Archiv für Oktober 2010

Nazi-Brandanschlag in Berlin

In der Nacht vom 26.11. zum 27.10.2010 verübten Nazis einen Brandanschlag auf den linken Infoladen M99 in Berlin-Kreuzberg. An den benachbarten Laden Red Stuff und die Wohnung eines Antifas wurden Nazisymbole gesprüht. Solche Anschläge gehen einher mit medialer Hetze und staatlicher Repression gegen linke Strukturen. Erst am 26.11.2010 fanden in Berlin wieder Hausdurchsuchungen in linken Buchläden statt. Seit Monaten diffamieren Politiker und Medien linke Gruppen und Projekte in Hamburg, Berlin und anderen Städten.
Nazis nehmen diese Stammtischpropaganda zum Anlass, um gewalttätig gegen Linke zu agieren. Wie wenig Wert sie dabei menschlichem Leben bemessen, zeigen Brandanschläge auf Wohnhäuser wie jetzt in Kreuzberg oder vor wenigen Wochen in Dresden.

Organisiert euch in der Antifa und werdet aktiv!
Gegen Nazis auf allen Ebenen mit allen Mitteln!

No IMK: Info- und Mobilisierungsveranstaltung

Am Freitag den 5.11. ist es wieder soweit, Antifa Cafe in der Hafen VoKü.

Diesmal mit Info- und Mobilisierungsveranstaltung gegen die Innenministerkonferenz in Hamburg.

Am 13.11.2010 finden zwei bundesweite Demonstrationen gegen die Innenministerkonferenz statt. In diesem Rahmen wird es auch das neuartige „Jump and Run“ Konzept geben. Die Stadt soll in einem Zeitfenster in Form einer Schwarmbewegung durchkreuzt werden um unsichtbare Linien der Repression und Sicherheitsarchitektur deutlich zu machen. Das Konzept setzt einerseits auf die spontanen Wechselwirkungen von Zerstreuung, Masse, Sichtbarkeit und Bewegungsdynamik, soll andererseits aber auch Raum für vorbereitete Aktionen bieten. Alle sind eingeladen sich mit eigenen Ideen und Choreographien zu beteiligen. Im Laufe der folgenden Woche wird es von 14-19.11. weitere Aktionen und Demonstrationen gegen Repression und rassistische Politik geben.

Maxim und Aleksej vorläufig aus der U-Haft entlassen!

Nach wochenlangen internationalen Protesten wurden endlich Maxim und Aleksej aus der U-Haft entlassen.

In Hinblick auf die bevorstehenden Prozesse ist allerdings weiterhin internationalen Druck auf die russischen Repressionsorgane auszuüben. Beteiligt euch mit eigenen Aktionen an den internationalen Aktionstagen vom 12-15.11.2010 bzw. am internationalen Siempre Antifascista Aktionstag am 11.112010.

Bericht aus Moskau auch hier.

Solidarische und kämpferische Grüße nach Moskau! Alerta antifascista!

Im November 2010 ins Wendland: Den Castor stoppen!

Vermutlich am ersten Novemberwochenende (5.11.-7.11.2010) wird ein nächster Castor-Transport mit hochradioktiven Abfällen aus der französischen Wiederaufarbeitunganlage La Hague in das niedersächsische Zwischenlager Gorleben erwartet.

Castor stoppen- Atomanlagen stilllegen – weltweit!

Leerstand zu Wohnraum

In Hamburg stehen 1, 17 Millionen Quadratmeter Büroflächen leer und die nächsten Jahre werden die Zahlen nach oben gehen, es wird von 600 000 zusätzlichen Quadratmetern gesprochen. Gleichzeitig steigen die Mietpreise für Wohnraum immens. Von 8 Euro pro Quadratmeter auf 10,25 im Durchschnitt. In Altona stiegen die Preise für Wohnraum um 12% auf Sankt Pauli um 28%! Dadurch verlieren immer mehr Menschen ihre Wohnungen, werden aus ihrem sozialem Umfeld geworfen, um sich irgendwo im Nirgendwo neu zu finden. Immer öfter bleibt nur die „Platte“ übrig….

Demo: Leerstand zu Wohnraum
23.10.10 13 Uhr – Hamburg – Unicampus

Kommt am 23.10. zum „Autonome Projekte verteidigen – Innenministerkonferenz versenken“ Block

Rote Flora & HAK bleiben!

Freiräume erkämpfen und verteidigen!

Das selbstverwaltete Jugendkulturzentrum Hotel am Kalkberg (HaK) in Bad Segeberg soll Ende des Jahres ersatzlos geschlossen und 2011 abgerissen werden. So will es die Stadt Bad Segeberg der das Gebäude gehört und die andere Pläne für das Grundstück hat. Damit säßen mehr als 200 Jugendliche die regelmäßig das HaK besuchen von einem Tag auf den anderen buchstäblich auf der Straße. Das ist also die viel beschworene Neuordnung der Jugendpolitik Segebergs, die Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD) zur Chefsache erklärt hat. Erst mal alles platt machen dann mal schauen was passiert. Auch die beliebte Skateranlage am Segeberger See wird Ende des Jahres demontiert. Für Jugendliche ist offensichtlich kein Platz vorgesehen.

