Archiv für Juli 2012

4.August 2012: Naziaufmarsch in Bad Nenndorf verhindern!

Gegen den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf!
Am 04.08.2012 jährt sich der geschichtsrevisionistische „Trauermarsch“ der bundesweiten Neonaziszene in Bad Nenndorf (Niedersachsen) zum 7. Mal!

+++Am Freitag den 27.08 meldete der NDR das der Neonazi Dieter Riefling aus Hildesheim auch noch einen Naziaufmarsch für den 4.08. 2012 in Hannover angemeldet hat.+++

+++ Update 1 Die HAZ meldete am 28.7. das Riefling den Aufmarsch für 19 Uhr mit Start auf dem Ernst-August-Platz in Hannover angemeldet haben soll. +++

+++Nutzt die Gemeinsame Anreise über Hamburg!+++

+++Egal ob Bad Nenndorf, Hannover oder wo anders in Niedersachsen Gemeinsam Nazis angreifen und Aufmärsch verhindern!+++

Mehr Infos gibt es bei den zwei Bündnissen die nach Bad Nenndorf mobilisieren NS-Verherrlichung stoppen! und Bad Nenndorf Blockieren!
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20 Jahre Pogrom von Rostock-Lichtenhagen

Im August 2012 jährt sich das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen zum 20. Mal.

August 1992 Rostock Lichtenhagen

Über drei Tage griffen mehrere hundert Menschen die Unterkünfte der Flüchtlinge und Vertragsarbeiter_innen mit Steinen und Molotow-Cocktails an. Unter den Angreifer_innen befanden sich organisierte und nicht organisierte Nazis, Jugendliche, Anwohner_innen begleitet von tausenden sog. Schaulustigen. Eine Volksfeststimmung entstand auf den Wiesen im Rostocker Neubauviertel, dies weitgehend unbehelligt von der Polizei. Rostocker und zur Unterstützung angereiste Antifaschist_innen befanden sich in der Unterzahl. (ganzer Aufruf)

Rostock war kein Einzelfall, sondern steht stellvertretend für das rassistisch-nationalistische Gesellschaftsklima der 90er Jahre. Allein 1992 kam es fast zu 2000 Angriffen auf Asylbewerber_innen, viele davon auch auf deren Wohnunterkünfte. Mölln, Solingen, Lübeck und Hamburg sind vielen Menschen in diesem Zusammenhang noch ein Begriff, jedoch sind die meisten dieser Ereignisse aus dem kollektiven Geschichtsbewußtsein verschwunden.

Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen und Mannheim-Schönau nehmen in diesem Kontext eine Sonderrolle ein, da es nicht allein Neonazis waren, die sich anschickten nichtdeutsche Menschen zu lynchen, sondern weil es vor allem brave Bürger waren, die diese Exzesse aus Nationalismus und Gewalt erst zu völkischen „Massenevents“ werden ließen. Die Angriffe in Mannheim-Schönau sind auch ein Beleg dafür, dass es eben nicht organisierter Neonazis bedarf um gegen Migrant_innen vorzugehen, sondern dass dies „die normalen Deutschen“ auch allein bewerkstelligt bekommen.

Die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl im Mai 1993 mit Zustimmung der SPD, bestätigte die Gewalttäter_innen und Mörder_innen in ihrem Handeln noch.

Seit 1990 sind mehr als 180 Menschen von Nazis ermordet – weniger als ein drittel der Todesopfer sind durch die Bundesregierung anerkannt.

Rassismus und andere Herrschaftsmechanismen sind aber nicht auf Nazis abzuwälzen, sondern entspringen den gesellschaftlichen Verhältnissen. Wir wollen in einer Gesellschaft ohne Rassismus, Faschismus, Sexismus und andere Herrschaftsverhältnisse leben!

Rassistische Verhältnisse angreifen!
Kein Frieden mit Staat, Kapital und Nation!

25.08.2012 | 14.00 Rostock
Bundesweite Demo im Gedenken an die Pogrome von Lichtenhagen


mehr Infos:
Rassismus tötet! & Lichtenhagen

Schwerpunkt: 20 Jahre Pogrom in Rostock im Antifaschistischen Infoblatt (AIB) und Der Rechte Rand

80 Jahre Altonaer Blutsonntag – 80 Jahre Antifaschistische Aktion

Erinnerung an die ersten Justizopfer des Faschismus 1. August 2012 – 18 Uhr – hinter dem Amtsgericht Altona (Eingang Gerichtstrasse)

Erinnerung an Bruno Tesch, August Lütgens, Walter Möller und Karl Wolff, die wegen ihrer Beteiligung an den Protesten gegen den Naziaufmarsch in Altona am 1. August 1933 an dieser Stelle ermordet wurden.

27.07.2012: Bad Nenndorf Infoveranstaltung

Infoveranstaltung am 27.07. in Hamburg/Rote Flora 19 Uhr, zum Naziaufmarsch am 4.08. in Bad Nenndorf.

Mehr Infos gibt es bei den zwei Bündnissen die nach Bad Nenndorf mobilisieren NS-Verherrlichung stoppen! und Bad Nenndorf Blockieren!

