Archiv für Juli 2011

06.08.2011: Nazikonzert verhindern in Greve / Denmark

Am 6.August möchten Nazis „Dänemarks Nationalsozialistische Bewegung“ (DNSB) in Greve etwa 20 km südwestlich von Kopenhagen ein Konzert veranstalten. Antifaschist_innen rufen dazu auf das Konzert zu blockieren.

Stop nazikoncerten 6. august! from Antifascistisk Aktion on Vimeo.

Bad Nenndorf: Naziaufmarsch verhindern! Geschichtsrevisionismus angreifen!

Am 6. August wollen wieder hunderte Nazis aus Deutschland und dem benachbarten Ausland ihren „Gedenk“– Marsch in Bad Nenndorf abhalten.
Der Naziaufmarsch ist der größte Aufmarsch Norddeutschlands. Seit dem ersten Aufmarsch 2006 gab es immer wieder einfallsreiche Aktionen, die den Aufmarsch verzögert und stören konnten. So auch letztes Jahr, als die Polizei den Aufmarsch von rund 900 Nazis an einer Betonpyramide mit angeketteten Gegendemonstrant_innen vorbeiführen musste.

Trotz der enormen Polizeipräsenz der letzten Jahre sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt!

Offensiv stoppen! Kreativ sabotieren.

mehr Infos

NPD-Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern

Seit Montag ist es in Rostock und anderen Städten Mecklenburgs zu einer plötzlichen Welle rechter Angriffe gekommen. Die Kampagne “Wake Up – Stand Up! Keine Stimme den Nazis in MV!” ruft zur Solidarität mit den Betroffenen auf. Zugleich wendet sie sich gegen die Verharmlosung neonazistischer Gewalt und die Diffamierung der Opfer.

Die Kampagne “Wake Up – Stand Up!“ berichtet auf ihrer Homepage über etliche Angriffe von Neonazis, die in den letzten Tagen in Mecklenburg stattgefunden haben.
“Rechte Propaganda und Präsenz soll nicht nur die Konkurrenz im Wahlkampf einschüchtern”, erklärt Hanna Wildt, Sprecherin der Kampagne “Wake Up – Stand Up! Keine Stimme den Nazis in MV!”. “Alle, die nicht in das beschränkte Weltbild der Neonazis passen, können Ziel rechter Gewalt werden. Um so wichtiger ist es, sich mit den Betroffenen solidarisch zu zeigen und nicht nur in den kommenden Wahlkampfwochen gegen Nazis aktiv zu werden.”

Am 5. August gibt es im Antifa – Cafe eine “Kritische Betrachtung des NPD-Wahlkampfes zu den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern”. Das ganze wie immer ab 19 Uhr.

Mehr Infos gibt es auf der Homepage der Kampagne:

Mach den Scheiß aus! „Kategorie C“ am 23.7. in Neumünster den Saft abdrehen!

Zwei Poster in den Schaufenstern der Gaststätte Titanic (Wippendorfstraße) kündigen es schon seit Wochen an. Die rechte Bremer Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ (KC) will am 23.7. in Neumünster auftreten.

Ihr neues Album heißt „Deutsche Jungs“ und ist seid neuestem auf dem Markt. Aus diesem Grund organisieren sie eine gleichnamige Tour quer durch Deutschland. Das Konzert in Neumünster wird jedoch im Gegensatz zu anderen Konzerten der Band nicht im Internet beworben.

Die Antifa Neumünster schreibt: „Das Konzert des selbsternannten „Staatsfeind Nr.1“ organisieren die Betreiber der Titanic, welche seit langem schon als Treffpunkt für Jung- und Altnazis gilt.

Wie immer gibt es im Vorfeld keine genaueren Angaben zur Location für den Tag, allerdings sprechen viele Gründe für die Titanic. Zum Einen wurde die Organisationsfähigkeit der Nazis durch jahrelangen Alkoholkonsum stark in Mitleidenschaft gezogen, sodass es für sie leichter ist ein Konzert in den eigenen vier Wänden zu organisieren. Zum Anderen spricht KC selbst von einer Tour in „kleinen & knackigen“ Locations.“

Der letzte Auftritt von „KC“ in Schleswig-Holstein war am 20.11.2010 in Bönningstedt/Kreis Pinneberg. Dort gaben sich „unpolitische“ Fans der Band, Hooligans und etliche Neonazis die Klinke in die Hand. Ein ähnlich hässliches Gemisch aus KonzertbesucherInnen wird auch das Konzert in Neumünster anziehen, gilt die Titanic doch seit längerem als Treffpunkt für lokale Neonazis und Angehörige des Neumünsteraner Ablegers der „Bandidos“.

Die Antifa Neumünster ruft auf: „Letztendlich ist es uns egal wo sie ihr Konzert veranstalten. Wir haben uns für den Tag bereit gemacht und die Leute aus der AJZ öffnen ab 15 Uhr die Türen für Antifas und stellen Essen und Trinken, Punk-Rock vom Plattenteller und Rückzugmöglichkeit. Außerdem treten um 20 Uhr Not Now auf, die uns musikalisch und auf ihre Art unterstützen. Durch die günstige Lage empfehlen wir allen, sollten sie nicht schon was sinnvolleres vorhaben, zur AJZ zu kommen. Diese liegt unmittelbar am Bahnhof, so dass wir auf dem anliegenden Postparkplatz deutlich Präsenz zeigen können. Außerdem ist die Titanic nur zwei Straßen weit entfernt.“

Kommt am 23.7. ab 15 Uhr nach Neumünster zur AJZ! „Kategorie C“ das Mikro klauen! Keine Aktionsräume für Nazis!