Wir sind gegenüber der Stadt und den Anwohner_innen auf unzählige Kompromisse eingegangen. Die Öffnungszeiten wurden auf 01.00 Uhr gekürzt, die Großveranstaltungen auf 12 pro Jahr beschränkt und allerlei andere Einschränkungen haben wir in Kauf genommen. Ab Mai 2008 wurden uns die Großveranstaltungen dann ganz untersagt und somit die Selbstfinanzierung unmöglich gemacht. Die Stadt verlangt von uns ein tragfähiges Finanzkonzept ohne Konzertveranstaltungen und Getränkeverkauf. Das ist quasi unmöglich.

Ein Alternativgebäude haben wir bisher nicht gefunden. Wir haben schon mit einigen Immobilienbesitzer_innen gesprochen. Leider scheitert es wie so oft am Geld, denn der Verein verfügt durch das Veranstaltungsverbot über keinerlei finanzielle Mittel.

Das HaK ist einer von vielen Freiräumen, die zur Zeit akut von der Schließung bedroht sind. Deshalb ist es wichtig sich mit anderen selbstverwalteten Jugendkulturzentren zu solidarisieren. Gemeinsam sind wir stark!

Kommt zahlreich zur Demonstration am Freitag den 26. November 2010 nach Bad Segeberg!
15.00 Uhr am Bahnhof

>> No Nazis << 16.10.2010 Leipzig

Mit mehreren Aufmärschen wollen Neonazis am 16. Oktober durch Leipzig ziehen. Das braune Spektakel steht unter dem Motto „Recht auf Zukunft“.

Zur Zeit ist eine Nazi-Demo (Süd / Connewitz) verboten. Die drei anderen Routen (Westen, Zentrum, Norden) wurden zu einer stationären Kundgebung am Hauptbahnhof (Ostseite) zusammengefasst.

Dagegen haben zumindest die Nazis Istvan Repaczki sowie Maik Scheffler über ihren Anwalt bereits Widerspruch eingelegt.

Die Verbotsverfügung sowie die Auflagen der Stadt Leipzig sind daher keine vollendete Tatsache. Letztlich werden die Gerichte entscheiden, was seitens der Stadt durchkommt und was nicht. Wir halten es für nicht unwahrscheinlich, dass die Nazis mindestens eine Route als Aufmarsch vor Gericht erstreiten werden können.

Unabhängig von der Entscheidung des Gerichts werden die Nazis auch bei einem zugestandenem Aufmarsch – dank unserers Einsatzes – keinen Meter laufen.

Alle nach Leibzig!

Vorabendrave: Fu*k the Vaterland – Nachttanzdemo am 15.10.

Naziaufmarsch in Warschau verhindern!

Wie auch schon die Jahr davor planen Nazis aus verschiedenen Organisationen einen Aufmarsch am 11.11.2010 durch die Straßen Warschaus.

Im Rahmen der Internationalen Aktionstage vom 11.-20.11.2010 findet auch in Polen entsprechende antifaschistische Gegenaktivitäten gegen den Naziaufmarsch statt.

Der 11.November ist ein nationaler Feiertag in Polen. Jedes Jahr an diesem Tag gibt’s in Warschau eine Demontration von Nazis. Sie selber nennen sich Patrioten und die Demonstration soll auch eine patriotische Manifestation sein um den Tag der Unabhängiheit zu feiern.

Wir werden nicht zulassen, dass Befürworter_innen von rassistischen Ideologien wieder durch Warschau marschieren. Gerade in Warschau, wo meherere hundert Menschen im Kampf gegen den Nationalsozialismus ums Leben gekommen sind, darf es keinen Platz für Faschisten und Nazis geben!

Auch wir als Antifaschist_innen des Kreis Pinneberg rufen dazu auf den Naziaufmarsch in Warschau zu verhindern!

Antifa-Kampagnenstart in Tostedt

Tostedt hat kein Problem mit Nazis. Wir schon

So lautete das Motto einer großangelegten Flugblattverteilaktion am 3. Oktober in Tostedt. 100 Antifaschistinnen und Antifaschisten aus dem nordöstlichen Niedersachsen und Hamburg nutzen den verkaufsoffenen Sonntag, um erneut auf das Naziproblem in Tostedt aufmerksam zu machen und zum antifaschistischen Handeln aufzurufen.

hier gibt es den ganzen >>Artikel< <

Am 14.10.2010 ist in Kiel wieder Antifa-Cafe mit Infoveranstaltung zu den Tostedter Zuständen.

Innenministerkonferenz unsicher machen!

Die Innenministerkonferenz (IMK) findet seit 1954 zweimal jährlich in unterschiedlichen Bundesländern statt – dieses Jahr in Hamburg unter Vorsitz des Innensenators Heino Vahldieck, dem früheren Verfassungsschutz-Chef. Die Herbstkonferenz findet vom 17.-19.11.10 statt.

Die IMK beschäftigt sich hauptsächlich mit repressiven Themen wie rassistischen Sondergesetzen, „Terrorbekämpfung“ und Ausbau des Überwachungs- und Kontrollapparates. Unter den bisherigen Beschlüssen der IMK waren viele der rassistischen Sondergesetze zur Eindämmung von Migration und Aufenthaltsrechten. Folgen der politik der IMK sind deutlich: Jeden Tag sterben Menschen an den Außengrenzen Europas. Jeden Tag werden Menschen in Folter, Tod und Hunger abgeschoben. Jeden Tag werden Menschen in Deutschland systematisch auf Grund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Geschlecht oder Kultur offen diskriminiert oder eingesperrt.

Deshalb kommt am 13.11.2010 nach Hamburg und nehmt teil an der Auftaktdemonstration der Proteste gegen die IMK um 14 Uhr, Hachmannplatz, Hauptbahnhof, wo sich die frühere Ausländerbehörde befand.