Kiel: Stay HaK! Soli-Demo zum Landgericht

Solidarität mit dem räumungsbedrohten Hotel am Kalkberg Bad Segeberg!
Kein Abriss ohne neues Haus!
Gegen autoritäre Provinzpolitik – für selbstverwaltete Räume überall!

8.30h Hbf. Kiel: Demonstration
9.30h Landgericht (Schützenwall 31-15): Kundgebung und Berufungsprozess gegen das Räumungsurteil

hak.blogsport.de stayhak.blogsport.de

18.7.2012: NPD Flaggschiff versenken!

Im Rahmen Ihrer „Deutschlandfahrt“ kommt die NPD am morgigen Mittwoch 18.07. 2012 nach Hamburg.

Um 11.00 Uhr will sie auf der Freifläche vor der Kunsthalle beim Hauptbahnhof sein. Um 15.00 Uhr dann in Bergedorf, Alte Holstenstraße.

Wir werden die Nazipropaganda nicht unkommentiert lassen! NPD Propaganda Tour stoppen!

Neues Antifa Infoblatt (AIB) Nr. 95 ist da

Titelthema der 95. Ausgabe des Antifaschistischen Infoblatts ist Das Pogrom von Rostock Weitere Themen sind unter anderem: 25 Jahre Mythos „Rudolf Heß“, Polizeigewerkschaften mit rechten Tendenzen, Extreme Rechte Potentiale und Grenzen einer Begriffsalternative und Nick Greger – Umgestiegen statt ausgestiegen.

Erhältlich wie immer in den Läden eures Vertrauens ( Infoladen Schwarzmarkt, Schanzenbuchhandlung ) oder direkt beim AIB!

NPD-“Flaggschiff“ entern und versenken!

Nachdem am 12.7. die NPD mit ihrem „Flaggschiff“ einen 7,5 Tonner von Renault ihre Propaganda Tour in Niedersachen gestartet hat, gab es am 16.7. zwei Kundgebungen in Schleswig-Holstein. In Kiel musste die Polizei nach etwa 20 Minuten am Dreiecksplatz die Kundgebung abbrechen, da die Sicherheit für die NPD Kundgebung nicht mehr gewährleistet war. An der Versammlung nahmen neben dem am 10. Juni neu gewähltem Landesvorsitzende der NPD Ingo Stawitz aus Uetersen (Kreis Pinneberg), auch Jens Lütke aus Martensradeer und Daniel Nordhorn teil. Nordhorn ist Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Segeberg-Neumünster.

Am 17.7. möchte die NPD ihre Kundgebungen in Mecklenburg-Vorpommern abhalten. In Rostock um 11 Uhr, Am neuen Markt und um 16 Uhr in Schwerin, Am Markt.

Am 18.7. möchte die NPD in Hamburg ihre Kundgebung machen. (wann/wo Infos folgen)

„Falggschiff“ entern und versenken. Propaganda Tour verhindern!

Altonaer Blutsonntag: Das rote Altona – 17. Juli 1932

Ein SA-Aufmarsch mit tausenden Nazis durch diesen Stadtteil ist geplant und durch die Polizei genehmigt. Die antifaschitische Aktion mobilisiert zum Protest und zur Verteidigung des Viertels. Am Ende des Tages sind 16 Einwohner tot. Erschossen durch die Polizei. Auch SA und SS -Leute aus dem Kreis Pinneberg haben sich an dem Aufmarsch beteiligt. Auf der Rückfahrt der SA und SS -Einheiten kam es zu mehren übergriffen im Pinneberg, so hat eine Elmshorner SS-Einheit ein Lokal in der Elmshorner Straße wo eine Tanzvergnügen stattfand überfallen und verwüstet.

Zur Erinnerung an die damaligen Ereignisse findet am 17.Juli 2012 ein Demonstrativer Stadtteilrundgang der um 18 Uhr vom August Lütgens Park startet.

Propaganda Tour der NPD angreifen und stoppen!

Die NPD ist seit dem 12.7. auf ihrer sog. „Deutschlandfahrt“. Die Nazis möchte bis zum 11.August 2012 in 52 Städten Kundgebungen abhalten. Für die Tour nutzt die NPD ihren neuen LKW, den die NPD „Flaggschiff D“ nennt. Die ersten Stationen dieser Tour befinden sich in Norddeutschland. Ob ein halt der Tour im Kreis Pinneberg sein wird ist nicht bekannt. Hier die bekannten Orte:

Freitag, 13.7., 11 Uhr: Am Sedanplatz Bremen-Vegesack
Freitag, 13.7., 16 Uhr: Theodor-Heuß-Platz, Bremerhaven
Sonnabend, 14.7., 11 Uhr: Rathausplatz, Delmenhorst
Sonnabend, 14.7., 16 Uhr: Marktplatz, Lüneburg
Montag, 16.7., 11 Uhr: Asmus-Bremer-Platz, Kiel
Montag, 16.7. , 16 Uhr: Großflecken, Neumünster

Den Nazis die Tour versauen! NPD versenken !