-Shirts und Transparenten oder körperlich auf der Straße gegen den politischen Feind ausgelebt. Die WWT verstehen sich selbst als „Combat 18“-Gruppe, dementsprechend wurden aktuelle Kameradschafts-Shirts im „Blood & Honour“ Design gestaltet, um die ideologische Nähe deutlich zu machen. In Hamburg sprühten Mitglieder des öfteren „WWT-C18“ ins Stadtbild.

In den acht Jahren Bestand der Kameradschaft verübten die Mitglieder mehrere gewalttätige Übergriffe. Ein besonders schwerwiegender Fall liegt bereits drei Jahre zurück. Am 16.02.2013 griffen die WWT-Mitglieder Stefan Lüskow, Lennart Große-Siebenbürgen, Mario Zitzlaff, Sebastian Reisdorf, Tim Müller und Carsten Papenfuß eine Familie aus rassistischen Motiven am Pinneberger Bahnhof an. Besonders hervorzuheben ist hier Sebastian Reisdorf. Zunächst beleidigte er den Betroffenen auf rassistische Weise, schlug und trat anschließend auf den am Boden liegenden ein. Während des Angriffs wurde der Kinderwagen der Familie umgestoßen und das darin liegende Kleinkind verletzt. Bemerkenswert ist, dass dieser Vorfall in der Polizeipressemeldung keinerlei Erwähnung fand und auch in keiner Zeitung thematisiert wurde. Erst durch den Verfassungsschutzbericht 2013 wurde die Öffentlichkeit über die Attacke informiert, wobei zu diesem Zeitpunkt noch kein rechtskräftiges Urteil gesprochen wurde.

Weitere Angriffe konnten Antifaschist_innen 2013 und 2014 der WWT zuordnen. Im September 2013 griffen drei von ihnen einen Menschen, den sie für einen Linken hielten, an und jagten ihn durch die Straßen Berlins [11]. Im Februar 2014 skandierten vier WWT-Mitglieder unter anderen Sebastian Rudow in einer Fastfoodkette „Sieg Heil“, spuckten einem Menschen ins Essen und griffen die heraneilenden Sicherheitskräfte an [12].

Während der Angriff 2013 in Berlin eher spontan und alkoholisiert geschah, fand am Morgen des 12.09.2015 in der Hauptstadt eine koordinierte Aktion in der Rigaer Straße statt, an der mindestens ein WWT-Mitglied beteiligt war [13]. Am gleichen Tag waren Mitglieder der WWT-Sektion Brandenburg an einem gezielten Angriff auf das linksalternative Wohnprojekt „Mittendrin“ in Neuruppin beteiligt [14].

Auch die Baden-Württemberger Sektion ist bereits aufgrund rassistischer Attacken aufgefallen. Mit etwa einem Dutzend Neonazis versuchten sie in einer Gaststätte mit rassistischen Parolen und Drohungen wie „Ihr gehört alle vergast“ den Anwesend Angst zu machen [15].

Die wohl sensationellste Geschichte der „Weissen Wölfe Terrorcrew“ lieferte das Gründungsmitglied Sebastien Nussbaumer aus der Schweiz. Im Jahre 2012 war Nussbaumer an diversen Angriffen und Überfällen beteiligt, sodass er wegen 44 Delikten zu 39 Monaten Haft verurteilt wurde. Dennoch gelang es ihm am 05.05.2012, nachdem er auf einen verfeindeten Neonazi geschossen hatte, aus der Schweiz mit einer geladenen Waffe nach Hamburg zu flüchten [16]. Sein Ziel war es nach Buchholz in die Nordheide zu gelangen, um dort unterzutauchen. Bereits 2009 wurde bei einer Hausdurchsuchung bei der WWT eine Pumpgun mit Munition gefunden, welche Nussbaumer aus der Schweiz nach Hamburg geschmuggelt hatte.