Am 15.7. auf nach Berlin, Naziaufmarsch verhindern!

Für den 15.7. wurde in Berlin ein Naziaufmarsch angemeldet.

Wir rufen dazu auf nach Berlin zu fahren und mit allen Mitteln den Naziaufmarsch zu verhindern!

Mehr Informationen erhalten Ihr hier

16.7. Sakaten gegen Nazis in Tostedt

Eigentlich war für den 16. Juli 2011 eine Kundgebung mit Skate-Contest auf der Skaterbahn geplant. Diese Veranstaltung wurde vor einiger Zeit beim Landkreis Harburg angezeigt. Kurze Zeit spät erklärte die Samtgemeinde Tostedt, dass sie die Skaterbahn nur für rein „sportliche Veranstaltungen“ zur Verfügung stellen würde und nicht für eine „politische Veranstaltung“. Auch weiterhin werden in Tostedt antifaschistische Aktionen behindert, anstatt wirkungsvolle Aktivitäten gegen die rechte Umtriebe und Strukturen vor Ort zu unterstützen. In einem solchen Klima konnte sich die neofaschistische Szene in Tostedt in den letzten Jahren verfestigen und ausdehnen. Die Kampagne Landfriedensbruch wird dennoch den Tag zu nutzen wissen und mit der Kundgebung erneut ein Zeichen setzen. Damit die Nazis in Tostedt keine Möglichkeiten finden ungestört ihren Terror fortzuführen.

hier noch ein Video

Tostedt 16.07.2011: Mit Skateboards gegen Nazis

15.7. Demo gegen Nazi-Brandstifter

Am 26. Juni 2011 gab es in Berlin eine Welle von Brandanschlägen auf linke Einrichtungen. Besonders hart getroffen hat es das „Anton-Schmaus Haus“ der Falken in Britz. Nur wenige Tage vorher hat der »Nationalen Widerstands Berlin« (NW) im Internet dazu aufgerufen „loszulegen“ und sich zu rächen und dabei explizit auf eine „Schwarze Liste“ mit linken Projekten verwiesen.
Ein neues Berliner Antifa-Bündnis will mit der Demo verdeutlichen, dass die Täter und Verantwortlichen aus dem Umfeld des „NW Berlin“ kommen und deren Hintermänner verantwortlich gemacht werden können. Erst letzte Woche gab es eine Antifa-Demo mit 1.000 Menschen gegen Nazistrukturen, die durch Schöneweide zog.

Antifa-Demo: Freitag | 15. Juli | 19 Uhr | U-Johannisthaler Ch. (U7)

mehr Infos hier

9.7.2011 Antifaschistische Kundgebung in Buchholz (i.d. Nordheide)

Kundgebung gegen rechte Gewalt

11 Uhr
Rathauspark
Buchholz in der Nordheide

Nach zwei Übergriffen von Tostedter Neonazis auf junge Antifaschisten in Buchholz, ruft solid – der Jugendverband der Partei Die Linke – zur Kundgebung auf.

Ende Juni wurde ein Kommunalwahlkandidat der Partei Die Linke vom bekannten Tostedter Neonazi Fabian Rath angegriffen und verletzt. F. Rath gehört der Kameradschaft „Gladiator Germania“ an und ist einer der Köpfe der Tostedter Nazistrukturen. Eine Woche nach diesem Übergriff wurde ein weiterer Jugendlicher in Buchholz angegriffen. Drei Neonazis attackierten den Menschen, weil dieser ein Bekannter des ersten Opfers ist.

Offensichtlich versuchen Neonazis verstärkt in Buchholz Fuß zu fassen. Buchholzer Neonazis halten enge Kontakte zur regionalen NPD (Unterbezik Lüneburg) und erhalten nun wohl auch Unterstützung aus Tostedt. Die Nazis aus Tostedt sehen sich seit einiger Zeit mit antifaschistischen Widerstand konfrontiert und weichen offensichtlich ins nahe gelegende Buchholz aus.

Wegen dieser Übergriffe, aber auch um weiteren Aktivitäten der Nazis in der Nordheide zu begegnen, findet nun die antifaschistische Kundgebung statt. Initiiert hat solid die Kundgebung und wird dabei von der regionalen Partei Die Linke unterstützt. Desweiteren haben die evangelischen Kirchengemeinden St. Paulus und St. Johannis sowie die Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen ihre Unterstützung zugesagt.

Neben Redebeiträgen und Musik, wird eine Ausstellung der VVN-BdA über Neofaschismus in Deutschland gezeigt und es wird Infostände geben.

Freispruch für Aleksej Gaskarow, zwei Jahre Bewährung für Maxim Solopow

Am 24. Juni verkündete die Richterin am Stadtgericht in Chimki, Neonila Zepalowa das Urteil gegen die „Geiseln von Chimki“. Den Antifaschisten Aleksej Gaskarow, der am 28. Juli 2010 als Korrespondent des „Instituts für kollektive Aktion“ bei der Aktion gegen die Stadtverwaltung in Chimki anwesend war, sprach das Gericht mit der Begründung frei, dass sich der anfängliche Tatverdacht nicht bestätigt habe. Der zweite Angeklagte, der Antifaschist Maxim Solopow, wurde des Hooliganismus für schuldig befunden und zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

mehr Infos