Archiv für Januar 2013

Malen nach Weber

Kinder Malkurs zur Ausstellung des Antisemiten A. Paul Weber

Am 19.01.2013 findet in der Dorstei unter dem Titel „Malschule“ eine Veranstaltung vom Kunsthaus Schenefeld statt. Die Veranstaltung wird beworben für Kinder im Alter zwischen 8-12 Jahren. An sich gibt es gegen einen Malkurs für Kinder natürlich nichts zu sagen, es löst aber bei uns sehr starke Vorbehalte aus, da die Ausstellung von A. Paul Weber angeschaut werden soll. Wir finden es absolut unangebracht Kindern, die wohl kaum über das nötige Wissen über die NS-Zeit verfügen, das Zeichnen anhand von Bildern eines Künstlers der selber Teil der nationalrevolutionären Bewegung war beizubringen. Auch kann nicht erwartet werden, dass Kinder zwischen 8 und 12 Jahren, die teils antisemitische Bildersprache Webers erkennen und einordnen können.
So fragen wir uns, wie es jetzt möglich sein soll Kindern neben einen Malkurs noch die Komplexe Geschichte von Weber zu erläutern. Vielmehr zeigt sich für uns, dass sich auch hier die Verantwortlichen nicht hinreichend Gedanken gemacht haben.

Wir halten das ganze Verhalten der Drostei, mit dem Wirken und Leben vom Antisemiten A. Paul Weber nach wie vor für äußerst unkritisch. Auch im Rahmen eines Malkurses sehen wir nicht, wie dort Kindern ein kritischer Umgang mit dem antisemitischen Künstler Weber erklärt werden kann.
Webers Bilder sind mehr als „schöne Bilder nur in Schwarz und Weiß“.

12.01.: Naziaufmarsch in Magdeburg verhindern!

Alle Infos für den Tag in Magdeburg, ob EA, Info-Telefon oder Naziroute, findet ihr bei 365 Tage offensiv Gegen Nazis und Rassismus und bei Magdeburg Nazifrei!

Das neue Antifa Infoblatt (AIB) Nr. 97 ist da

Titelthema der 97. Ausgabe des Antifaschistischen Infoblatts ist: Refugees are Welcome here?! – Rassismus und Widerstand Weitere Themen sind unter anderem: Ku-Klux-Klan Ableger in Deutschland, Neonazis beim Fußball – Am -beispiel Braunschweig, 2o Jahre rassistischer Brandanschlag in Mölln, Deniz K. Repression made in Bayern, Antifschistische Praxis in Griechenland, Interview mit den Herausgeber_innen des Buches: „ANTIFA – Feministische Perspektiven antifaschistischer Politiken“.
Erhältlich wie immer in den Läden eures Vertrauens ( Infoladen Schwarzmarkt, Schanzenbuchhandlung ) oder direkt beim AIB!

Konzert der rechten Hooligan Band „Kategorie C-Hungriege Wölfe“ in Elmshorn

Nach wie vor halten wir unser handeln richtig und wichtig, darauf aufmerksamm zumachen wenn es rechte oder extrem rechte Veranstaltungen im Kreis Pinneberg gibt und sehen erst mal einer Anzeige durch die Betreiber der Disco „ONE“ in Elmshorn gelassen entgegen.
Wir möchten stattdessen mehr das verhalten der Behörden ins Blickfeld rücken. Denn viel schwerer, als dass wieder ein Konzert mit einer extrem rechten Band im Kreis Pinneberg statt gefunden hat, wiegt für uns dass besonders die Behörden die die Aufgabe haben auch Betreiber möglicher Veranstaltungsorte zu warnen, in Schleswig-Holstein angeblich nix mitbekommen haben. Das Konzert von „Kategorie C-Hungriege Wölfe“ wurde mindestens ab dem 19.12.2012 für den Raum Hamburg auf der Internetpresenz der Band beworben. Das jetzt die Polizei im Kreis Pinneberg sich hinstellt und meint von alle dem nix zu wissen halten wir für sehr unglaubwürdig und blind. Schon 2008 schrieben dazu die Kieler Nachrichten am 3.März: „Die Beamten zeigten sich daher erstaunt über die Demonstration. [gegen die Neonazi-Szene im Kreis Pinneberg] Dass die Protestierer aber keinen Gespenst hinterher jagten, zeigte sich während des zweistündigen Demonstrationszuges durch die Pinnberger Innenstadt. Mehrmals kam es zu Provokationen von Rechtsradikalen.“ So ist die Ahnungslosigkeit der „Sicherheitsbehörden“ wozu ja auch gemeinhin Geheimdiesnte wie u.a. der „Verfassungschutz“ gehören ja nix neues. Hat ja schon der ganze Umgang mit dem Nationalsozialistischen Untergrund gezeigt, wie vertrauensvoll solche Behörden arbeiten, die sich so ihrer kompleten Existenzgrundlage entziehen und abgeschaft gehören.
Desweiteren finden wir es auch skandalös wie der Landrat mit Veranstalltungen der extremen Rechten umgeht und hoffen auf ein umdenken. So schließen wir uns der Forderung der Linken vom November 2011 an und fordern den Kreistag des Kreises Pinneberg auf, in Zukunft alle im Kreis Pinneberg stattfindenden Versammlungen und Aufzüge nach dem Versammlungsgesetz, im Voraus Bekannt zu geben. Dies wird zum Beispiel im Landkreis „Landsberg am Lech“ in Bayern bereits praktiziert, dort veröffentlicht der Landrat auf der Website des Kreises alle im Kreis angemeldeten Versammlungen, gleich welcher politischen Ausrichtung. Ein ähnliches Model, unter Einbeziehung der Nennung des Veranstaltungstitels, ist auch für den Kreis Pinneberg wünschenswert. Vor allem in Zeiten in denen die Politik in Deutschland nicht Müde wird mehr Engagement der Bevölkerung gegen die extreme rechte Tendenzen zu zeigen wäre es ein wichtiges und vor allem notwendiges Zeichen der Kreispolitik den Menschen im Kreis auch die Möglichkeit zu solchem Engagement zu geben und dafür zu sorgen, dass sie nicht erst aus der Zeitung von einer extem rechten Veranstaltung erfahren. Wir fordern die Kreispolitik eindringlich dazu auf, den für Zivilgesellschaftlichen Protest nötigen Rahmen zu schaffen und den parteiübergreifenden Forderungen hiernach auf bundespolitischer Ebene Rechnung zu tragen.

Wir hoffen, dass andere mögliche BetreiberInnen von Veranstaltungsorten jetzt sensibiliesiert sind. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) geben immer wieder Tipps für den Umgang mit der extremen Rechten. Hier eine Broschüre.

Der Pressespiegel zum Konzert wurde ergänzt : hier

Neues Recherche-Portal für Schleswig-Holstein

Für ein offensiv antifaschistisches 2013:

Neues Recherche-Portal von La Quimera – Antifascist Watch-Group S-H geht online!

Checkt: quimera.noblogs.org