Archiv für Oktober 2012

Hamburg Demonstration: Rassismus entgegentreten, Faschismus bekämpfen, Verfassungsschutz auflösen.

Demonstration am 03.11.2012 um 12 Uhr ab Hansaplatz (Hauptbahnhof/U-Bahn Lohmühlenstr.)

November 2011

Am 5. November 2011 wurde die bundesdeutsche Öffentlichkeit über das unfassbare Treiben eines „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) informiert. Diese Gruppe zog 13 Jahre lang, und von den Behörden angeblich unbemerkt, mordend und Bomben werfend durch die Republik und tötete zehn Menschen. Dutzende weiterer Menschen wurden durch ein Nagelbomben-Attentat verletzt. Bei den Opfern handelte es sich überwiegend um Menschen türkischer Herkunft. Unter den Opfern befand sich auch der in Hamburg-Bahrenfeld ansässige Kaufmann Süleyman Tasköprü, der am 27.06.2001 kaltblütig ermordet wurde. Ganzer Aufruf vom HBgR

„Eine Nation sucht ihre Mörder…“
Aufruf zum autonomen Antifablock auf der Demo
„Rassismus entgegentreten, Faschismus bekämpfen, Verfassungsschutz auflösen“ am 03. November in Hamburg. Ganzer Aufruf zum autonomen Antifablock

Rassistische Zustände angreifen! Solidarität mit allen Opfern rassistischer, antisemitischer und antiziganistischer Gewalt! Geheimdienste abschaffen!

Infovernstaltung zur Demo am 3.11.2012 in Hamburg

1 Jahr NSU: Ein Rückblick, Aktuelles, und Infos zur Demo „Rassismus entgegentreten, Faschismus bekämpfen, Verfassungsschutz auflösen“ am 3.11. in Hamburg.

Im Zuge der Aufklärung des NSU-Terrors werden immer neue Versäumnisse und Vertuschungen der beteiligten Verfassungsschutzämter in Thüringen und Sachsen aufgedeckt. Doch sind diese „Probleme“ wohl eher im „System Inlandsgeheimdienst“ angelegt. So soll am Beispiel der Hamburger Behörden, insbesondere des Verfassungsschutz, gezeigt werden, wie diese in den letzten 20 Jahren entweder brisante Erkenntnisse über militante Neonazis nicht hatten oder ihre Erkenntnisse nicht veröffentlicht bzw. gehandelt haben. Somit geht es auch um die Frage, inwieweit in Hamburg der Verfassungsschutz und Co. mit militanten Nazistrukturen (ähnlich dem sog. „NSU“) umgegangen sind bzw. wären. Abschließend soll dann gemeinsam erörtert werden, ob überhaupt ein Inlandsgeheimdienst zur Bekämpfung der extremen Rechten nötig ist und was mögliche Alternativen sein könnten.
Referent_in von Avanti – Projekt undogmatische Linke

Die Veranstaltung ist in der Hafen-Vokü, Hafenstr. 116, offen ab 19 Uhr, Infoveranstaltung ab 20 Uhr.

Kampagne: Mai piu fascismo

Vo­gli­a­mo gius­ti­zia – per non di­men­ti­ca­re – mai piu fa­scis­mo!
Kein Ver­ge­ben, kein Ver­ges­sen, keine Ruhe für deut­sche Na­zi-​Kriegs­ver­bre­cher! So­for­ti­ge und um­fas­sen­de Ent­schä­di­gung aller NS-​Op­fer!

28.​10. HAM­BURG Me­tro­po­lis, Thea­ter­str. 10, 17 Uhr KIEL Kom­mu­na­les Kino, Haß­str. 22, 20.​30 Uhr Alle Ter­mi­ne der Film­tour gibt es hier (mehr…)

Das neue Antifa Infoblatt (AIB) Nr. 96 ist da

Titelthema der 96. Ausgabe des Antifaschistischen Infoblatts ist V-Leute und Aktenvernichter – Die Sicherheitsbehörden und der rechte Terrorismus Weitere Themen sind unter anderem: Der Breivik Prozess, Critical Whiteness auf gut deutsch, »Leben heißt Kampf« – Die Cottbuser Marke »Label 23«, Niederschmetternde Bilanz – Ein Jahr Machtwechsel in der NPD und Eine Straße für Silvio Meier.
Erhältlich wie immer in den Läden eures Vertrauens ( Infoladen Schwarzmarkt, Schanzenbuchhandlung ) oder direkt beim AIB!

