Archiv für April 2013

Überwachungswahnsinn im Norden

Lübecker Antifaschist_innen wurden in letzter Zeit Ziel von staatlichen Überwachungsmaßnahmen: Wie die taz am 28.4.13 berichtete wurden zwei Staatschützer dabei beobachtet, wie sie sich am Auto einer Genossin zu schaffen machten. An diesem und noch mindestens einem weiteren Auto wurden im Radkasten montierte GPS-Sender festgestellt, welche nun einer Hamburger Anwaltskanzlei übergeben wurden. Das passiert ja in Schleswig-Holstein nicht zum ersten Mal.
Im Juni 2007 stellte sich nach einer Reihe von Hausdurchsuchungen in Bad Oldesloe, Hamburg und Berlin heraus, dass die Fahrzeugortung Teil eines großangelegten §129a-Verfahrens der Bundesanwaltschaft gegen norddeutsche Antifas war.
Der Schnüffelangriffe jetzt richten sich laut taz gegen antifaschistische Recherche-Strukturen in Schleswig-Holstein. Im aktuellen Verfassungsschutzbericht verschwendet die NSU-Akten-Vernichter-Behörde mehr als drei Seiten Papier in der „Analyse“ antifaschistischer Recherchestrukturen und Outing-Aktionen, vor allem in Zusammenhang mit der militanten Kampagne „Farbe bekennen! Den rassistischen Wahlkampf in S-H sabotieren“ aus dem Frühjahr 2012. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Ermittlungen und Überwachungen momentan fortgesetzt werden.

Den taz Artikel gibt es auch hier.

Passt auf euch auf, macht Überwachungen und Anquatschversuche öffentlich!
Kontaktiert in solchen Fällen Antifa-Gruppen in eurer Region und meldet euch bei der Roten Hilfe!

Achtung neuer Termin ist jetzt 06.05.: Infoveranstaltung zum Naziaufmarsch am 8.Mai in Demmin

Achtung der Termin wurde verschoben auf den 06.05.2013, 19 Uhr, Rote Flora

Bevor das Antifa-Café in der Hafen-Vokü beginnt, gibt es in der Roten Flora um 18 Uhr noch eine Infoveranstaltung zum geplanten Naziaufmarsch am 8.Mai in Demmin.

03. 05. Rote Flora Infoveranstaltung zum Naziaufmarsch in Demmin um 18 Uhr

Am 8. Mai 2013 will die Neonaziszene Mecklenburg Vorpommerns zum siebten Mal in Demmin aufmarschieren. Wieder einmal wollen sie ihre Sichtweise der Geschichte propagieren, einen deutschen Opfermythos konstruieren und diesen ins Zentrum des Gedenkens an die Kapitulation Deutschlands vor 68 Jahren rücken. Einmal mehr wollen sie so versuchen, die Geschichte zu relativieren und ihre menschenverachtende Propaganda auf die Straße zu bringen.

Diesen Aufmarsch wollen wir verhindern und rufen dazu auf am 8. Mai 2013 mit nach Demmin zu kommen! mehr Infos: antifarostock.wordpress.com

Am Freitag ist wieder Antifa-Café

Am 03.05. ist wieder Antifa-Café ab 19 Uhr in der Hafen-Vokü.

Dieses Mal mit einer Infoveranstaltung zum geplanten Naziaufmarsch am 1.Juni 2013 in Wolfsburg.

Keine Zukunft für Nazis! 1. Juni 2013 – Den Naziaufmarsch in Wolfsburg verhindern!

Wie in den letzten vier Jahren zuvor, wollen Neonazis am ersten Samstag im Juni wieder einen Aufmarsch unter dem rassistischen Motto „Tag der deutschen Zukunft – Unser Signal gegen Überfremdung“ durchführen. Nach Pinneberg (2009), Hildesheim (2010), Braunschweig/ Peine (2011) und Hamburg (2012) soll dieser Naziaufmarsch in Wolfsburg stattfinden.

Infos: www.no-tddz.org

Kiel: Kein Geschäft mit Neonazis – Nazis keinen Raum geben – nicht in Gaarden, nicht anderswo!

Wie am 14.04. in Pinneberg, gibt es jetzt auch in Kiel eine Demonstration gegen Nazistrukturen.

Wie die Autonome Antifa-Koordination Kiel, rufen auch wir zur antifaschistischen Demonstration des Runden Tisch gegen Rassismus und Faschismus Kiel gegen „PLS-Werkzeuge“ am 4. Mai 2013 in Kiel-Gaarden auf.

Aufruf und weitere Infos gibt es hier: www.antifa-kiel.org und auf www.runder-tisch-kiel.de

Hamburg/Elmshorn: Für eine solidarische und klassenlose Gesellschaft!

In Elmshorn und Hamburg gibt es einen Aufruf sich am 1.Mai an den Gewerkschaftsdemos zu beteiligen.

