Archiv für November 2015

Qehwa Antifa Enternasyonal / Antifa Enternasyonal Café

Gemeinsames internationalistisches Café von Antifaschist*innen und kurdischen Genoss*innen. Ab diesen Monat immer am 4. Freitag / Monat in der frisch renovierten Roten Flora.

Am Freitag, den 27.11.2015, öffnen wir um 19:00 Uhr das erste mal unsere Pforten. Zu Beginn zeigen wir den in der Türkei zensierte Film „Bakur“. Der Film der Regisseure Cayan Demirel und Ertugul Mavioglu (2015 | 92min | OmU) zeigt die Ausbildungslager der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und folgt deren Kämpfer*innen in den Bergen Nordkurdistans. „Bakur“ beschreibt, warum so viele Menschen ihre Dörfer und Städte verließen, um sich der Guerilla anzuschließen.

Im Anschluss an den Film wird es vegetarische Cig-Köfte und kurdische Livemusik geben.

Qehwa Antifa Enternasyonal / Antifa Enternasyonal Café
27.11. | 19 Uhr | Rote Flora

★ ★ ★ Am Samstag 28.11. gibt es eine Demonstration gegen das PKK-Verbot in Hamburg| 14 Uhr | U/S Sternschanze ★ ★ ★

Keine Alternative! – der AfD am 21.11. in Schwerin entschieden entgegen treten!

Nach dem wir schon vom AfD-Kreisverband Pinneberg die Veranstaltung mit Beatrix von Storch verhindert haben, möchten wir auch gleich mit dazu aufrufen am 21.11.2015 den Aufmarsch der AfD in Schwerin entschieden entgegen zu treten!

Die nationalistische AfD will am Samstag den 21.11.2015 unter dem Motto „Asylchaos stoppen“ ihre rassistische Ideologie auf die Straßen Schwerins tragen. Sie ruft zu einer Demonstration mit dem Beginn am Schweriner Schlosspark auf. Dabei begreift sich die AfD als Stimme des sogenannten Volkes und geht mit dem Slogan „Mut zur Wahrheit“ auf Wähler_innenjagd, wobei sie mehr durch ihre Lügen besticht und auf krude Weise versucht, ihre Ansichten zu verbreiten und zu legitimieren. Sie lockt mit fadenscheinigen Lösungen auf komplizierte Fragen nicht nur wirtschaftsliberale Chauvinist_innen und rechte Protestwähler_innen, sondern ebenso bewusst organisierte Neonazis aus der gesamten Region. Dies zeigt auch die jüngere Vergangenheit, in der auf AfD Demonstrationen immer mehr rechte Hooligan-Gruppen und bekannte Nazigesichter in erheblicher Anzahl gesichtet wurden.
Dass die AfD und ihre Anhängerschaft zu bekämpfen sind steht für uns nicht zur Debatte!
Wir werden uns mit den antifaschistischen Kräften vor Ort solidarisch zeigen und der AfD entschieden entgegen treten! Daher rufen wir dazu auf, am 21.11.2015 nach Schwerin zu fahren.

Treffpunkt für die gemeinsame Anreise ist 12:00 Uhr am Hbf Hamburg (DB-Reisezentrum). Seid pünktlich, vorbereitet und bringt eure Bezugsgruppe mit!

Infos: Hamburg goes MV & beim Antifa-Tresen in der Roten Flora

Kreis Pinneberg: Offener Brief an das PARKHOTEL-Rosarium in Uetersen

Update -12.11.2015-
+++ Das PARKHOTEL-Rosarium in Uetersen hat der AfD / EKR-Fraktion die Räulichkeiten gekündigt! Erfreulicherweise wurden von der AfD / EKR-Fraktion auch keine neuen Räume für die Veranstaltung mit Beatrix von Storch gefunden. Im Kreis Pinneberg ist kein Platz für rechte Hetze und Rassismus! +++

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 20.November möchte die „Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer“ (EKR-Fraktion) & der Pinneberger Kreisverband der „Alternative für Deutschland“ (AfD) bei ihnen im Parkhotel Rosarium in Uetersen mit Beatrix von Storch eine Veranstaltung machen.