4. November: Aktionstag- Das Problem heisst Rassismus

Am 4. November 2011 wurde bekannt, dass über 13 Jahre eine faschistische Terrororganisation existierte, die zehn Menschen tötete und bei zwei Bombenanschlägen unzählige verletzte. Finanziert und getragen wurde dieser so genannte Nationalsozialistische Untergrund (NSU) durch ein bundesweites, neonazistisches Netzwerk sowie mindestens 12 Banküberfälle. Unterstützung in Form von Wohnungen, Pässen, Autos usw. erhielt der NSU von einem festen Kreis von über 20 Personen, durch die verbotene Organisation Blood & Honour, durch Funktionäre der NPD sowie durch freie Kameradschaften. So hat der Nationalsozialistische Untergrund insgesamt ein Unterstützer*innen-Umfeld von 100 Personen. In Jena, der Stadt in dem die faschistische Terrororganisation ihren Ursprung hatte, findet am 4. November 2012 eine antifaschistische Demonstration mit dem Motto: »Highlights, von denen keiner wissen wollte!« statt.
Neben der Demonstration in Jena gibt es eine bundesweit angelegte Kampagne, die alle Antifa-Strukturen auffordert regional zu handeln und in ihrer Region ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und das Versagen staatlicher Institutionen zu setzen!

4.November 2012 I Bundesweiter Aktionstag I Das Problem heisst Rassismus I Schluss mit der Vertuschung I Verfassungsschutz auflösen

Ku-Klux-Klan in Schleswig-Holstein, nix neues!

Wie mehrere Medien berichten, soll Achim S., Gründer und Anführer der im Jahre 2000 ins Leben gerufenen „European White Knights of the Ku Klux Klan“, der auch als neonazistischer Musiker u.a. durch die Bands „Wolfsrudel“ und „Celtic Moon“ bekannt geworden ist, nun in Boostedt unweit von Neumünster wohnen. (vgl u.a. den Artikel im Pinneberger-Tageblatt, SHZ, und bnr)

Aktivitäten vom Ku Klux Klan in Schleswig-Holstein sind nichts neues. Schon 1991 gab es eine Gruppe von jungen Neonazis die in Henstedt-Ulzburg, Elmshorn und Norderstedt rassistischen Terror unter dem Namen Ku Klux Klan verbreitet haben. Diese Neonazis hatten zum Teil gute Kontakte zur FAP die im Juni 1991 die Bundesgeschäftsstelle von Oberhausen in den Kreis Pinneberg, nach Halstenbek-Krupunder verlegt hatte.
Das Infoarchiv Norderstedt hat schon im April 2012 einen Bericht zu den Aktivitäten in Norderstedt veröffentlicht: Als in Norderstedt die Kreuze brannten 20 Jahre nach den KuKluxKlan-Anschlägen in Harksheide Hier noch ein Flugblatt der Antifa Norderstedt von 1992.

Wieder Brandanschlag in Meldorf

Schon Anfang April ’12 kam es zu zwei Brandanschläge auf die „Dönerstube“ in Meldorf, Kreis Dithmarschen.

In der Nacht vom 17.10. auf den 18.10. kam es zum dritten mal zu einem Angegriff. Wieder wurde die Eingangstür mit einen Brandsatz zerstört und das Leben der Betreiber*inn riskiert. Das auch dieses mal keine Menschen zu Schaden gekommen sind ist nur Glück.

Rassismus tötet! Solidarität mit der betroffenen Familie!

+++Am Montag, den 22.10.2012, wird eine Mahnwache ab 18 Uhr an der Dönerstube, Zingelstr. 10 in Meldorf stattfinden.+++

Infoveranstaltung zur aktuellen Situation des selbstverwalteten Jugendkulturzentrums „Hotel am Kalkberg“ in Bad Segeberg

Am Donnerstag den 27. September wurde vor der 10. Zivilkammer des Kieler Landgerichts über die Zukunft des selbstverwalteten Jugendkulturzentrums Hotel am Kalkberg (HaK) entschieden. Die Stadt fordert die Räumung des Gebäudes und des Grundstückes zum 31. Oktober 2012. HaK bleibt!

Infoveranstaltung am 18.10. im Gängeviertel danach wird der Film „69″ gezeigt. Doku über die Räumung des Ungdomshuset in Kopenhagen. Film Trailer

19.10.2012: Antifa-Soli auf der MS Hedi

Ab 19 Uhr wird stündlich an der Brücke 10 abgelegt. Karten VVK 8€, AK 10€

Wismar: Naziaufmarsch verhindern!

Am nächsten Samstag den 20. Oktober 2012 möchten Neonazis der Jugendorganisation der NPD in Wismar aufmarschieren. Mit dem Ziel diesen Aufmarsch zu verhindern hat sich bereits das Bündnis »Wismar Nazifrei« gegründet. Mehr Infos: Antifa-Bündnis & Wismar Nazifrei

Auf nach Wismar! Samstag | 20. Oktober 2012 | ab 10 Uhr | Wismar Naziaufmarsch verhindern!