Brandanschlag in Elmshorn auf ehemaligen Punk-Treff

Aus dem Pinneberger Tageblatt vom 24.5.2012:

ELMSHORN. Die Villa Kunterbunt ist nur noch Schutt und Asche: Ein Großfeuer hat das Gebäude gestern komplett zerstört. Es ist nicht das erste Mal, dass der einstige Punk-Treff in Flammen stand. Schon im Januar 2011 musste die Elmshorner Wehr an die Klaus-Groth-Promenade ausrücken. Damals wurde das Gebäude noch von der Bahnhofstruppe um Punk Andreas Forte als autonomer Treff genutzt. Auch damals wurde das Feuer vermutlich gelegt.

Das Vorzeigeprojekt der 45-köpfigen Bahnhofstruppe hatte bis dahin auch die Elmshorner Szenelandschaft mit Konzerten, Feten und bunter Unterhaltung bereichert. Im September 2010 fand auf dem Gelände noch das Krückaufestival statt. Nach dem ersten Brand hat die Gruppe aber die Aktivitäten eingestellt. Das Projekt Wiederaufbau ist nie über das Versuchsstadium hinausgekommen. Nach einem weiteren Brand war das Gebäude nur noch abrissreif – und offenbar ein beliebter Ort, um Müll zu entsorgen.

Im Februar dieses Jahres noch hatte ein Mitarbeiter des Vermieters den Wiederaufbau kategorisch ausgeschlossen. Die Villa Kunterbunt werde weder mit irgendwelchen Einnahmen noch mit Spenden wieder instandgesetzt. Das Gelände stehe wieder zur Vermietung. Und das bedeutet: Ein Mietvertrag mit dem ehemaligen Verein „Freizeitgruppe Bahnhof“ besteht nicht mehr.

Hier gibt es noch was zum Brandanschlag vom Januar 2011 auf die Villa Kunterbunt.