Wir bitten Sie noch mal zu überdenken, ob Sie wirklich Ihre Räume der AfD und der ERK-Fraktion (1) zur Verfügung stellen, einer mehr als rechtspopulistischen Partei die eine homophobe, rassistische und sozialdarwinistische Haltung vertritt und auch keine Berührungsängste zwischen NPD und anderen organisierten Nazis hat, wie z. B. die Aufmärsche im rahmen der sog. „Herbstoffensive“ (2) der AfD in Erfurt, Rostock und Hamburg zeigten. (3, 4 & 5)
Die EKR-Fraktion besteht u. a. aus Parteien wie der rechtspopulistischen Dänische Volkspartei (6, 7, 8), der nationalkonservative PiS aus Polen (9), welche im Oktober in Polen die Parlamentswahl gewann sowie der sozialchauvinistischen und rechtspopulistischen Partei „Die Finnen“ (10), welche seit dem 19.04.2015 zusammen mit der „Nationalen Sammlungspartei“ die Regierung in Finnland stellt. Auch die AfD gehört der EKR-Fraktion an, so wie die ALFA, eine Abspaltung von der AfD mit dem Parteivorsitzenden Bernd Lucke.

Aber nicht nur die Inhalte und Parolen der AfD überschneiden sich mit extrem rechten Parteien, wie z. B. der NPD, der Freiheit oder der Schill-Partei, sondern auch ein Teil ihrer Mitglieder stammt aus diesen Parteien. (11, 12, 13)

Im Juni 2013 gründete sich der Kreisverband der AfD Pinneberg im Hotel Cap Polonio , auch hier setzt sich der Verband u. a. aus Mitgliedern zusammen die aus Parteien der extremen Rechten kommen. Wie z. B. beim Vorsitzenden Daniel Buhl der aus der Partei „Die Freiheit“ kommt.
Die AfD repräsentiert eine Parteibasis die kein Problem damit hat sich an Aufmärschen der rassistischen Bewegung „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) zu beteiligen und sich auch sonst an der rassistischen Hetzte gegen Geflüchtete beteiligt und dort wo es die Möglichkeit gibt auch gewalttätig gegen Menschen die nicht in ihr Weltbild passen vor geht, wie bei den oben erwähnten Aufmärschen z. B. gegen Journalist*innen.

Auch die Sportsbar in Wedel und Pinneberg (14) haben eine möglichkeit gefunden ihre Räume, der ebenfalls populistischen & rassistischen Partei von Bernd Lucke ALFA, nicht zur Verfügung zu stellen, wir sind uns sicher, dass auch Sie die Möglichkeit haben im rahmen ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen von einem Vertrag mit der AfD/ERK-Fraktion zurück zutreten.

Kein Platz für Rassistische Hetze im Kreis Pinneberg! Weder von NPD, AfD oder ALFA noch in Wedel, Pinneberg oder Uetersen!

Antifa Pinneberg

http://antifapinneberg.blogsport.de
https://twitter.com/AntifaPinneberg

Vierter Jahrestag der Selbstaufdeckung des „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU)

Am 04.11.2015 jährt sich die Selbstaufdeckung des „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) zum vierten Mal. 13 Jahre lang führten die Täter*innen rassistische Anschläge und Morde in Deutschland durch. Noch immer sind viel zu viele Fragen offen. U.a. in Hamburg gab es Aktionen zum Gedenken an die Ermordeteten und allen Betroffenen von rassistischer Gewalt und Naziterror.

Am 8. November 2015 wird es in Pinneberg eine Veranstaltung mit Katharina König, Sprecherin für Antifaschismus, Netzpolitik und Datenschutz der Fraktion DIE LINKE mit dem Titel: „Der NSU – der Staat – die Gesellschaft“ geben.