Auch wenn die „Weisse Wölfe Terrorcrew“ sich selbst als „Combat 18“ Gruppe bezeichnet, so ist sie von einer konspirativ agierenden, gut koordinierten Terrorgruppe weit entfernt, wenn auch Mitgliedern Verbindungen bis hin zum NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben nachgewiesen werden konnten. Dennoch sind sie bundesweit äußerst gut vernetzt und wie aufgezeigt für viele Menschen aufgrund ihrer Gewaltaffinität eine reale Gefahr.

Wie auch andere Verbote von Kameradschaften in der Vergangenheit gezeigt haben (z.B. „Nationaler Widerstand Dortmund“ oder „Besseres Hannover“) werden die überzeugten Mitglieder durch ein Verbot weder ihre nationalsozialistische Ideologie ablegen noch ihre gewalttätigen Aktivitäten beenden. Auch bei den Mitgliedern der „Weissen Wölfe Terrorcrew“ muss davon ausgegangen werden, dass diese sich von dem Verbot wenig beeindrucken lassen und die Personen auch in Zukunft im Fokus antifaschistischer Beobachtung und Interventionen bleiben müssen.

[1] https://linksunten.indymedia.org/de/node/168900

[2] http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-10/rechtsextreme-bamberg-razzia-anschlag

[3] https://linksunten.indymedia.org/de/node/96201

[4] https://thueringenrechtsaussen.wordpress.com/2015/05/20/der-namenlose-freie-aktivist-aus-thuringen-michael-zeise-aus-dem-weimarer-land/

[5] https://linksunten.indymedia.org/de/node/135795

[6] https://linksunten.indymedia.org/de/node/162744

[7] https://thueringenrechtsaussen.wordpress.com/2015/02/06/michel-fischer-angreifer-auf-weimarer-polizeichef-organisieren-neonazi-konzert-in-kirchheim/

[8] https://antifa-lg-ue.org/nazikonzert-in-uelzen/

[9] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/weisse-woelfe-terrorcrew-ging-systematisch-vor-a-1083004.html

[10] https://linksunten.indymedia.org/de/node/77633

[11] https://linksunten.indymedia.org/de/node/99428

[12] https://linksunten.indymedia.org/de/node/105567

[13] https://linksunten.indymedia.org/de/node/153270

[14] http://jwp-mittendrin.de/blog/angriff-aufs-mittendrin/

[15] http://www.zvw.de/inhalt.fellbach-backnang-spuren-der-weisse-woelfe-terrorcrew-im-kreis.27f28a7f-2a7f-426f-8993-9695b6a5bb17.html

[16] http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/Neonazi-Sebastien-N---28--wird-nicht-verwahrt-27338287

In Gedenken an Gustav Schneeclaus

Am 18. März vor 24 Jahren wurde Gustav Schneeclaus von zwei Neonazis angegriffen und so schwer misshandelt, dass er 4 Tage später seinen schweren Verletzungen erlag.

Am heutigen Dienstag, dem 22.03.2016, findet um 18.00 Uhr aus Anlass des 24. Todestages von Gustav Schneeclaus das jährliche Gedenken am ZOB in Buxtehude statt.

Im Anschluss an das Gedenken wird es einen Vortrag über Rechte Hooligans im „Kulturforum“ geben.

Kommt zahlreich! Passt bei der Anreise auf euch auf!

Heute alle nach Boizenburg!

Seit über einem Jahr laufen fast jeden Montag hunderte Neonazis durch die Städte und Dörfer Mecklenburg-Vorpommerns. Zum vierten Mal nun will die neonazistische Organisation MVgida ihre rassistische Hetze in Boizenburg auf die Straße tragen.
Wir werden auch dieses Mal nicht einfach tatenlos zuschauen, sondern mobilisieren zu einer Antifaschistischen Gegendemonstration am 14.3.16 in Boizenburg.

Nehmt euch frei, macht krank, verschiebt die Klausur – Lasst uns gemeinsam nach Boizenburg fahren und den Neonazis entschlossen entgegentreten.

Antifa in die Offensive

Gemeinsame Anreise mit Bussen und Autos
Montag 14.03. | 16.30 Uhr | S-Bahn Sternschanze

Infos: hhgoesmv.blogsport.de