Hamburg: rise-up.tk

Elmshorn: nonaziselmshorn.blogsport.de

Noch ein Zeitungsbericht zu Elmshorn: Elmshorn geht gegen Nazis auf die Straße

Raus auf die Strasse! 1.Mai Nazifrei

Auch dieses Jahr möchten Neonazis am 1. Mai aufmarschieren. Das u.a. in Berlin, Frankfurt am Main, Dortmund, Erfurt und Würzburg.

1.Mai Nazifrei! Gemeinsam gegen alte und neue Nazis auf die Strasse!

Jugendkongress: Her mit dem schönen Leben!

Vom 26. – 28.04 findet in Hamburg der 7. linke Jugendkongress statt.

Warum besitzen zwei Prozent der Weltbevölkerung mehr als die Hälfte der Reichtümer? Warum gibt es Kriege? Warum bringt Schule oft keinen Spaß? Und was hat das alles mit unserem Wirtschaftssystem zu tun? Warum werden jährlich tausende Menschen aus Deutschland abgeschoben und aus ihrem sozialen Umfeld, wie der Schule oder dem Freundeskreis heraus gerissen? Wie kann es sein, dass 68 Jahre nach dem Holocaust Nazis immer noch mordend durch Deutschland ziehen können und ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten? Und was macht eigentlich dieser Verfassungsschutz? Und gibt es wirklich keine Alternative zum Kapitalismus?
Um über diese und andere Fragen zu diskutieren, gibt es seit sechs Jahren den linken Jugendkongress „Her mit dem schönen Leben!“. Es wird Workshops zu Themen wie Schule, Kapitalismuskritik, Rassismus u.v.m geben. Auch praktische Einheiten, wie veganes Kochen und Street-Art sind geplant. Egal, ob du dich noch nie mit diesen Themen auseinandergesetzt hast oder schon länger politisch aktiv bist, jede_r der_die Lust hat, ist herzlich willkommen!

Kommt vom 26. – 28. 04. 2013 ins Gängeviertel! Besucht den den linken Jugendkongress: Her mit dem schönen Leben!

27.04. Demo: Für die soziale Revolte – Solidarität mit den selbstorganisierten Kämpfen in Griechenland

Am 27.04. findet in Hamburg eine Demonstration mit dem Titel: „Für die soziale Revolte – Solidarität mit den selbstorganisierten Kämpfen in Griechenland“ statt. Beginn der Demo ist um 15 Uhr vor der Roten Flora. Aufruf des Demo-Bündnisses und ein Aufruf von Antifaschistischen und Autonomen Gruppen Hamburg gibt es hier.

Redebeitrag der Antifaschistische Initiative Elmshorn bei der Demo am 11.04. in Pinneberg

Hallo alle zusammen,

wir ihr alle wisst, denn sonst wäret ihr nicht da, sind wir hier um Neonazistrukturen, im besonderen der NPD und ihren Fußtruppen, unsere abgrundtiefe Verachtung zu demonstrieren. Es war wirklich an der Zeit einen nicht unwichtigen Teil dieser örtlichen Struktur, nämlich die Treffen in der Lokalität Rondo öffentlich zu machen und dadurch zu sabotieren. Nachdem vor einem Monat der Ganze Spuk durch eine spontane Aktion einiger AntifaschistInnen aufflog, wurde nun eine Demo angemeldet um dem Ganzen etwas Nachdruck zu verleihen, denn heute hätte sich die NPD turnusgemäß wieder zu ihrem sogenannten Klönschnack getroffen.

Es gibt aber auch einen zweiten Grund warum wir ausgerechnet auf einem Donnerstag hier sind. (Danke hier schon mal an alle Auswärtigen)
Morgen tagen nämlich die Wahlausschüsse zu den Kommunalwahlen Ende Mai in Schleswig-Holstein, bei denen die NPD mit für ihre Verhältnisse vielen Kandidaten antreten will. Bis jetzt zeichnen sich als Schwerpunkte scheinbar der Kreis Pinneberg sowie Neumünster ab, wo es für alle Wahlkreise Vorschläge gibt. (mehr…)

Enough is Enough Zeitung für antirassistische und antifaschistische Politik und Kultur ist wieder da

Nach einigen Jahren in der Versenkung gibt es jetzt erfreulicherweise wieder ein antifaschistisches Recherche-Kollektiv, welches sich in die Tradition der antifaschistischen Zeitung Enough is Enough stellt.

Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,

nach vielen Jahren und etlichen fehlgeschlagenen Versuchen haben wir uns aufgemacht, die Tradition der antifaschistischen Zeitschrift Enough is enough wiederzubeleben. Wir sind überzeugt davon, dass eine zentrale Informationsplattform für antirassistische und antifaschistische Politik in Schleswig-Holstein wichtig ist und Interesse finden wird.
Wir haben uns entschlossen, das Projekt als Web-Seite anzugehen, da die Voraussetzungen für die Herausgabe einer Zeitschrift unserer Einschätzung nach nicht mehr gegeben sind. Das Internet bietet für nicht kommerzielle Projekte heute große Möglichkeiten. Wir hoffen, dass es uns gelingt, mit dieser Internetseite an die Qualität der Zeitschrift Enough is enough anzuknüpfen und gleichzeitig schnell und aktuell Informationen bereitzustellen.

Enough is Enough