„Der NSU – der Staat – die Gesellschaft“

Der Abschlussbericht des Thüringer Untersuchungsausschusses NSU hat bundesweit für Aufregung gesorgt. Der “Verdacht gezielter Sabotage“ kann laut den Mitgliedern des Ausschusses nicht ausgeschlossen werden. Den Sicherheitsbehörden wird bei der Fahndung nach dem untergetauchten NSU-Kerntrio “Versagen auf ganzer Linie” bescheinigt. Katharina König ist seit 2012 für die Fraktion DIE LINKE Mitglied im Thüringer Untersuchungsausschuss und wird in einem Vortrag mit anschließendem Gespräch den bisherigen Stand der Aufklärung des NSU-Komplexes darstellen. Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe lebten bis zu ihrer Flucht im Jenaer Untergrund.In Neonazi-Strukturen wiedem „Thüringer Heimatschutz“ wurden sie politisch sozialisiert. Die auch in Jena damals bestehenden gesellschaftspolitischen Bedingungen, welche zur Entstehung des NSU führten, werden ebenso detailliert dargestellt wie Verwicklungen des Verfassungsschutzes, das den NSU unterstützende Neonazi-Netzwerk sowie die bis heute offenen Fragen.

8. November 2015 / Jüdische Gemeinde Pinneberg / Clara-Bartram-Weg 14 / Pinneberg / 17 Uhr

Antifa-Café-HH: Es wird der Film „BOZA“ gezeigt

Der Film „BOZA“, der den beschwerlichen Weg der Flucht aus Nordafrika nach Europa verbildlicht. Einer der Mitwirkenden wird zudem Gast sein und über die Entstehung des Films berichten sowie eure Fragen beantworten.

Link zur Stiftung :do aus Hamburg, die zum Film Workshops anbietet: stiftung-do.org

Filmbeschreibung:

„BOZA“ ist ein Wort der westafrikanischen Sprache Bambara und heißt soviel wie „Sieg“. „BOZA“ rufen die Geflüchteten aus Ländern südlich der Sahara, wenn sie, nach Jahren der vergeblichen Versuche, endlich die Grenzen und Zäune Europas überwinden. Der Film zeigt die brutalen Auswirkungen des von Europa erzwungenen und finanzierten Grenzregimes in Maghreb und die schlechten Lebensbedingungen der Fliehenden, die sich in marokkanischen Wäldern nahe der Spanischen Exklaven Ceuta und Melilla verstecken. Beim Versuch, die sechs Meter hohen, mit Stacheldraht versehenen Zäune zu überwinden, werden viele der Fliehenden schwer verletzt oder getötet. An der tunesisch-libanesischen Grenze warten hunderte Geflüchtete in einem Camp in der tunesischen Wüste auf die Erlaubnis, in ein sicheres europäisches Land einzureisen. Aber einmal in Europa angekommen, ist die Odyssee nicht beendet. Geflüchtete und Migrant*innen müssen gegen ein rassistisches Asylsystem kämpfen, eingesperrt in isolierten Camps und jahrelang ohne Perspektive. Der tunesische Regisseur Walid Fellah hat Fliehende auf ihrer klandestinen Reise begleitet und stellt den Zusammenhang zum Kampf der Geflüchteten in Europa her. Er hat im Sommer 2014, gemeinsam mit Mitgliedern von „Refugees 4 change“, am March for Freedom gegen die rassistische Migrations- und Grenzpolitik Europas von Straßburg nach Brüssel teilgenommen. Im Gegensatz zu den meisten Filmen über das Grenzregime, die von Europäer*innen gedreht wurden, betont „BOZA“ die Perspektive der Geflüchteten und Migrant*innen, die die Grenze zwischen Europa und Nicht-Europa nicht akzeptieren.

Ha­fen­vo­kü – St.​Pauli Ha­fen­stra­ße 116 ge­öff­net ab 19 Uhr – Ver­an­stal­tungs­be­ginn 20 Uhr Antifa-Café