Archiv für November 2012

Gedenken an die Reichspogromnacht

Für alle die nicht nach Wolgast fahren um den Naziaufmarsch zu verhindern.

Der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Hamburg-West/ Südholstein und die Jüdische Gemeinde Pinneberg laden heute zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich der Reichspogromnacht am 9. November 1938 ein. Nach einer Andacht um 17 Uhr in der Christuskirche, Bahnhofstraße 2, mit Propst Thomas Drope und Wolfgang Seibert, dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Pinneberg, wird um 18 Uhr im Gemeindehaus der Film „Innenansichten – Deutschland 1937″ gezeigt.
Der Film basiert auf den Dokumentaraufnahmen des US-amerikanischen Journalisten Julien Bryan, der im Herbst 1937 das Dritte Reich bereiste. Obwohl er nur genehmigte Schauplätze filmen durfte, gelang es ihm, die Realität im nationalsozialistischen Deutschland festzuhalten. Der Journalist Michael Kloft hat die Filmdokumente ausgewertet und zu einem 105-minütigen Film verarbeitet. Pinneberger Tageblatt

Kommt mit dem Bus mit nach Wolgast!

Die NPD möchte am Abend des 9. November einen Fackelmarsch in Wolgast durchführen. Kommt mit uns nach Wolgast, um den Nazis entschlossen entgegenzutreten! Es wird aus Hamburg eine gemeinsame Anreise mit dem Bus geben. Abfahrt ist um 12 Uhr am S-Bahnhof Sternschanze. Tickets gibt es für 18€ in der Schanzenbuchhandlung und bei Black Ferry in Wilhelmsburg (Fährstr. 56).

Am Mittwoch, den 7.11. ist in der Roten Flora noch eine Infoveranstaltung zur aktuelle Lage der Flüchtlinge in Wolgast. Mobi-Seite

Unsere Solidarität gegen Vertreibungspolitik und staatliche Repression!

Die FAU Kiel unterstützt die Forderung nach einem neuen Gebäude für selbstverwaltete Subkultur in Bad Segeberg und ruft dazu auf, das Verhalten von Politik und Polizei überregional zu skandalisieren.
Am 1. November 2012 wurde nach jahrelangem politischen und juristischen Streit das selbstverwaltete Jugendkulturzentrum HaK geräumt. SPD-Bürgermeister Schönfeld hatte in der vergangenen Zeit immer wieder Stimmung gegen die dort aktiven Menschen gemacht. Er bediente dabei gezielt Ressentiments und Abneigungen gegen alternative Subkulturen, die die braven BürgerInnen der Stadt zu Ausdrücken wie „Abschaum“ und „Gesindel“ gegenüber den NutzerInnen des HaK anregten, während sie über gewalttätige Saufgelage entlang von Stadtfesten und Disko-Abenden sowie über NPD-Stände während des Wochenmarktes schweigend hinwegsehen. Diese Stimmung fand nun ihren Ausdruck in Gewaltexzessen der örtlichen Polizei, die passivem Widerstand wie etwa Sitzblockaden mit dem Einsatz von bissigen Polizeihunden, Pfefferspray und Schlagstöcken begegnete und dabei mehrere Menschen verletzte. FAU Kiel

01.Dezember2012: Ein Platz für die Jugend – Demo für ein neues Jugendkulturzentrum in Bad Segeberg

mehr Infos: hak.blogsport.de

Elmshorn: Aktionen und Demonstrationen zum Katastrophenschutz des AKW Brokdorf

Katastrophaler Katastrophenschutz: Atomkraftwerk Brokdorf abschalten

Auftaktkundgebungen am 10.11.2012 um 10:30 Uhr an folgenden Orten: Kreuzung Steindamm / Reichenstraße / Hamburger Straße, Kreuzung Kaltenweide / Friedensallee / Bauerweg / Mühlendamm, Kreuzung Gerberstraße / Wedenkamp, Abschlusskundgebung und Aktionen ab 11:30 Uhr Alter Markt Elmshorn

Eine Aktion der Anti-Atom-Initiative im Kreis Pinneberg im „Bündnis Brokdorf abschalten“

Wolgast: Rassisten stoppen! NPD Fackelmarsch verhindern!


Die NPD möchte am Abend des 9. November einen Fackelmarsch in Wolgast durchführen. Die Nazis wollen sich damit gegen einen angeblichen „Asylmissbrauch“ und das neue Flüchtlingswohnheim in Wolgast stellen. Mehr Infos,Aufruf usw.

Frei.Wild: Die Band der Vollidioten!

Schon im November 2009 haben wir die Antifaschistische Initiative Kreis Pinneberg, kurz vor dem Konzert der Rechten Band Frei.Wild in der Elbmarschhalle in Horst mit einem offenen Brief gegen das Konzert protestiert. SHZ & HBgR
Am Sonntag den, 30.10.2011 spielte Frei.Wild bei der „Überfall-Tour“ dann zum zweiten mal im Kreis Pinneberg, in der Wasserski- und Wakeboard-Arena Pinneberg. Dieses Konzert wurde erst „spontan“ möglich durch den Wasserskibetreiber. Hamburger Abendblatt

Mittlerweile ist es unwahrscheinlich das Frei.Wild noch mal im Kreis Pinneberg spielt, da hier die Hallen einfach zu klein sind. Das neue Album „Feinde deiner Feinde“ befand sich zwei Wochen auf Platz 2, in den deutschen Album Charts. Nach dem in der Sendung von Günther Jauch am 28.10.2012 der Journalist Thomas Kuban, noch mal auf die nationalistischen Texte der Band aufmerksam machte. Meldete sich Frei.Wild wenig später in Videos und in eine Interview zu Wort und griffen exakt auf dem Niveau wie sonst die NPD und andere Nazis Journalisten attackiert,Thomas Kuban an. So meint die Band Kubans Art zu arbeiten sei “das Gegenteil von richtig verstandenem Journalismus”. In dem Interview mit den Ruhrnachrichten konnte Frei.Wild-Sänger Burger zudem Erstaunliches berichten: Seine ehemalige Band Kaiserjäger sei unpolitisch gewesen.

Thomas Kuban, der seit Jahren über die rechtsextreme Musik-Szene berichtet, kommt in seinem Buch “Blut muss fließen” zu dem Ergebnis:

„Frontmann Philipp Burger ist der erste Rechtsrockstar im klassischen Sinne, denn sein Wirken ist auf keine Szene beschränkt, er erreicht auch das bürgerliche Spektrum, ohne dass sich bislang politischer oder zivilgesellschaftlicher Widerstand regen würde. Frei.Wild verkauft und etabliert Nationalismus und Anti-Antifaschismus als hippe Protestkultur.“

Ein Hintergrund über die Band Frei.Wild aus dem Antifaschistischen Infoblatt / Sommer 2011

Auf Festivals in diesem Sommer spielten Frei.Wild neben großen Bands. Publikative.org, die Ruhrbarone und Kein Bock auf Nazis meinen: Schluss damit!

Seit 2009 hat jedes Jahr im Kreis Pinneberg eine Recht-Band gespielt: 2009 Frei.Wild, am 20.11.2010 spielten Kategorie C – Hungrige Wölfe in Bönningstedt, Goosmoorwiete 40 im Kids & Play und 2011 wieder Frei.Wild in Pinneberg.

Wir die Antifaschistische Initiative Kreis Pinneberg meinen: Schluss damit! Keine Halle für Frei.Wild! Kein Raum für Rassistin und Nazis, nicht im Kreis Pinneberg und auch nicht anderswo!